Schwerpunktthema: Unterbrechungsfreie Stromversorgung und Racks

Unbesorgt versorgt mit USV-Systemen

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Sind Daten während der Störung noch in Bearbeitung, können Dokumente, Dateisystemstrukturen oder Anwendungsdaten beschädigt werden. Die Wiederherstellung dauert meist sehr lange und ist teuer. Beinhaltet die USV-Lösung keine Software zum Herunterfahren der versorgten Server, oder wurde versäumt, diese zu installieren, so verzögert die Überbrückungszeit nur das Problem.

Für einen korrekten Shutdown mehrerer Geräte muss das Netzwerk aktiv sein. Komponenten wie Hubs und Switches dürfen bei der Stromversorgung nicht vergessen werden. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass einzelne Systeme zum Herunterfahren unterschiedlich lange brauchen. Für eMail-Server mit vielen Konten sind schon einmal bis zu 20 Minuten einzuplanen.

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Know-how gefragt

Bei den Anwendern herrscht oft noch Unklarheit über die verschiedenen Arten von USV-Systemen, deren Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten. Gerade hier sind Reseller mit einem soliden Wissen darüber gefragt, wie eine bedarfsgerechte USV-Topologie aufzubauen ist.

  • Einzelne oder mehrere Arbeitsplatzrechner lassen sich am effizientesten mit Offline-Modellen absichern. Bei einem Spannungsabfall liefert der Akku der USV die elektrische Leistung. Zweckmäßig ist dies jedoch nur bis zu einer Gesamtausgangsleistung von etwa einem kVA.
  • Die höchste Verbreitung weisen Line-Interactive-USV-Systeme auf. Das liegt sowohl an ihrer hohen Zuverlässigkeit als auch an der Möglichkeit zum Einbau in 19-Zoll-Racks. Zwar eignet sich diese Technologie zur Spannungsversorgung von verteilten Servern, allerdings gilt dies nur für Ausgangsleistungen von bis zu fünf kVA.
  • Doppelwandler-USVs ab einem kVA lassen sich wirtschaftlich einsetzen und sorgen für sehr gute Qualität der Ausgangsspannung.
  • In größeren Installationen spielen USV-Systeme mit Delta-Umwandlung ihre Stärken aus. Die hohen Wirkungsgrade dieser Technologie führen zu erheblichen Einsparungen bei den Betriebskosten.

Verfügbarkeit und Kosten

Hauptmotiv der Hersteller bei der Entwicklung moderner USV-Systeme ist der steigende Anspruch an die Verfügbarkeit der Daten – sowohl in Rechenzentren als auch in kleineren Serverräumen. Als »verfügbar« wird der geschätzte Prozentsatz der Zeit bezeichnet, in der die Wechselspannung für die Versorgung kritischer Lasten zur Verfügung steht. Obwohl viele unterschiedliche USV-Konfigurationen auf dem Markt sind, lässt sich das Gros der Systeme einer der vier redundanten Auslegungen N, N+1, 2N und 2(N+1) zuordnen.

Mit zunehmender Größe des Gebäudes nehmen zwar die Kosten pro Rack ab, doch nicht immer ist eine größere Stellfläche vorhanden, um die Kosten pro Fläche zu senken. In diesen Fällen bietet sich der Einsatz von skalierbaren Lösungen an. Modulare Systeme mit integrierter Kühlung erreichen ohne Doppelboden Leistungsdichten von bis zu 30 kW pro Rack und sind mit einer N+1-Redundanz oder höher ausgestattet. Die schrittweise Erweiterung von Kapazität und Verfügbarkeit verspricht gleichzeitig Investitionsschutz und einen energieeffizienten Betrieb.

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