Partnerstimmen von der HP Global Partnerconference 2013 Überarbeitetes HP-Partnerprogramm bietet neue Chancen

Redakteur: Sarah Gandorfer

Auf der HP Global Partnerconference verkündete der Hersteller Änderungen im Partnerprogramm. IT-BUSINESS hat sich umgehört, was diese „Vereinfachungen“, die auf den ersten Blick doch recht komplex wirken, für den Channel bedeuten.

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HP-Konzernchefin Meg Whitman
HP-Konzernchefin Meg Whitman
(Bild: HP)

Aus 92 Ländern reisten die rund 2.100 Teilnehmer der HP Global Partnerconference nach Las Vegas an. Wie HP-Konzernchefin Meg Whitman, feststellte, „befinden sich 20 Prozent der Top-Partner hier“. Einige davon stammen auch aus Deutschland, denn immerhin ist die Bundesrepublik als viertgrößter IT-Markt weltweit von besonderer Bedeutung. Global macht HP 123 Milliarden US-Dollar Umsatz. 67 Prozent davon mit Partnern.

Konflikte zwischen dem direkten und indirektem Verkauf, wie es sie in der Vergangenheit oftmals gab, bekämpft Whitman energisch: „Wir haben eine klare Politik, dem Channel kein Geschäft wegzunehmen. Sollte es doch vorkommen, wird es nicht toleriert!“

HP-Deutschland-Chef Volker Smid
HP-Deutschland-Chef Volker Smid
(Bild: HP)
Gleiches sagt auch HP-Deutschland-Chef Volker Smid. Er erklärt allerdings auch, wo das Partnergeschäft noch nicht so ausgeprägt ist: „Es wäre wünschenswert, wenn der Fachhandel mehr Services vertreiben würde. Das ist gerade beim Verkauf von mission-critical Infrastruktur wichtig.“

Viele Reseller glauben immer noch, es würde reichen, ein Stück defekter Hardware beim Kunden auszutauschen. Die Verfügbarkeit der darauf liegenden Applikationen werden dabei vernachlässigt. Noch seien 80 bis 90 Prozent der Unternehmen nicht einmal im Stande, Angriffe auf ihre Daten zu bemerken.

Reaktion auf die Änderungen im Partnerprogramm

Gestern hat HP die Neuerungen bei seinen Partnerprogrammen vorgestellt. Auch wenn Whitmann immer wieder betont, dass nun alles einfacher wird, scheint dies auf dem ersten Blick nicht der Fall zu sein.

Diesem ersten Eindruck wiederspricht Smid: „Man muss das aus folgender Warte sehen: Der Partner muss die Infrastruktur des Kunden abbilden. Das kann er entweder rein mit HP oder aber mit verschiedenen Herstellern. Letzteres ist weit aufwendiger als mit einem reinen HP-Angebot. Vor allem wird es mit der Einbindung verschiedener Hersteller noch komplexer, die Infrastruktur zu managen.“

In ihrer Keynote hat Whitmann die Änderungen noch einmal versucht möglichst simpel darzustellen. „HP vereinfacht die Deal-Registrierung, so dass Partner diese schneller abschließen können. Durch die neuen Rabattregelungen verdienen Händler gleich beim Verkauf des ersten Produktes. Auch die Deckelung fällt weg. Zudem wird die Anzahl der Partnerprogramme reduziert. Es ist nun ganz einfach: Je mehr der Partner verkauft, desto mehr verdient er.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was die Partner dazu meinen.

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