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Vom Eigenbetrieb über SaaS zur kompletten Auslagerung in die Wolke UC wird zum Cloud Service

Autor / Redakteur: Frank Sinde ist Manager Solution Consulting bei Damovo / Sarah Gandorfer

Der Betrieb von UC-Lösungen im eigenen Rechenzentrum ist weit verbreitet. Daneben gewinnt aber ein weiteres Modell an Bedeutung: UC als Cloud Services. Als On-Demand-Software lassen sich UC-Lösungen in Form von Cloud Service flexibel in eine vorhandene ITK-Infrastruktur integrieren.

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Auf einen Blick: Die Grundbestandteile von UC as a Service.
Auf einen Blick: Die Grundbestandteile von UC as a Service.
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei Cloud Computing gehen die Meinungen weit auseinander: Für die Marktforscher von Gartner ist Cloud Computing einer der heißesten IT-Trends. In den Unternehmen findet Cloud Computing jedoch bislang kaum statt. Eine Studie, die der britische Marktforscher Vanson Bourne durchführte, kommt zu ernüchternden Ergebnissen. Für einen Großteil der Befragten (46 Prozent) bleibt Cloud Computing unklar und 44 Prozent halten das Konzept für technisch noch nicht ausgereift. Während die Unternehmen bei Cloud Computing skeptisch sind, ergibt sich bei Software as a Service (SaaS) ein anderes Bild. 60 Prozent der Befragten planen Investitionen in SaaS-Lösungen. Zusammengefasst: Der Weg zu Cloud Computing führt über SaaS. Wer die Vorteile von SaaS zu schätzen weiß, kommt mittelfristig kaum an Cloud Computing, genauer: an Cloud Services, vorbei.

Cloud Computing und On-Demand-Software

Einer der Ansatzpunkte ist, den Begriffsnebel rund um Cloud Computing zu lichten. Für das US-Beratungsunternehmen Saugatuck Technology ist Cloud Computing ein Oberbegriff, der On-Demand-Infrastruktur (Server, Storage, Netze) und On-Demand-Software (Betriebssysteme, Anwendungen, Middleware, Management- und Entwicklungs-Tools) umfasst. Damit lässt sich Cloud Computing als netzbasierte Bereitstellung skalierbarer und standardisierbarer IT- und Telekommunikationsdienste charakterisieren. In die Rubrik On-Demand-Software beziehungsweise SaaS gehören auch kombinierte Sprach- und Datendienstleistungen, wie sie mit dem Begriff Unified Communications umschrieben werden.

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Cloud Computing ist damit eine evolutionäre Weiterentwicklung von Modellen, wie Applikationen betrieben werden. Bei Unified Communications etwa lassen sich die Grundformen Eigenbetrieb, Managed Services und SaaS unterscheiden.

  • Eigenbetrieb bedeutet: Das interne Personal des Unternehmens über-nimmt den Betrieb der ITK-Infrastruktur. Die TK-Anlage als Kernstück einer Kommunikationslösung sowie Infrastrukturelemente wie Nebenstellenanlagen und andere Server sind auf dem Firmengelände installiert und ihre Nutzung erfolgt ausschließlich durch das eigene Unternehmen.
  • Die nächste Stufe sind Managed Services. In diesem Modell gibt es einen externen Dienstleister, der für den Betrieb und die Wartung der beim Kunden installierten Infrastruktur verantwortlich ist. Dies kann sich auf einzelne Teile, etwa eine Nebenstellenanlage, beziehen oder auch auf die gesamte Kommunikations-Infrastruktur.
  • Bei SaaS wird die UC-Lösung durch einen Dienstleister bereitgestellt. Er unterhält dazu ein Rechenzentrum, an das er seine Kunden über ein sicheres Virtual Private Network (VPN) anbindet. Auf dem Firmengelände des Kunden sind keine Nebenstellenanlagen oder ein Mail-Server mehr vorhanden. Die Mitarbeiter nutzen die Kommunikations-Services ausschließlich über ihre gewohnten physischen Endgeräte (Telefone) oder über Software-Clients. Die monatlich anfallenden Kosten enthalten neben der Software-Nutzung auch Gebühren für Service und Support.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber, wie sich variable Kosten in Fixkosten verwandeln sowie über den Einstieg in UC as a Service.

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