Anbieter zum Thema
Erfolgsfaktoren für Anbieter
Die Anbieter der Lösungen mit weit überdurchschnittlichen Zufriedenheitswerten pflegen meist eine offene und vor allem sehr intensive Kommunikation mit ihren Kunden. Ein weiterer Vorteil ist aus Sicht der Anwender, wenn System-Entwicklung, -Integration und zum Teil auch die Betreuung in der Betriebsphase aus einer Hand kommen. Im Idealfall passe die Lösung wie ein Maßanzug zu den Geschäftsprozessen. Ganz entscheidend ist zudem, dass kleine, lokale und spezialisierte Anbieter aufgrund ihrer überschaubaren Kundenbasis über einen gewissen Vorteil im Hinblick auf die intensive Pflege der Kundenbeziehungen verfügen.
Diese Tatsache, so die Studienautoren, stehe der „immer wieder vertretenen These“ entgegen, dass durch eine künftige Konsolidierung des Marktes am Ende neben dem Weltmarktführer SAP bestenfalls zwei bis drei andere ernstzunehmende Anbieter bestehen bleiben. Allerdings sei durchaus zu beobachten, dass mancher kleinere ERP-Spezialist die eigenständige Entwicklung der Software-Basis aufgibt, um sein Know-how in die ERP-Plattformen größerer Anbieter zu investieren. Es sei eher davon auszugehen, dass die Konsolidierung stärker die Plattformen, weniger die Anbieter, betrifft. Denn ein breites existierendes ERP-Angebot habe aufgrund unterschiedlicher Präferenzen der Kunden eine Berechtigung.
Erfolgsfaktoren für Systeme
Bezogen auf die ERP-Lösungen haben die Kunden zwar unterschiedliche Anforderungen, dennoch sind auch hier einige Aspekte wesentlich für die Kundenzufriedenheit. Dass kleinere Lösungen so gut abschneiden, begründet Trovarit damit, dass schlankere, branchenfokussierte Software häufig weniger komplex ist, was die Einrichtung und Pflege vereinfacht. Auch ein aktueller Release-Stand und eine gute Benutzerführung lassen die Kunden wohlwollender auf ihre Software blicken.
Dass manchmal „weniger mehr ist“ verdeutlicht auch der ablesbare Trend, dass sich die wachsende Größe der ERP-Installation grundsätzlich dämpfend auf die Bewertung auswirkt. Trovarit zufolge sind die Gründe hierfür steigende Anforderungen und Aufwand an und für Einführung, Wartung, Schulungen oder größere Abständen der Release-Wechsel, weil der Aufwand dabei ebenfalls höher wird.
Äußerst sensibel reagieren Anwender auch auf Diskussionen über die Überlebensfähigkeit der Systeme oder darauf, wenn etablierte Ansprechpartner ausgetauscht werden: Allen voran diese zwei Aspekte führen laut Untersuchung zu einer unterdurchschnittlichen Bewertung der ERP-Installation. Auch schneiden Lösungen, bei denen der Projekt- und Betriebs-Support aufgrund von Kapazitätsengpässen in jüngster Vergangenheit spürbar gelitten hatte, schlechter ab.
Mehr über beliebte ERP-Software und häufige Kritikpunkte erfahren Sie auf der dritten Seite.
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