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Mendix-Umfrage

Tief verwurzeltes Silodenken

| Autor: Heidemarie Schuster

Nach Einschätzung von Mendix verspielen die Unternehmen durch verbreitetes Silodenken und fehlende Kollaboration enormes Potenzial.
Nach Einschätzung von Mendix verspielen die Unternehmen durch verbreitetes Silodenken und fehlende Kollaboration enormes Potenzial. (Bild: monsitj - stock.adobe.com)

Kollaboratives Arbeiten über digitale Plattformen hat durch die Umstellung auf Remote Work wegen der Covid-19-Eindämmung in kürzester Zeit eine neue Relevanz bekommen, so auch bei der Softwareentwicklung. Doch in Deutschland herrscht noch immer ein tief verwurzeltes Silo-Denken zwischen Business- und IT-Teams, wodurch das große Potenzial kollaborativer Zusammenarbeit ungenutzt bleibt, wie eine Umfrage der Siemens-Tochter Mendix zeigt.

Die Gräben zwischen Fachabteilungen und IT sind tief. Jedenfalls zeichnet dieses Bild die Mendix-Umfrage „Mission Kollaboration: Softwareentwicklung 2020 – Die DNA des Software Developers“, die in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und in den USA durchgeführt wurde. Besonders in Deutschland scheint das Bereichsdenken noch stark verbreitet: 65 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte sehen hierzulande die Verantwortung für die Entwicklung von Software ausschließlich in der IT-Abteilung ihres Unternehmens. In den USA sind es vergleichsweise nur 49 Prozent der Befragten.

Gleichzeitig halten viele der Umfrageteilnehmer einerseits die IT-Abteilungen für überlastet, andererseits sprechen sie den IT-Kollegen die Notwendigkeit für ein tieferes Verständnis der geschäftlichen Anforderungen ab: Beinahe die Hälfte (47 %) glaubt, dass die Entwicklerteams in Zeitnöte geraten, wenn sie neue Projekte übernehmen sollen. Nur 12 Prozent sehen die IT-Abteilung in der Verantwortung, auch die „Business Skills“ zu verstehen – ein sehr niedriger Wert, der zeigt, dass Kollaboration zwischen IT und Fachabteilung noch wenig verankert ist.

Weiter zeigt die Umfrage, dass unter allen Umfrageteilnehmern der wichtigste Treiber für die Digitalisierung die IT-Abteilung (33 %) ist. In Deutschland sehen 20 Prozent der Befragten darüber hinaus insbesondere die Marketing-Abteilung als Motor für die Digitalisierung. Nur 14 Prozent halten die Produktentwicklung für den wichtigsten Digitalisierungstreiber in den Unternehmen. In den USA hingegen nennen 19,6 Prozent die Produktentwicklung und nur 7,4 Prozent das Marketing. Das Top-Management spielt in allen Ländern der Befragung mit 2 bis 3 Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

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