Gruppenstart vor fünf Jahren Teccle Group: Vom Euphoriegefühl zur soliden Größe

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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„Schaffen wir es, eine Gruppe zu werden?“ Diese Frage stellten sich die Gründer der Teccle Group vor einigen Jahren. Heute schmunzelt Klaus Kaiser darüber. Der Gruppen-CEO blickt positiv auf fünf Jahre zurück, die seine Erwartungen übertroffen haben.

Die Teccle Group konnte in den vergangenen Jahren organisch wie auch anorganisch wachsen und zusammenwachsen. (Bild:  Canva / KI-generiert)
Die Teccle Group konnte in den vergangenen Jahren organisch wie auch anorganisch wachsen und zusammenwachsen.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Die IT-Systemhausgruppe Teccle besteht seit nunmehr fünf Jahren. Seit der Gründung am 1. September 2020 hat sich vieles getan: 17 Übernahmen, 19 Standorte und rund 700 Mitarbeiter. Die vier Gründer Klaus Kaiser, Markus Wolf, Sven Kalisch und Thomas Schmidt hatten damals eine klare Vision und das Ziel, IT-Services neu zu denken und sich als führender IT-Lösungsanbieter für den Mittelstand zu etablieren. Was als Vision startete, wurde schnell Realität.

Als noch niemand von Gruppenkonsolidierung sprach

Die Teccle Group startete zu einem günstigen Zeitpunkt die Gruppenzusammenführung. „Es war die Zeit, in der Gruppenkonsolidierungen noch nicht auf der Tagesordnung standen und es nicht zahlreiche Vorreiter gab“, erinnert sich Klaus Kaiser, CEO der Teccle Group, an die Anfangszeit. Dennoch war der Bedarf nach Konsolidierung bereits da – die vier Geschäftsführer erkannten das Potenzial früh.

Dennoch war der Anfang von gemischten Gefühlen geprägt und der Frage: „Schaffen wir es, eine Gruppe zu werden?“ Die Antwort lieferten die ersten Partner, die „ uns vertraut haben, obwohl wir noch keine ‚richtige‘ Gruppe waren. Doch das hat sich ausgezahlt – wir sind gemeinsam gewachsen,“ so der CEO und Co-Founder.

Sieben auf einen Streich

Die Konsolidierungswelle schuf Möglichkeiten, aber auch Zwang zum anorganischen Wachstum. Ein entscheidender Wendepunkt von Teccle kam mit einer gewagten Entscheidung: der gleichzeitigen Akquisition von sieben Unternehmen. „Wir waren nicht mehr nur vier, sondern viele schlaue Köpfe, mit denen wir gemeinsam die Ausrichtung festgelegt und das Fundament einer One Teccle aufgebaut haben.“

Diese Strategie brachte auch neue Herausforderungen mit sich. „Die Fragen, wie schaffen wir es, die Unternehmen zu erwerben und parallel dazu zu integrieren, damit zum einen Synergien entstehen, und sich zum anderen ein Gruppengefühl entwickelt. Das war eine der größten Herausforderungen“, schildert Kaiser.

Integration als Königsdisziplin

Was bei diesem Vorgehen ebenfalls oft unterschätzt wird, ist die Integration der neu hinzugewonnenen Systemhäuser. „Das ist mit Zeit, Aufwand, Geduld und Vertrauen verbunden“, betont Kaiser. Die Teccle Group entwickelte daher ein klares Vorgehensmodell, passt aber die Geschwindigkeit individuell an jedes Unternehmen an. „Es ist wichtig dabei, jeden Mitarbeiter mitzunehmen. Die Kunden sehen in einer Konsolidierung häufig weniger ein Problem als das Team des Unternehmens“, erklärt der CEO. Behutsamkeit sei gefragt, „damit jeder die Teccle-Zugehörigkeit spürt.“

Wir fahren auf Sicht, das heißt wir schnaufen auch mal durch und betrachten, was zu uns, zu unserer Richtung passt.

Klaus Kaiser, CEO Teccle Group

Dennoch: 17 Unternehmen bedeuten auch 17-mal andere Prozesse, Schwerpunkte und Vorgehensweisen. „Das mit der Notwendigkeit umzubauen, sich dabei aber nicht in zu viel Künstlichkeit zu verlieren, in einer Vereinheitlichung“, sei ebenso herausfordernd, wie Kaiser zugibt. Die Teccle Group fand jedoch einen Mittelweg: Zum einen die bereits genannte individuelle Geschwindigkeit, ein strukturiertes Integrationsmodell sowie zum anderen die Vorzüge einer Leistungserweiterung der einzelnen Unternehmen. „Wir verbinden die Vorteile eines großen Unternehmens mit der Nähe, Flexibilität und Persönlichkeit lokaler IT-Dienstleister – für unsere Kunden ebenso wie für unsere Mitarbeitenden“, erläutert Kaiser.

Klare Zukunftspläne

Heute ist der CEO stolz auf die Gruppenleistung, die Herausforderungen die gemeinsam gemeistert werden konnten – „und auf die vielen großartigen Menschen und Unternehmen, die sich uns angeschlossen haben.“ Und trotz der vorgelegten Geschwindigkeit, nimmt sich die Gruppe Zeit zum Durchatmen. „Wir fahren auf Sicht, das heißt wir schnaufen auch mal durch und betrachten, was zu uns, zu unserer Richtung passt.“ Mit diesem Ansatz möchte die Gruppe auch die nächsten Jahre fortfahren.

Klaus Kaiser, CEO der Teccle Group(Bild:  Teccle)
Klaus Kaiser, CEO der Teccle Group
(Bild: Teccle)

Für die Zukunft hat Kaiser klare Pläne. Die Gruppe steuert gegen Stillstand bei Themen wie auch der geografischen Abdeckung. Geografisch gibt es noch Lücken zu schließen, beispielsweise in der Mitte Deutschlands. Dresden, Hannover, Paderborn stehen auf der Wunschliste. „Da Nähe zu Menschen und Regionalität wichtig sind.“

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Technologisch fokussiert sich die Gruppe auf mehrere Bereiche, möchte aber insbesondere Managed Services, Netzwerk und Security sowie die Public Cloud weiter fördern. „Wir sind bereits starker Microsoft-Partner, bei AWS noch ausbaufähig. Wir wollen ein deutliches Zeichen setzen mit Cloud-native Services bei den Hyperscalern.“ Mit der Übernahme von Circular Ende vergangenen Jahres konnte die Teccle bereits Kompetenzen für Netzwerk und Security hinzugewinnen.

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