Trotz angespannter Marktlage blickt der Value Added Distributor Sysob optimistisch in die Zukunft. Im Gespräch erläutern Channel Sales Director Markus Senbert und Vendor Alliance Director Michael Schwidder ihre Strategie für 2025.
Markus Senbert, (l.) Channel Sales Director, und Michael Schwidder, Vendor Alliance Director bei Sysob
(Bild: Vogel IT-Medien)
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd: Rezessionssignale prägen die Diskussion, Branchen wie die Automobilindustrie haben deutlich gebremst, und Marktforscher prognostizieren für 2025 nur minimale Wachstumsraten. Doch beim Schorndorfer Value Added DistributorSysob herrscht trotzdem Zuversicht. „Unser Ertrag lag 2024 über dem Vorjahr“, berichtet Michael Schwidder, Vendor Alliance Director bei Sysob.
Allerdings hat sich das Marktumfeld grundlegend gewandelt. „Lösungen verkaufen sich nicht mehr von selbst“, stellt Markus Senbert, Channel Sales Director, klar. Aktiver Vertrieb sei mittlerweile unerlässlich – was kombiniert mit der derzeitigen Marktlage durchaus zusätzliche Anstrengungen erfordert. „Wir werden deswegen nicht nervös, aber wir passen unsere Pläne entsprechend an“, erklärt Senbert pragmatisch.
Zu diesen angepassten Plänen gehört dennoch die Personalsuche. „Wir wollen uns weiterentwickeln“, begründet Schwidder. Konkret rechnet Sysob nach der Partnerschaft mit Swissbit mit einem weiteren Ausbau im Bereich Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Entsprechend sucht der VAD gezielt nach MFA-Spezialisten.
Strategisch stimmt sich Sysob bei solchen Entscheidungen mit dem Mutterkonzern CMS Distribution ab, der einen Schwerpunkt ebenfalls auf Datenspeicherlösungen legt. „Wir agieren eigenständig, stimmen uns aber ab und nutzen die Synergien und Möglichkeiten von CMS“, erläutert Schwidder das Zusammenspiel.
Channel-Strategie als Erfolgsfaktor
Bei der Portfolio-Erweiterung im Allgemeinen legt Sysob besonderen Wert auf die Passung zwischen Distributor und Hersteller. „Der Hersteller muss eine klare Channel-Strategie und ein funktionierendes Channel-Programm haben“, nennt Senbert eine zentrale Voraussetzung. Der Grund: Immer mehr Hersteller lagern Aufgaben in den Channel aus – Reseller übernehmen Service und Support, Distributoren verstärken Marketingfunktionen.
„Deshalb ist nicht nur das Engagement des Channels wichtig, sondern auch das des Herstellers in der Zusammenarbeit“, betont Schwidder. Und neue sowie der Ausbau bestehender Partnerschaften seien derzeit entscheidend, da auch Reseller kontinuierlich neue Lösungsansätze für ihre Kunden benötigen. „Die verlängerte Werkbank ist mehr und mehr gefragt“, ist sich Senbert sicher.
Diese neuen Themen greift Sysob proaktiv auf – beispielsweise mit der erfolgreichen Stammtischreihe zu Künstlicher Intelligenz. „Die kam bei unseren Partnern sehr gut an“, berichtet Senbert. KI sei aus dem Business nicht mehr wegzudenken, zahlreiche Hersteller setzen die Technologie bereits ein oder müssen sich damit auseinandersetzen.
„Wir müssen die Umsetzungen der Hersteller weiterverarbeiten“, ordnet Senbert die Rolle der Distribution ein. Dabei fokussiert Sysob nicht nur Sicherheitstechnologien mit KI-Einsatz: „Wir betrachten auch, wie die eigene KI vor Angriffen geschützt werden kann“, ergänzt Schwidder.
Digitale Souveränität: Welcher Weg ist der richtige?
Ein weiteres Top-Thema ist die Digitale Souveränität. „Gerne hätten Reseller europäische Lösungen, aber das geht nicht immer“, gibt Senbert zu. Manchmal fehlen Alternativen, manchmal sind Übersee-Lösungen etabliertert. Schwidders Fazit: „Es wird der gesunde Mix sein.“
Dennoch sei es entscheidend, lokale oder europäische Alternativen anzubieten. „Die Lage macht es erforderlich, Alternativen zu haben“, betont Schwidder. Mit Swissbit holte sich Sysob einen Schweizer Anbieter ins Portfolio, mit NoSpamProxy bietet der VAD eine deutsche Alternative zur kürzlich verkauften Hornetsecurity.
Bei der Suche nach neuen Herstellerpartnern orientiert sich Sysob hier primär an den Bedürfnissen der Reseller. „Wir schauen uns nach europäischen Herstellern um, lassen andere aber nicht außen vor“, bekräftigt Schwidder. Am Ende gehe es vor allem um die Partner-Anforderungen. Die Warnschüsse seien jedoch unüberhörbar: „Ein langer Prozess steht bevor. Europa muss sich emanzipieren und auf eigene Lösungen vertrauen“, so Schwidder.
Stand: 08.12.2025
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