„Master-MSP“: Teams entlasten, Wertschöpfung steigern Synaxon Managed Services: der unsichtbare Partner im Hintergrund

Von Sylvia Lösel 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Vor rund vier Jahren gründeten Synaxon und Markus Rex die Managed Services Sparte der Verbundgruppe. Sie soll MSPs die Möglichkeit geben, Services einzukaufen, um sich selbst auf beratungsintensive Themen zu fokussieren. Ist das gelungen?

Markus Rex, General Manager Synaxon Services, bietet mit seinem Team Managed Services für MSPs an.(Bild:  Synaxon)
Markus Rex, General Manager Synaxon Services, bietet mit seinem Team Managed Services für MSPs an.
(Bild: Synaxon)

Es gibt zwei große Herausforderungen für Managed Service Anbieter: die eine ist, auf dem Laufenden zu bleiben, bei der hohen Geschwindigkeit, in der sich Technologien weiterentwickeln. Die zweite ist der Fachkräftemangel. Ein komplettes Outsourcing kommt für viele nicht in Frage, denn dabei riskiert man möglicherweise die Beziehung zu den eigenen Kunden. „Deshalb ist unser Ansatz: Wir übernehmen hoch automatisierte Services für MSPs und keiner deren Kunden merkt das.“ Rex und sein inzwischen 21 Mitglieder starkes Team agiert als so genannter „Master-MSP“, sozusagen als MSP für MSPs.

Commodity-Services gesucht

„Wir übernehmen die Tätigkeiten im Hintergrund, die wir gut skalieren und automatisieren können. Und die, die für den MSP selbst einfach nicht rentabel sind.“ Der Endkunde merkt dabei nicht, dass Rex und sein Team im Spiel sind, „denn wir haben nur Verträge mit den MSPs und keinerlei Kundenkontakt.“ Rex sucht sich Themen und Services heraus, „die absolut Commodity sind“. Services, von denen Endkunden einfach erwarten, dass sie geliefert werden, die der MSP aber nur mit hohem Aufwand auf technischer, zeitlicher und personeller Ebene bieten kann. „Hier kommen dann wir ins Spiel. Der MSP kann sich somit auf alle anderen Themen fokussieren, bei denen er eigene Wertschöpfung und Beratungsleistung erbringen kann.“ Beispiel Patch-Management: Wenn ein MSP dieses für 150 Geräte umsetzt, kostet es dieselbe Zeit, als wenn man das für mehrere tausend erledigt. Denn der Aufwand sind die Patches selbst und nicht die Anzahl der Geräte. „Für je mehr Geräte ich also diesen Service umsetze, desto rentabler wird es. Deshalb lohnt es sich für uns viel mehr als für den einzelnen MSP. Es ist ein perfekter Task, den wir übernehmen können. Und der sich dann eben auch für uns rechnet.“

Bei der Auswahl der Services, die Synaxon anbietet, gibt es einige Grundsätze. „Da der Endkunde des MSP ja nicht wissen soll, dass wir existieren, schränkt uns das bei der Auswahl der Themen ein“ führt Rex aus. Zudem müssen sie das Potenzial für Automatisierung, Standardisierung und Skalierung haben.

Zehn Services stehen zur Verfügung

Die MSPs können momentan aus zehn Services wählen: einer RMM-Lösung, zwei verschiedenen Endpoint-Security-Lösungen, Backup mit eigenem Storage, einer gemanagten Firewall, E-Mail-Archivierung, Managed Workplace, Managed Power, Managed VDI und ganz neu Cloud-to-Cloud Backup. Für alle Module gibt es eine Preisliste und ein Presales-Team, das berät. „Die Module selbst sind aber nicht individualisierbar. Denn das würde ja unserem Geschäftsmodell widersprechen, die Dinge so einfach und so automatisiert wie möglich zu machen. Wir agieren also eher wie ein Produkthersteller als wie einen Dienstleister.“ Die meisten Partner haben bei Rex die RMM-Lösung „gebucht“. „Den größten Impact hat wahrscheinlich die gemanagte E-Mail-Archivierung. Hier wachsen wir auch am schnellsten. Und es ist ein Produkt, das wir ‚bis zum geht nicht mehr‘ automatisiert haben“. erläutert Rex.

Im Visier hat der Master-MSP jetzt ein Security-Produkt, und künftig vielleicht auch EDR und MDR. Denn „hier findet gerade eine Konsolidierung statt und ab diesem Zeitpunkt wird so ein Markt für uns interessant. Wenn ein Hersteller eben nicht mehr nur drei Prozent Marktanteil hat, sondern deutlich mehr, kann man anfangen zu automatisieren und zu standardisieren.“

Nicht nur für Synaxon-Partner

Vertrieblich hat sich Rex bislang auf Synaxon-Partner fokussiert. „Da sehen wir auch noch viel Potenzial. Aber grundsätzlich kann jeder MSP unsere Services beziehen. Auch interessant, unsere Kündigungsquote liegt bei uns bei nur 3 Prozent, also ist fantastisch niedrig.“

Für Partner sei es eben vorteilhaft, wenn sie viele Routineaufgaben abgeben und ihre Leute für Anspruchsvolleres einsetzen können. „Aber auch für unsere Mitarbeiter bleibt es spannend, denn Automatisierung und Standardisierung solcher Services sind herausfordernde Aufgaben, wenn man das clever machen möchte.“

(ID:50015268)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung