IT-Executive Summit 2024 Strategien für eine resiliente Zukunft

Von Sylvia Lösel 4 min Lesedauer

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Raus aus dem Krisenmodus, rein ins Handeln. Wer als Unternehmen auch künftig erfolgreich sein möchte, der braucht nicht nur eine Vision, sondern auch eine Strategie. Wir haben bei Fujitsu, HP, HPE und Lenovo nachgefragt, auf welche Erfolgssäulen sie setzen.

„Zwischen Souveränität und Dependenz – Strategien für eine resiliente Zukunft“ – das ist auch das Thema des IT-Executive Summit, der am 10. und 11. September in München stattfindet.(Bild:  Alexandr Bakanov)
„Zwischen Souveränität und Dependenz – Strategien für eine resiliente Zukunft“ – das ist auch das Thema des IT-Executive Summit, der am 10. und 11. September in München stattfindet.
(Bild: Alexandr Bakanov)

Es kommt nicht darauf an, die Zukunft zu kennen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“ Während Perikles, dem dieses Zitat zugeschrieben wird, sich im alten Athen dem Machtkampf mit Sparta, dem Wiederaufbau der Akropolis und der Neuordnung der Gerichtsbarkeit gegenüber sah, fragen sich Unternehmenslenker heute nach den richtigen Strategien angesichts geopolitischer Krisen, der Energiewende, dem Klimawandel und dem Fachkräftemangel. Wie kann man also „vorbereitet“ sein? Wie die Digitalisierung und KI nutzen, um Wirtschaftswachstum zu generieren? Für Santosh Wadwa, Vice President bei Fujitsu Deutschland ist klar: „Unternehmen müssen offen und flexibel auf Veränderungen reagieren. Die Vorteile der Digitalen Transformation liegen auf der Hand und sollten zur Chefsache erklärt werden. Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen ihre eigenen Stärken ausbauen und sich Experten für die unbekannten Bereiche hinzuziehen.“ Für Hartmut Husemann, Director Commercial and Consumer Channel bei HP Deutschland, kommt hinzu: „Gefragt sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sowie eine gesunde Portion Neugier. Als Hersteller gilt es, die Möglichkeiten neuster Technologien mit konkretem Kundennutzen zu verbinden.“

Interessant wird es, wenn KI für Prognosen und Analysen auf Basis eigener Daten genutzt wird. Wir haben Lösungen, die genau diese Aufgaben erfüllen.

Gerry Steinberger, Leiter Partner Ökosystem Deutschland, Hewlett-Packard Enterprise

Gerry Steinberger, Leiter Partner Ökosystem Deutschland, Hewlett-Packard Enterprise (Bild:  HPE)
Gerry Steinberger, Leiter Partner Ökosystem Deutschland, Hewlett-Packard Enterprise
(Bild: HPE)

Konkreter macht es Gerry Steinberger, Leiter Partner Ökosystem Deutschland bei HPE: „Wir haben erkannt, dass Unternehmen im Enterprise-Sektor mehr benötigen als – überspitzt dargestellt – die richtige Hardware, damit Künstliche Intelligenz einen Wettbewerbsvorteil bringt.“ Die Aufgabe ist also, Entscheidern möglichst viele Schritte auf dem Weg in die KI-gestützte Zukunft abzunehmen. „Für Entscheider wird es erst richtig interessant, wenn sie KI für Prognosen und Analysen auf Basis ihrer eigenen Datenpipeline nutzen können“, so Steinberger. Die Frage ist allerdings: Wie kommen Unternehmen an diesen Punkt? Hier setzt HP an, wie Husemann erläutert: „Unser umfassendes KI-­Schulungsprogramm für Partner wird sehr gut angenommen. Viele Partner nutzen die neue Technologie bereits – beispielsweise in der Analyse von historischen Kundendaten mittels KI. Damit ist es möglich, Kunden heute zielgerichtetere Angebote zu machen und Upselling-Potenziale zu nutzen. Parallel dazu entstehen neue KI-basierte Geschäftsmodelle. Doch auch abgesehen von KI entwickeln Hersteller sich weiter: „Lenovo hat beispielsweise in den letzten Jahren eine große Anzahl von Maßnahmen ergriffen, um auch in Zukunft als Keyplayer eine führende Rolle zu spielen, erläutert Dieter Stehle, General Manager bei Lenovo Deutschland. „Dazu gehört die Einführung von TruScale, das Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihre IT-Ressourcen bedarfsgerecht zu skalieren, ohne dass sie in Hardware oder Kapazitätsplanung investieren müssen.“ Zudem hat der Hersteller ein CO2-Ausgleichs­programm auf die Beine gestellt und adressiert Kunden heute über die neue Channel-Strategie ‚Lenovo 360‘. „Diese nutzt Synergien im Unternehmen und wahrt gleichzeitig den Bedarf an Spezialisierung, um Partner und Kunden noch besser zu betreuen.“

Wir leben im Zeitalter des ‚WIR‘.

Santosh Wadwa, Vice President und Head of Platform Business Deutschland, Fujitsu

Santosh Wadwa, Vice President und Head of Platform Business Deutschland, Fujitsu(Bild:  yveskrier.com)
Santosh Wadwa, Vice President und Head of Platform Business Deutschland, Fujitsu
(Bild: yveskrier.com)

Einen rigorosen Wandel durchläuft Fujitsu: „Nach eingehenden Marktanalysen haben wir uns zum April 2024 entschlossen, uns voll und ganz auf unser Datacenter-Geschäft zu fokussieren“, sagt Wadwa. „Wir haben eine Private-GPT-­Anwendung mit einem Hard- und Software-Stack als On-Premises-Lösung auf den Markt gebracht, unser Supercomputer Fugaku unterstützt in der Forschung, der ARM-Prozessor Monaka wird 2028 den Standard in Sachen Leistung und Energieeffizienz massiv anheben.“

Als Hersteller gilt es, die Möglichkeiten neuster Technologien mit konkretem Kundennutzen zu verbinden.

Hartmut Husemann, Director Commercial and Consumer Channel, HP Deutschland

Hartmut Husemann, Director Commercial and Consumer Channel, HP Deutschland(Bild:  HP)
Hartmut Husemann, Director Commercial and Consumer Channel, HP Deutschland
(Bild: HP)

Bei all dem Tempo hinsichtlich technologischer Neuerungen wird es für Unternehmen immer wichtiger, Mitarbeiter mit den richtigen Skillsets zu haben. Husemann betont: „Es geht nicht um neue Mitarbeiter. Lebenslanges Lernen ist wichtiger denn je, sowie die Bereitschaft, Veränderungen als Chance zu sehen. So entstehen Wettbewerbsvorteile. Diese Transformation in den Teams anzuleiten und eine gemeinsame Zielsetzung zu entwickeln ist eine wesentliche Aufgabe von Führungskräften.“ Für Steinberger wird gerade in Zeiten von KI die „menschenzentrierte“ Führung noch wichtiger. „Das bedeutet, dass Unternehmen auf Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Mitarbeiterförderung sowie eine offene Fehler- und Feedbackkultur setzen müssen, um passende Talente zu gewinnen und zu halten.“

Dieter Stehle, General Manager, Lenovo Global Technology Germany (Bild:  Lenovo)
Dieter Stehle, General Manager, Lenovo Global Technology Germany
(Bild: Lenovo)

Für Stehle führt der Weg über Talentmanagement, Schulungen und Weiterbildungen bis hin zu Mentoring-Programmen. Führungskräfte benötigen zukünftig „Positivität, müssen Potenziale erkennen können, ihr Team bei der persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützen, effektiv kommunizieren und in der Lage sein, eine vertrauensvolle Umgebung zu schaffen.“

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KI kann die Digitalisierung vorantreiben, indem sie datengetriebene Erkenntnisse liefert, die für strategische Entscheidungen unerlässlich sind.

Dieter Stehle, General Manager, Lenovo Global Technology Germany

Eine Kerbe, in die auch Wadwa schlägt: „Transformation braucht Visionen und Mut, aber auch Vertrauen. Erfolg stellt sich nur ein, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Deshalb braucht es eine klare Strategie, transparente Kommunikation und regelmäßige Feedbackrunden. Wenn der Mensch im Mittelpunkt der Transformation steht, dann gelingt diese auch.“

Executive Summit 2024

Unsere Welt ist zunehmend von komplexen Abhängigkeiten geprägt, die durch politische Systeme, globale Lieferketten und technologische Dominanz bestimmt werden. Künstliche Intelligenz, insbesondere GenAI, bringt transformative Möglichkeiten, aber auch neue Abhängigkeiten mit sich, die Organisationen herausfordern.

Auf dem 20. IT-EXECUTIVE SUMMIT werden führende Köpfe der IT-Branche und Experten zum Motto „Zwischen Souveränität und Dependenz – Strategien für eine resiliente Zukunft“ entwickeln.

Termin: 10. & 11. September 2024, Hotel Rosewood München

Infos zur Agenda & Teilnahme: auf der Website www.it-executive-summit.de

und via Mail an eva.kanzler@vogel.de

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