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Bitkom-Studie Startups, die Weltverbesserer

Autor: Lisa Jasmin Nieberle

Eine Bitkom-Studie unter mehr als 300 deutschen IT- und Internet-Startups legt die Motive für die Gründung eines Startups dar. Gut jeder dritte der befragten Gründer hatte dabei kein geringeres Ziel, als die Welt zu verbessern.

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Die Bitkom-Studie befragte mehr als 300 deutsche IT- und Internet-Startups unter anderem zu ihren Gründungsmotiven, Finanzierung oder ihrer Meinung zum aktuellen Koalitionsvertrag.
Die Bitkom-Studie befragte mehr als 300 deutsche IT- und Internet-Startups unter anderem zu ihren Gründungsmotiven, Finanzierung oder ihrer Meinung zum aktuellen Koalitionsvertrag.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Das Prinzip ist einfach: Es gibt ein Problem, aber noch keine Lösung – also muss eine eigene her. Für mehr als 70 Prozent der Gründer liegt das Hauptmotiv für eine Unternehmens-Gründung darin, dass sie eine Idee für ein Produkt oder eine Dienstleistung gerne selbst in die Tat umsetzen wollten. Auch der Gedanke daran, etwas Eigenes aufzubauen treibt die Gründer an (68 %), während 30 Prozent auf diese Weise ein Angestelltenverhältnis vermeiden wollen.

Motive für die Gründung eines Startups
Motive für die Gründung eines Startups
(Bild: Bitkom)

Gut jeden dritten Startup-Gründer bewegen edle Motive: 36 Prozent möchten mit ihrer Idee die Welt verbessern. „In Deutschland haben wir viele kluge Köpfe, viele gute Ideen, aber viel zu wenig Gründer. Es sollten mehr Menschen den Schritt von ihrer möglicherweise weltverändernden Idee zur Unternehmensgründung wagen“, meint Bitkom-Präsident Achim Berg. Gerade einmal 15 Prozent der Gründer wollen mit ihrer Idee reich und nur drei Prozent berühmt werden. Die Angst, dass man sonst keinen anderen spannenden Job gefunden hätte, ist für gerade einmal 2 Prozent der Befragten ausschlaggebend für die Gründung.

Weitere Kernaspekte des Bitkom Startup Reports 2018

  • Aktuell beschäftigt ein deutsches Startup im Schnitt 16 Mitarbeiter.
  • Startups werden eher weniger von Studierenden gegründet. Nur 11 Prozent der Befragten gründeten während des Studiums, 12 Prozent direkt nach dem Abschluss. Fast die Hälfte (43 %) wagen den Schritt aus einer abhängigen Beschäftigung heraus.
  • 93 Prozent (62% „Stimme voll und ganz zu“, 31% „stimme eher zu“) würden mit ihrer aktuellen Erfahrung wieder ein Startup gründen.
  • Fachkräftemangel im Startup: Bei 56 Prozent ist es bereits vorgekommen, dass eine Stelle nicht besetzt werden konnte, weil kein geeigneter Kandidaten gefunden wurde.
  • 4 von 10 Startups (43%) in Deutschland setzen bereits Künstliche Intelligenz ein, 33 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz.
  • 6 von 10 (61%) würden wieder in Deutschland gründen. US-Präsident Trump schreckt vor einer Gründung in Amerika ab: 2016 hätten noch 32 Prozent gerne in den USA gegründet, aktuell sind es nur noch 21 Prozent.
  • Unzufrieden mit der Politik: 9 von 10 Startups finden, dass nur wenige oder gar keine Maßnahmen für Startups aus dem Koalitionsvertrag auch wirklich in die Tat umgesetzt werden. Der Vertrag bekommt von Gründern in Hinbick auf seine Startup-Politik die Note „ausreichend“ (4,1).
  • Auch Startups haben mit der DSGVO zu kämpfen: Gerade einmal neun Prozent haben zum Stichtag (Erhebungszeitraum 13.03.2018 bis 30.04.2018) die Umsetzung komplett abgeschlossen.

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Über den Autor

 Lisa Jasmin Nieberle

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Redaktion IT-BUSINESS