IT-Trends 2025 Speichertechnologien von morgen

Von Margrit Lingner 4 min Lesedauer

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Fliegende Fahrzeuge, Drohnentaxen sowie Fortschritte bei KI und Quantencomputern gehören zweifellos zu den Trends 2025. Allerdings entscheidend werden nach wie vor die effiziente Speicherung, Verwaltung und Bereitstellung von Daten in Rechenzentrum, der Cloud und am Netzwerkrand sein.

Mit zunehmender Datenflut steigt der Bedarf an innovativen Speicherlösungen 2025 an.(Bild:  AI Art Hub - stock.adobe.com / KI-generiert)
Mit zunehmender Datenflut steigt der Bedarf an innovativen Speicherlösungen 2025 an.
(Bild: AI Art Hub - stock.adobe.com / KI-generiert)

Unabhängig davon, welche Innovationen und Trends das Jahr 2025 prägen werden: Ohne effizientes Speichern, Verwalten und Bereitstellen von Daten sind sie nicht denkbar. Und welche Speichertrends 2025 relevant sein werden, erklären Experten von Western Digital.

Fortgeschrittene KI-Modelle treiben das Speicherwachstum

Scott Hamilton, Senior Director Platforms Product Management and Marketing bei Western Digital(Bild:  Western Digital)
Scott Hamilton, Senior Director Platforms Product Management and Marketing bei Western Digital
(Bild: Western Digital)

Den Prognosen zufolge sollen die weltweiten Investitionen in KI 2025 auf etwa 158 Milliarden US-Dollar steigen. Doch setze das laut Scott Hamilton, Senior Director Platforms Product Management und Marketing bei Western Digital, Unternehmen unter Druck. Hamilton ist überzeugt, dass die Datenspeicherung zum entscheidenden Faktor für die Geschwindigkeit der KI-Lernprozesse wird. Er betont: „Unternehmen müssen daher den KI-Datenzyklus und die damit verbunden Speichermedien möglichst effizient gestalten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Art und Weise, wie Informationen erstellt, verwaltet und sicher sowie schnell zugänglich gemacht werden können.“

So arbeiten Speicherhersteller kontinuierlich an neuen Lösungen mit höherer Leistung, geringerem Stromverbrauch und größerer Kapazität, führt der Speicherexperte aus. „Durch innovative Technologien wie NVMe over Fabrics (NVMe-oF), was direkte GPU-Speicherzugriffs-Architekturen ermöglicht, oder 11-Disk-Plattformen für Festplatten (HDDs), werden Speicherlösungen stetig verbessert“, erklärt Hamilton.

Zweigleisige und hybride Speicherlösungen

Zaki Hassan, Director of Cloud Segment Marketing bei Western Digital(Bild:  Western Digital)
Zaki Hassan, Director of Cloud Segment Marketing bei Western Digital
(Bild: Western Digital)

Zaki Hassan, Director of Cloud Segment Marketing bei Western Digital, sieht, dass Unternehmen immer wieder neue Strategien entwickeln müssen, um die Datenverwaltung an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Schließlich befänden sich die Speicheranforderungen nicht zuletzt wegen der schnellen KI-Datenzyklen stetig im Wandel. Er erläutert: „Speicherlösungen mit hoher Kapazität (HDDs) legen den Schwerpunkt auf eine groß angelegte und kosteneffiziente Datenspeicherung, rechenoptimierter Speicher (SSDs) hingegen auf Geschwindigkeit und niedrige Latenzzeiten für leistungs- sowie zeitkritische Anwendungen. Viele Unternehmen benötigen beide Funktionen. Es reicht nicht länger aus, einfach White-Label-Laufwerke zu kaufen sobald der Speicherbedarf wächst. Die Lösungen müssen auf spezifische Anwendungsfälle zugeschnitten sein, um optimale Leistung und Effizienz zu gewährleisten.“

Bedarf an Edge- und Cloud-Speicher steigen

Russell Ruben, Director of Automotive and Emerging Segment Marketing bei Western Digital(Bild:  Western Digital)
Russell Ruben, Director of Automotive and Emerging Segment Marketing bei Western Digital
(Bild: Western Digital)

Fortschritte im Automotive-Bereich führen zu einer erhöhten Nachfrage nach Edge- und Cloud-Speicher. Gefragt seien da NAND-Flash-Speicher, erklärt Russell Ruben, Director of Automotive and Emerging Segment Marketing. Er führt aus: „Der Bedarf an NAND-Flash-Speichern in Fahrzeugen steigt mit der Implementierung von immer umfangreicheren Infotainmentfunktionen (IVI), fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) sowie der Entwicklung hin zum autonomen Fahren. Während die Verarbeitung einiger Daten für die Entscheidungsfindung in Echtzeit im Fahrzeug geschehen müssen, findet ein Großteil des Lernens und der Verbesserungen der Algorithmen in der Cloud statt. Sensordaten und neue Szenarien werden hochgeladen, um sie in der Cloud zu analysieren und neue, intelligentere KI-Algorithmen in einer kontinuierlichen Lernschleife remote auf das Fahrzeug zu übertragen.“

Nachhaltige Datenspeicherung

Uwe Kemmer, Director EMEA Field Engineering bei Western Digital(Bild:  Western Digital)
Uwe Kemmer, Director EMEA Field Engineering bei Western Digital
(Bild: Western Digital)

Effiziente und nachhaltige Datenspeicherung wird vor allem für Rechenzentren immer wichtiger. So glaubt Uwe Kemmer, Director EMEA Field Engineering bei Western Digital, dass bei jedem Unternehmen Nachhaltigkeitsinitiativen 2025 auf der Agenda stehen. Datacenter stünden aber vor der Herausforderung, den gesteigerten Datenstrom durch KI zu bewältigen. So rechnet die Bundesnetzagentur bis 2045 mit mindestens einer Verdoppelung, vielleicht sogar Verfünffachung des Stromverbrauchs in deutschen Rechenzentren. Umso wichtiger sei es, frühzeitig auf energieeffiziente Speichertechnologien zu setzen, um nachhaltig zu wirtschaften, ist Kemmer überzeugt. Seiner Ansicht nach, „zahlt es sich aus, alte HDDs und SSDs durch neue zu ersetzen. Besonders in Rechenzentren, in denen Festplatten rund um die Uhr in Betrieb sind, können Einsparungen bei Strom und Kühlung durch moderne Lösungen für signifikante Kostensenkungen sorgen. Darüber hinaus bieten Datenverwaltungspraktiken wie Deduplikation (ein Verfahren, das überflüssige Datenkopien entfernt und durch Verweise auf die Originaldaten ersetzt), Komprimierung, oder die Verwaltung des Datenlebenszyklus weitere Optionen, um effizienter zu speichern – ganz ohne Änderungen an der Hardware. Beim Aufbau oder der Überholung der Speicherinfrastrukturen ist es deshalb entscheidend zu wissen, welche Nachhaltigkeitsziele zu erreichen sind, um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.“

Das Ende der HDDs?

Dennoch hätten HDDs längst nicht ausgedient, erklärt Kemmer. Schließlich sollen 2025 weltweit etwa 188 Zettabyte (1.021 Byte) an Daten hinzukommen. Besonders Unternehmen seien daher auf die kontinuierliche Weiterentwicklung in der Festplattentechnologie angewiesen. Kemmer resümiert: „Die Implementierung von hochkapazitären HDDs hilft, große Datenmengen zu speichern und zeitgleich die Gesamtbetriebskosten (TCO) zu senken. Zwar kommen HDDs im Alltagsgebrauch von Privatpersonen heutzutage reduziert zum Einsatz. Berücksichtigt man aber die Investitions- und Betriebskosten eines Rechenzentrums, einschließlich Stromverbrauch, Wartung, Reparaturen und Anschaffungskosten, bieten Festplatten weiterhin die effizienteste Lösung. So können HDDs mit ihrer niedrigeren TCO die Rentabilität langfristig maximieren und werden für Unternehmen dadurch auch in Zukunft noch sehr relevant bleiben.“

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Agile Speicherlösungen von morgen

Welche es Neuerungen im Storage-Bereich 2025 geben wird, kann heute noch niemand mit Sicherheit sagen. Fest stünde aber: Rechenzentren und Speichermedien müssen sich weiterentwickeln, um den zunehmend dynamischen Anforderungen moderner Technologien gerecht zu werden. Denn letztendlich liegen jeder technischen Innovation Daten zu Grunde, sei es für die Erstellung, Verwaltung oder Bereitstellung der Ergebnisse. So sind die Speicherspezialisten von Western Digital der Überzeugung, moderne Datenspeicherung sei eine Voraussetzung für den Fortschritt in unserer Gesellschaft.

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