Berlin 6G Conference So sieht die Zukunft der Mobilfunktechnologie aus

Von Marvin Djondo-Pacham 2 min Lesedauer

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Auf der „Berlin 6G Conference“ diskutierten Experten über die Umsetzung des neuen Mobilfunkstandards. Hauptthemen der Konferenz: Sicherheit, Resilienz, Nachhaltigkeit sowie die internationale Zusammenarbeit.

Dr. Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), hält die Eröffnungsrede auf der „Berlin 6G Conference“. Er betont die Wichtigkeit von 6G für die technologische Zukunft.(Bild:  Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz)
Dr. Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), hält die Eröffnungsrede auf der „Berlin 6G Conference“. Er betont die Wichtigkeit von 6G für die technologische Zukunft.
(Bild: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz)

Im Berlin Congress Center wurde vom 1. bis 3. Juli über die Zukunft des Mobilfunks gesprochen. Rund 900 Teilnehmende aus aller Welt, darunter Afrika, Amerika und Asien, waren deshalb in Berlin zu Gast. Während der dreitägigen Konferenz tauschten sich führende Experten aus Forschung und Industrie über die Weiterentwicklung und Standardisierung des kommenden sechsten Mobilfunkstandards aus.

Einer von ihnen war Dr. Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). In seiner Eröffnungsrede erklärte Dr. Jungk, dass neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) zuverlässige und sichere Kommunikationsinfrastrukturen benötigen. Deshalb sei 6G ein entscheidender Ermöglicher zukünftiger Technologien.

Laut Dr. Jungk sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Staaten notwendig, um 6G erfolgreich umzusetzen. Die Teilnahme von Vertretern aus vielen Ländern zeige, wie international die Berlin 6G Conference ausgerichtet sei. Damit wachse das internationale Netzwerk eng zusammen. Nur gemeinsam könne man den Weg zu 6G schaffen.

Prof. Hans D. Schotten, Koordinator der „6G-Plattform“(Bild:  Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz)
Prof. Hans D. Schotten, Koordinator der „6G-Plattform“
(Bild: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz)

Auch Prof. Hans D. Schotten, Koordinator der vom Bundesforschungsministerium geförderten „6G-Plattform“, äußerte sich zuversichtlich. Laut Schotten sei die 6G-Standardisierung in den nächsten Jahren abgeschlossen. Die ersten 6G-Produkte sollen demnach noch vor Ende des Jahrzehnts auf den Markt kommen.

Er hob hervor, dass 200 der 900 Teilnehmenden Unternehmensvertreter seien. Das unterstreiche den Wissenstransfer aus der Forschung in die Wirtschaft. Zudem sollen ab diesem Jahr die vier deutschen 6G-Forschungshubs zu Transferhubs ausgebaut werden, um Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung zu bringen.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Die Zusammenarbeit sei ein zentrales Thema der diesjährigen Konferenz, betonte Schotten. Die Teilnehmer konnten sich auf der Ausstellungsfläche über den aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstand zu 6G informieren und austauschen. Viele Delegationen suchten explizit die Zusammenarbeit mit der deutschen 6G-Forschungsgemeinschaft.

Seit Beginn der 6G-Forschung im Jahr 2019 habe sich die Welt dramatisch verändert, so Schotten. Der Krieg in Europa, die verschärfte geopolitische Polarisierung und neue technologische Trends beeinflussten heute maßgeblich die Erwartungen an 6G.

Schotten zeigte sich überzeugt, dass 2025 den Beginn des 6G-Standardisierungsprozesses markieren werde. Erste Entscheidungen darüber, wie der Mobilfunk der Zukunft aussehen werde, sollen in diesen Jahr getroffen werden. Jetzt sei der Zeitpunkt, sich gemeinsam für Ziele wie Sicherheit, Resilienz und Nachhaltigkeit bei 6G einzusetzen.

Sicherheit, Resilienz und Nachhaltigkeit

Sicherheit und Resilienz seien im 6G-Design nicht länger nur ein Aspekt, sondern ein zentrales Designkriterium geworden, so Schotten. Dies spiegele sich in der Vielzahl der Sessions auf der Berlin 6G Conference wider, die sich gezielt mit der Widerstandsfähigkeit und Sicherheit zukünftiger Mobilfunknetze befassen. Auch Nachhaltigkeit bleibe ein zentrales Designkriterium bei 6G.

Es gehe nicht nur um die Verbesserung der Energieeffizienz, sondern auch um die Gestaltung von 6G als Enabler-Technologie, die durch intelligente Vernetzung, Echtzeitsteuerung und datengetriebene Optimierung einen messbaren Beitrag zur Nachhaltigkeit in Bereichen wie Industrie, Mobilität oder Landwirtschaft leisten könne.

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