Sicherheit in Fabriken ServiceNow und Siemens sichern OT-Umgebungen

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Siemens und ServiceNow wollen gemeinsam die Cybersicherheit in der Produktion stärken und die Integration von GenAI vorantreiben. Die Partnerschaft verbindet Siemens Sinec Security Guard mit der Workflow-Automatisierung von ServiceNow.

OT-Umgebungen werden immer häufiger mithilfe von GenAI beschützt.(Bild:  Midjourney/ KI-generiert)
OT-Umgebungen werden immer häufiger mithilfe von GenAI beschützt.
(Bild: Midjourney/ KI-generiert)

Siemens und ServiceNow bündeln ihre Kräfte, um die industrielle Produktion sicherer zu machen. Dazu gaben die Unternehmen heute im Rahmen des ServiceNow World Forums in München eine Partnerschaft bekannt. Ein zentrales Element dieser Zusammenarbeit ist die Operational Technology Service Management (OTSM) Suite von ServiceNow. Diese Suite ermöglicht es Unternehmen, ihre betrieblichen Technologieumgebungen zu verwalten und abzusichern, indem sie IT- und OT-Workflows integriert, Echtzeit-Transparenz schafft und Prozesse auf dem Shopfloor automatisiert. Eine wichtige Komponente ist die OT Vulnerability Response (OT VR), die durch den Einsatz des Sinec Security Guard von Siemens erweitert wird. Dies soll für eine schnellere Identifizierung und Behebung von Schwachstellen in OT-Geräten sorgen.

Integration von Industrial Copilot

Der Siemens Industrial Copilot spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle in der Partnerschaft bei der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine in der Produktion. Er wird nun in die ServiceNow-Plattform integriert und bietet Unternehmen eine bessere Transparenz über betriebliche Abläufe, indem er Maschinendaten (statisch und dynamisch) für eine präzisere Steuerung und Überwachung nutzt. Der Copilot unterstützt Mitarbeitende, indem er ihnen detaillierte Anweisungen und Empfehlungen in natürlicher Sprache gibt, was die Handhabung von Prozessen vereinfachen und die Effizienz steigern soll.

Zunehmende Bedrohung für OT-Systeme

Es gibt ausreichend Anreize für die beiden Unternehmen, auf dem Gebiet der OT-Sicherheit weiter aktiv zu bleiben. Laut einer Prognose von ABI Research wird der Markt für industrielle Cybersecurity bis 2028 auf 21,6 Milliarden US-Dollar anwachsen, getrieben durch zunehmende Digitalisierung in der Industrie. Besonders starkes Wachstum wird bei Netzwerksicherheit und Segmentierungstechnologien erwartet. Diese Entwicklungen überraschen wenig, da Industrieanlagen durch die steigende Anzahl von IoT-Geräten und Sensoren zunehmend anfällig für Cyberangriffe werden. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten steigt die Nachfrage nach Sicherheitslösungen, besonders in Branchen wie Öl, Gas und Fertigung. Für die notwendigen Sicherheitslösungen wird zunehmend auch generative KI eingesetzt: „Unsere Zusammenarbeit mit Siemens ist ein entscheidender Schritt, um die OT-Netzwerksicherheit zu verbessern und den Einsatz generativer KI in der Produktion weiter auszubauen“, so Cathy Mauzaize, President EMEA bei ServiceNow. Ziel der Partnerschaft sei es, Fabriken in die Lage zu versetzen, schneller auf potenzielle Sicherheitsbedrohungen zu reagieren und ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten.

Auch Rainer Brehm, CEO Factory Automation bei Siemens, sieht in der Zusammenarbeit eine Chance für die Industrie: „Das Siemens-Xcelerator-Portfolio mit Sinec Security Guard und dem Siemens Industrial Copilot sowie ServiceNows Automatisierungsfunktionen erlauben Kunden, schnellere und intelligentere Entscheidungen zu treffen. Unsere Zusammenarbeit ist ein wichtiger Meilenstein bei der Sicherung von OT-Umgebungen und beim künftigen Einsatz modernster KI-Technologie direkt auf dem Shopfloor“, so Brehm.

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