Lenovo Produktionsstätte in Ungarn Server aus Europa für Europa

Von Margrit Lingner 2 min Lesedauer

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Mit Servern und Workstations made in Europa für Europa wollte Lenovo mehr Produkt- und Lieferkettenkontrolle – in Zeiten von wachsenden geopolitischen Spannungen und drohenden Handelskriegen eine weitsichtige Entscheidung.

Seit der Eröffnung der Lenovo-Produktionsstätte in Ungarn sind inzwischen 1,8 Millionen Workstations und Server vom Band gelaufen. (Bild:  Vogel IT-Medien)
Seit der Eröffnung der Lenovo-Produktionsstätte in Ungarn sind inzwischen 1,8 Millionen Workstations und Server vom Band gelaufen.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Zu Corona-Zeiten gebaut, zeigt sich jetzt, dass die Entscheidung strategisch ebenso vorausschauend wie richtig war. 2022 hat Lenovo die erste Produktionsstätte in Europa in der Nähe der ungarischen Hauptstadt Budapest eröffnet. Der Technologie-Konzern wollte damit nicht nur Transportwege und -kosten reduzieren. Vielmehr ließen sich so Lieferketten besser kontrollieren und Kunden schneller bedienen. Und das macht sich heute bezahlt.

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Seit der Eröffnung der Produktionsstätte in Ungarn sind inzwischen 1,8 Millionen Workstations und Server vom Band gelaufen. Ausgeliefert wurden sie an insgesamt 2.500 Kunden in 70 Ländern. Dabei können täglich mehr als 1.000 Server und 4.000 Workstations gefertigt werden. Doch mag das „Band“ etwas in die Irre führen. Schließlich arbeiten über 1.000 Mitarbeiter in der Lenovo-Fabrik. Und die Computer, die die Produktionsstätte verlassen, sind denkbar unterschiedlich speziell nach Kundenwünschen angefertigt. Workstations werden mit den unterschiedlichsten Hardware-Ausstattungen zusammengestellt, Business-Desktops und Edge-Computer konfiguriert, luft- oder wassergekühlte Server ebenso zusammen geschraubt wie Hochleistungscomputer etwa für Leibniz Supercomputing Center in Deutschland. Auf Kundenwünsche und -anforderungen schnell einzugehen, war eines der Ziele, die der Tech-Gigant mit der Produktionsstätte in Europa verfolgte.

„Mit unserer Fertigungsanlage in Budapest bieten wir unseren Kunden in Europa maßgeschneiderte Lösungen aus dem Server- und Workstation-Bereich, die qualitativ hochwertig und schnell verfügbar sind,“ erklärt Mirco Krebs, Vice President und General Manager DACH. Lenovos Deutschlandchef führt weiter aus, dass die geografische Nähe Lieferzeiten verkürzt und „Transportkosten erheblich reduziert. Gleichzeitig profitieren Kunden von einem reibungslosen Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union, da keine Zollbarrieren den Handel verzögern.“

Zu den weiteren Vorteilen des Standorts in Europa gehört die genaue Überwachung der gesamten Lieferkette, teilt Werksleiter Szabolcs Zolyomi mit. Begleitend zur Produktion und Lieferung der Geräte biete Lenovo Lieferketten-Services. Sie umfassen neuerdings auch Testmöglichkeiten für Kunden.

„Deutsche Kunden aus dem Rechenzentrumsumfeld können sich beispielsweise vor Ort beraten lassen und geplante Workloads auch direkt auf den neuesten Systemen testen, um Konfigurationen an ihre spezifischen Anforderungen anzupassen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen,“ unterstreicht Krebs.

Außerdem kümmern sich die Ungarn um umweltfreundliche Verpackungen und um die Lieferung inklusive der letzten Meile, also bis zur Haustür. Dabei erfolgt das Verladen der fertigen Produkte auf LKWs KI-gesteuert so, dass die Lieferungen an die Zielorte optimiert werden, betont der ungarische Fabrikchef. Und nicht zuletzt übernehme Lenovo auch das Recycling von Geräten. Neben der Fertigungshalle in Budapest gibt es dazu ein eigenes Aufbereitungs- und Recyclingzentrum. Wieder aufbereitete Computer werden schließlich über Partner und Refurbisher in den Kreislauf zurück geführt.

So resümiert der Deutschlandchef, leiste Lenovo „durch die europäische Fertigung einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit: Kürzere Transportwege bedeuten eine Reduzierung des CO₂-Ausstoßes und unterstützen somit umweltfreundliche Geschäftsmodelle.“

Darüber hinaus ist die Fabrik in Ungarn mit Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 3 Megawatt und einem smarten Gebäudemanagementsystem ausgestattet, betont Zolyomi. Das Gebäudemanagement sorge unter anderem dafür, dass in der Fertigungshalle und im Logistikbereich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Anlagenzustand überwacht und optimiert werden.

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