Garantierte Virenfreiheit mit automatischem Sandboxing Security-Anbieter Comodo startet in Deutschland durch
Der amerikanische Security-Spezialist Comodo kommt nach Deutschland: mit Karl Hoffmeyer als Senior Channel Sales Manager DACH, einem großen Cebit-Auftritt und einem bemerkenswerten Statement.
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Hundert Prozent Sicherheit kann es nicht geben, sagen praktisch alle, die sich mit IT-Security auskennen. Der IT-Security-Anbieter Comodo hält trotzdem dagegen. 3.000 Euro zahlt das US-amerikanische Unternehmen jedem Kunden, der in seinem Netzwerk trotz installierter und eingeschalteter Comodo-Lösung noch Malware entdecken sollte und dadurch einen Systemausfall hat. Selbst bei den privaten Endverbrauchern gibt man sich selbstbewusst. Consumer, die Comodo auf ihren Rechnern aktiviert haben und trotzdem von digitalen Schädlingen heimgesucht werden, erhalten 300 Euro beim Schadensfall.
Mehr als ein Sandkastenspiel
Voraussetzung ist in jedem Fall allerdings, dass die Hersteller-eigene Sandbox-Technologie eingeschaltet wurde. „Sie ist der zentrale Baustein in der Kette der Malware-Abwehrmechanismen“, klärt Karl Hoffmeyer, Senior Channel Sales Manager DACH bei Comodo, im Gespräch mit IT-BUSINESS auf. Für die so genannte „Automatic Sandbox“ hält der Hersteller derzeit über 20 Patente.
Bei der Malware-Bekämpfung kommt die Sandbox zum Einsatz, nachdem ein ins Netzwerk eingehendes Programm mit der White- und Blacklisting-Datenbank abgeglichen wurde. Alle Programme, die nicht „white-„ oder „black-gelistet“ sind, kommen automatisch in die Sandbox,. Über ein zentrales Management lassen sich eigene Policies und Templates definieren, mit denen das Verhalten des untersuchten Codes abgeglichen werden kann. Dabei lassen sich auch mögliche Auswirkungen auf das System simulieren. Insgesamt durchläuft eine Software bei Comodo neun verschiedene Security-Layer, bevor sie ins Netzwerk hereingelassen wird.
Blockieren statt erkennen
„Wir wollen nicht das fünfunddreißigste Erkennungs-Tool am Markt sein“, gibt Hoffmeyer sich selbstbewusst. Statt unbekannte und schädliche Programme zu erkennen, wie es die anderen machen, wolle man vielmehr die verdächtigen Dateien von vornherein aus dem Unternehmensnetz ausschließen. „Unsere Strategie fußt auf einer Kombination aus Prävention und automatischer Isolation“, sagt Hoffmeyer.
So verfügt beispielsweise die Unternehmenslösung „Comodo Endpoint Security Manager 3“ zusätzlich zur Firewall über ein integriertes IPS (Intrusion Prevention System), das Abwehrmaßnahmen vollautomatisiert einleitet, wenn ohne Berechtigung auf den Endpoint zugegriffen wird.
Indirekter Vertrieb
Diese Lösung als auch die „Internet Security Pro 6 für Privat-Anwender und kleine Netzwerke sowie das kostenlose Basisprogramm „Comodo Antivirus“ sind derzeit über den Distributor Sysob erhältlich. Laut Hoffmeyer wird der Vertrieb zu hundert Prozent indirekt abgewickelt. Im Rahmen der Partnerschaft, die Anfang dieses Monats beschlossen wurde, übernimmt Sysob auch Marketing und Support von Comodo.
Dies dürfte allerdings erst der Startschuss sein. Insgesamt bietet Comodo ein stattliches Security-Portfolio sowohl für Enterprise- als auch Endkunden an. Comodo hat aktuell etwa 1.350 Mitarbeiter, wovon rund 900 in Forschung und Entwicklung tätig sind. Mit seinen SSL-Lösungen verfügt Comodo nach eigenen Aussagen über einen weltweiten Marktanteil von etwa 40 Prozent. □
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