AMD Radeon RX 9000 Schnelleres Gaming mit RDNA 4

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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AMD kündigt eine neue Generation der Radeon-Grafikkarten an. Die auf der RDNA-4-Architektur basierenden RX 9070 XT und RX 9070 sollen beim Raytracing doppelt so schnell sein, wie ihre Vorgänger. Die Karten kommen diesmal ausschließlich von Board-Partnern.

Nur ein Renderbild: AMD wird selbst keine RX-9000-Karten verkaufen, sondern überlässt das Board-Partnern wie Sapphire.(Bild:  AMD)
Nur ein Renderbild: AMD wird selbst keine RX-9000-Karten verkaufen, sondern überlässt das Board-Partnern wie Sapphire.
(Bild: AMD)

Bei GPUs für Gaming-Grafikkarten ist Nvidia derzeit mit weitem Abstand der führende Hersteller. Mit einer neuen Radeon-Generation will AMD hier den Umschwung schaffen. Als erste Vertreter schickt der Chiphersteller die Radeon RX 9070 und deren leistungsfähigeres Schwestermodell RX 9070 XT ins Rennen.

Beide Karten basieren auf neuen Navi-48-GPUs mit RDNA-4-Architektur. Die GPU auf den 9070-XT-Karten verfügt dabei über 64 Compute Units mit insgesamt 4.096 Stream-Prozessoren, bei der günstigeren 9070 sind 56 CUs mit 3.584 Stream-Prozessoren aktiv. Beide Karten sind mit 16 GB GDDR6 bestückt. Ein bei beiden GPU 64 MB großer Infinity Cache beschleunigt die Speicherzugriffe.

Im Vergleich zur RDNA-3-Generation verspricht AMD eine um 40 Prozent höhere Gaming-Performance. Bei Spielen mit Raytracing-Unterstützung soll der Durchsatz pro Recheneinheit sogar doppelt so hoch sein. Damit sollen die RX-9070-Katzen mit Nvidias RTX 5070 und die RX-9070-XT-Modelle mit der RXT 5070 Ti konkurrieren.

Spezifikationen der AMD Radeon RX-9000-Serie

Modell Compute Units Speicher GPU-Takt (GHz) Boost-Takt (GHz) Speicherinterface Infinity Cache Leistungsaufnahme
AMD Radeon RX 9070 XT

64 16 GB GDDR6 2.4 Up to 3.0 256-bit 64 MB 304W
AMD Radeon RX 9070 56 16 GB GDDR6 2.1 Up to 2.5 256-bit 64 MB 220W

FSR 4 und KI-Beschleuniger

Die Upscaling-Technologie FidelityFX Super Resolution Technology 4 (FSR 4) setzt nun ebenso wie Nvidias DLSS und Intels XeSS auf KI und soll mittels Machine Learning eine bessere Bildqualität ermöglichen. Zum Start der Karten sollen laut AMD schon mehr als 30 Spiele FSR 4 unterstützen. Für KI-Anwendungen soll die neue GPU ebenfalls besser geeignet sein, etwa durch die Unterstützung neuer Datentypen wie FP8 und schnelleres Inferencing. Die Radiance Display Engine liefert nun einen Support für DisplayPort 2.1b und HDMI 2.1b mit bis zu 144 Hz bei 8K-Auflösung und 12-bit HDR.

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RX-9000-Karten von Sapphire

Sapphire gehört zu den loyalsten Board-Partnern von AMD und schickt gleich eine ganze Reihe von RX-9070-XT- und RX-9070-Karten an den Start. Das ausgefeilteste Kühlsystem und die höchste Leistung liefern dabei die Nitro+-Modelle mit bis zu bis zu 3.060 MHz Boost-Takt bei der Nitro+ AMD Radeon RX 9070 XT. Die Karte und auch die Nitro+-Variante der RX 9070 verfügen über drei mit Doppelkugellagern ausgestattete Lüfter, die sich schnell demontieren lassen, um si von Staub zu befreien.

Der Kühlkörper mit den Lüftern wird durch einen Rahmen aus kaltgewalztem Stahl mit der Platine verbunden, die Wärmeableitung von der GPU übernehmen laut Sapphire optimierte Verbund-Heatpipes. Eine Besonderheit der Nitro+ ist die 2-lagige Backplate aus Metall. Die zweite, magnetisch befestige Backplate kann abgenommen werden und gibt den versteckten, aus zwei 6-poligen Buchsen bestehenden 12-V-PCIe-Stromanschluss frei. Das soll bei Rechnern mit Seitenfenster im Gehäuse für ein sauberes, aufgeräumtes Innenleben sorgen. Eine steuerbare RGB-Beleuchtung ist ebenfalls vorhanden.

Mit einem weißen Gehäuse und ebenfalls weißen Lüftern ist die Pure-Serie bestückt. Die Karten warten ebenfalls mit der Tri-X-Kühltechnologie der Nitro+-Modelle und einer RGB-Beleuchtung auf, takten allerdings etwas niedriger. Der Metallrahmen und die doppelte Backplate mit dem versteckten Stromanschluss fehlen hier.

Den Einstieg in die neue RDNA-4-Generation von Sapphire bieten die Pulse-Modelle. Mit zwei Lüftern ist das RX-9070-Modelle der Pulse-Serie ausgerüstet, während die längere und mit 3-Slot statt 2,5-Slot auch dickere XT-Variante mit drei Lüftern aufwartet. Die Verbund-Heatpipes und eine Metall-Backplate gehören aber auch hier zur Ausstattung.

Für die Hardware-Überwachung, Grafik- und Übertaktungsoptionen sowie die Steuerung der Beleuchtung kommt eine neue Version der Software TriXX mit verbesserter Benutzeroberfläche und zusätzlichen Funktionen.

Die Karten sind ab sofort verfügbar, die empfohlenen Verkaufspreise nennt Sapphire noch nicht. AMD stellt hier 698 Euro für die 9070 XT und 629 Euro für die 9070 in Aussicht.

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