Mit der umfassenden Einbettung von SAP Joule, der tiefen Integration in Microsoft 365 Copilot, neuen generativen KI-gestützten Anwendungen und erweiterten Analysefunktionen will SAP die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, grundlegend verändern.
Joule integriert sich als KI-Assistent in verschiedene Anwendungen von SAP.
(Bild: SAP)
SAP Joule entwickelt sich zunehmend zur zentralen Schnittstelle für KI-gestützte Interaktionen in SAP-Systemen. Als natürlicher Sprachassistent erleichtert Joule die Navigation durch SAP-Lösungen und automatisiert viele Arbeitsprozesse, ohne dass Nutzer zwischen Anwendungen wechseln müssen. In der SAP Sales Cloud ermöglicht Joule zum Beispiel die automatische Erstellung von Kundenprofilen und generiert Produktempfehlungen, indem der Assistent Informationen aus SAP Sales Cloud und SAP S/4HANA Cloud kombiniert.
Joule übernimmt die Steuerung in vielen Bereichen der SAP-Lösungen
Joule kann zudem manuelle Prozesse im Finanz- und HR-Bereich optimieren. In SuccessFactors übernimmt Joule 80 Prozent der wiederkehrenden Aufgaben und hilft bei der Personalplanung durch KI-gestützte Workforce-Analysen. Auch in der Rechnungsprüfung kommen generative KI-Funktionen zum Einsatz: SAP Finmatics ordnet Rechnungen automatisch den richtigen Kostenstellen zu und beschleunigt den Freigabeprozess.
Darüber hinaus wurde Joule für mobile Anwendungen optimiert. Über SAP Mobile Start können Anwender per Sprachbefehl auf Unternehmensdaten zugreifen, Produktionsprozesse überwachen oder Wartungsaufträge erstellen. Die mobile Nutzung wird durch kleinere On-Device-KI-Modelle unterstützt, die Sicherheit und Datenschutz verbessern.
SAPs KI-Strategie für die Zukunft: Agentenbasierte KI und Prozessintelligenz
Eine der neuesten Entwicklungen in SAPs KI-Strategie ist die Einführung agentenbasierter Künstlicher Intelligenz. Joule nutzt spezialisierte KI-Agenten, die autonom zusammenarbeiten, um komplexe Geschäftsprobleme zu lösen. Diese Agenten ermöglichen eine tiefere Automatisierung und eine verbesserte Entscheidungsfindung, indem sie eigenständig Informationen aus verschiedenen SAP-Systemen und externen Quellen analysieren. Zusätzlich bietet SAP mit der neuen Generative AI Suite in BTP ein erweitertes Toolset für Unternehmen, um eigene KI-Modelle zu orchestrieren, Daten sicher zu maskieren und maßgeschneiderte KI-gestützte Prozesse zu entwickeln.
Tiefe Integration mit Microsoft 365 Copilot und anderen Drittanbietern
Eine weitere Funktion von SAP Joule ist die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Drittanbieter-Lösungen. Es gibt zum Beispiel eine enge Verknüpfung mit Microsoft 365 Copilot. Unternehmen können nahtlos zwischen SAP- und Microsoft-Anwendungen arbeiten. Zum Beispiel analysiert Joule Outlook-Kalenderdaten und schlägt automatisch geeignete Termine vor. In Microsoft Teams lassen sich SAP-Daten abrufen, sodass Mitarbeiter direkt auf Verkaufszahlen oder Budgets zugreifen können, ohne separate Berichte erstellen zu müssen.
Zusätzlich lassen sich Drittanbieter-Tools wie Workday, ServiceNow oder Salesforce über Joule Studio in SAP einbinden. Unternehmen können benutzerdefinierte KI-Funktionen erstellen, um Daten aus verschiedenen Systemen zusammenzuführen. Das macht SAP Joule zu einer flexiblen Plattform für KI-gestützte Prozessoptimierung über Unternehmensgrenzen hinweg.
SAP Business AI: Mehr als nur Automatisierung
SAP setzt nicht nur auf Prozessautomatisierung, sondern integriert generative KI direkt in seine Geschäftsplattformen. Die SAP-Business AI-Infrastruktur umfasst den Generative AI Hub, der KI-Modelle von Partnern wie Nvidia, OpenAI, Mistral und Amazon Bedrock unterstützt. Dadurch können Unternehmen maßgeschneiderte KI-Modelle trainieren und in ihre Workflows integrieren.
In der Fertigung ermöglicht SAP Business AI zum Beispiel die automatisierte visuelle Inspektion von Produktionslinien. Durch KI-gestützte Fehlererkennung können Unternehmen Qualitätsstandards besser einhalten und Produktionsausfälle reduzieren. Im Supply Chain Management nutzt SAP Business AI prädiktive Analysen, um Engpässe frühzeitig zu identifizieren und alternative Lieferquellen vorzuschlagen.
Erweiterungen mit Joule Studio und KI-gestützte ABAP-Entwicklung
Mit Joule Studio können Unternehmen eigene KI-Skills entwickeln und ihre SAP-Systeme individuell erweitern. Dank Low-Code- und No-Code-Tools lassen sich Prozesse anpassen und Drittanbieterdaten integrieren. Dies erleichtert die Automatisierung komplexer Workflows und verbessert die Anpassungsfähigkeit von SAP-Systemen an unternehmensspezifische Anforderungen.
Stand: 08.12.2025
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SAP setzt zudem verstärkt auf KI-gestützte Softwareentwicklung. Das neue ABAP Large Language Model analysiert und generiert ABAP-Code, wodurch die Entwicklungszeit um bis zu 30 Prozent reduziert werden kann. In Eclipse erhalten Entwickler durch „Ghost Text“ Echtzeit-Codevorschläge, die automatisch den Kontext berücksichtigen.
HANA Cloud Knowledge Graph: Strukturierte Daten intelligent nutzen
Eine weitere Neuerung ist der SAP Knowledge Graph, der als semantische Verbindung zwischen natürlicher Sprache und den strukturierten Daten von SAP-Systemen dient. Der Knowledge Graph umfasst mehr als 450.000 ABAP-Tabellen, 80.000 CDS-Views und über sieben Millionen Attribute. Unternehmen können damit komplexe Zusammenhänge in Echtzeit analysieren und KI-gestützte Geschäftsentscheidungen treffen.
Die SAP HANA Cloud Knowledge Graph Engine ergänzt die bestehende HANA Cloud Vector Engine und ermöglicht neue Anwendungen im Bereich semantischer Suche, Informationsabfrage und Predictive Analytics. Das erleichtert die Integration von KI in bestehende SAP-Umgebungen und optimiert datenbasierte Geschäftsprozesse.
SAP Integration Suite und neue KI-Funktionen für Geschäftsprozesse
Die SAP Integration Suite wurde um KI-gestützte Empfehlungen erweitert. Unternehmen erhalten Vorschläge zur Prozessoptimierung und können Workflows automatisiert anpassen. Auch die SAP Analytics Cloud profitiert von neuen KI-Funktionen: Mit SAP Compass können Unternehmen Risiken besser analysieren und Finanzprognosen präziser erstellen. Zusätzlich bringt SAP mit SAP Datasphere neue Data-Lake-Funktionen, die eine schnellere und effizientere Verarbeitung großer Datenmengen ermöglichen. Unternehmen können dadurch ihre Datenstrategie optimieren und Business-Intelligence-Prozesse vereinfachen.
Herausforderungen und Risiken bei der Nutzung von KI in SAP
Trotz der zahlreichen Vorteile von KI in SAP-Lösungen stehen Unternehmen vor Herausforderungen. Eine der größten Hürden ist die Qualität und Verfügbarkeit der Daten. KI-Modelle benötigen umfassende, saubere und aktuelle Daten, um präzise Vorhersagen und Entscheidungen zu treffen. Dateninkonsistenzen oder fragmentierte Datenquellen können die Effektivität von KI erheblich beeinträchtigen, das gilt auch in SAP.
Ein weiteres Risiko ist die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von KI-gestützten Entscheidungen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die von Joule und anderen KI-Tools generierten Empfehlungen nachvollziehbar und überprüfbar sind, um regulatorische Anforderungen und ethische Standards einzuhalten. Zudem stellt der Datenschutz eine große Herausforderung dar. KI-Modelle greifen auf sensible Unternehmens- und Mitarbeiterdaten zu, was strenge Sicherheits- und Compliance-Richtlinien erfordert. Die Einhaltung der DSGVO und anderer Datenschutzvorgaben muss sichergestellt werden, insbesondere bei cloudbasierten SAP-Lösungen.
Nicht zuletzt erfordert die Einführung von KI in Unternehmen eine strategische Anpassung der Arbeitsweise. Mitarbeiter müssen geschult und in den Wandel eingebunden werden, um die Akzeptanz und effektive Nutzung der Technologie zu gewährleisten. Ohne eine klare Strategie kann die Einführung von KI mehr Kosten als Nutzen verursachen.