Bestandskunden- versus Neukundengeschäft Sage Software findet Lösung in der Margen-Kontroverse
Bei Zielkonflikten muss man aufeinander zugehen. Matthias Schneider, SMB-Chef bei Sage Software, scheint den gordischen Knoten zerschlagen zu haben: Nach Anpassungen der Kriterien im Margenmodell und Zugeständnissen dem Channel gegenüber, kommen positive Signale aus der Partnerlandschaft.
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Zwischen Hersteller und dem Channel gibt es eine wechselseitige Abhängigkeit: Systemhäuser und IT-Dienstleister sind davon abhängig, dass die Konditionen für Partner ein einträgliches Geschäft ermöglichen und der Hersteller ist darauf angewiesen, dass Vertriebspartner ihren Job engagiert machen.
Beim Anbieter Sage Software und seinem Channel ist das nicht anders. Allerdings hat es Zielkonflikte zwischen Sage und den Partnern gegeben. Im Oktober vergangenen Jahres wurden Anpassungen im Margen- und Bonus-Systems namens „Leo“ angestoßen, die aus der Sicht einiger Partner einen zu starken Wachstumsfokus forderten und dabei das Bestandskundengeschäft zu wenig honorierten.
Der eingetragene Verein „Business Partner Mittelstandssoftware“ (BPM) vertrat dabei die Interessen seiner Mitglieder (siehe Kasten: „Die Kontroverse“).
Neue Regeln

Wachstumsbonus
Wie werden die Partnermargen denn nun im neuen, einheitlichen Margenmodell für ERP, Personal-Software und CRM berechnet?
Bis zu 50 Prozent Marge auf den Lizenzpreis verspricht Sage dem Channel. Diese setzt sich aus einer maximal 40-prozentigen Basismarge und einem 10-prozentigen Wachstumsbonus zusammen. Den Wachstumsbonus gibt es obendrauf, wenn ein auf dem Vorjahresquartal basierendes Wachstumsziel erreicht wurde. Für das Folgequartal wird dann der Wachstumsbonus ausgeschüttet.
Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu den neuen Kriterien zur Margenberechnung und eine Stellungnahme aus dem Sage-Partner-Verein BPM e. V.
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