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„Qualitätsmanagement ist so was von 90er“

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Kontrollverlust

Doch damit habe ich ja noch keine Kontrolle über den Controller. Denn die Verwaltungs-Tools ließen sich nicht Installieren. Unter der Windows-Konsole musste ich erfahren, dass die Tools für ASM und Maxview nicht koexistieren können. Auch die Agentinstallation unter Xen ging schief. Hier liegen Marketing-Geschrei, Preis der Hardware und die Installationsrealität weit auseinander. Laut Adaptec-Support wird vielleicht ab März die Version unterstützt.

Problem: Updates

Das heißt, wir können das System jetzt mit Beta-Treibern ohne Verwaltungsoberfläche betreiben (was im Fehlerfall los ist, brauche ich hier wohl nicht näher zu erläutern). Zum Schluss dann mein Lieblings-Updater, dem es völlig egal ist, ob nach dem Update noch etwas läuft. Java, die wandelnde Security-Lücke beglückt uns fast wöchentlich mit Updates. Nun müsste man jede App oder jedes Webinterface überprüfen, ob es noch läuft. Da man dies nicht tut (Asche über mein Haupt) fallen einem die neuen Fehlfunktionen leider nicht immer direkt auf. In Kombination mit den ebenfalls wöchentlichen Browserupdates erhöht sich die Komplexität der Fehleranalsye exponentiell.

Alle Fehler und Ärgernisse aufzulisten würde den Rahmen hier sprengen. Doch es kann nicht sein, dass wir beim Kunden den Preis für das schlechte QM der Hersteller bezahlen müssen. Denn wenn ich meine Zeit jetzt wieder mit nachpatchen von Fehlern oder dem Retten von ehemals stabil laufenden Systemen verbringen muss, dann bleibt für die eigentlichen Ziele zu wenig Zeit übrig.

Gewolltes „tot-patchen“

Ich kann den Herstellern nur empfehlen sich wieder in der Tradition des Kaizen ( Erklärung siehe Kasten) zu üben und ihre wortgewaltig verkündeten Partnerschaften auch zum Wohle der Kunden einzusetzen. Denn damit wir unseren Job beim Kunden richtig machen können, muss ich mich auf die laufende Infrastruktur verlassen können. Wir konzentrieren uns beim Kunden auf Prozesse sowie strategische Entwicklung und die Hersteller verfallen wieder in die alten Muster, uns Steine in den Weg zu legen.

Eine vernünftige QM im Produktionsprozess zu integrieren ist kein Hexenwerk und wird leider immer mehr der Marketing­maschinerie geopfert. Und in meiner bösartigen Gedankenwelt manifestiert sich der Gedanken, dass uns ein paar der Verdächtigen weichkochen und unsere Kunden in die Cloud treiben wollen, indem sie sie tot-patchen. Ich bin sicher, dass dies von offizieller Seite natürlich bestritten wird und die Reserve-Pofallas der IT auch die Patch-Krise für beendet erklären. □

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