Westcon-Comstor Partnerkonferenz 2023 Positive Bilanz und große Ambitionen

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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„Wir haben unsere Ziele deutlich übertroffen“, zieht Robert Jung, Managing Director bei Westcon Group Germany, positive Bilanz. Die letzten beiden Jahre seien von Auftragseingängen dominiert worden und coronabedingte Impulse hielten weiter an.

Robert Jung (re.) und Jens Tamm mit Matthias Zacher (li.) während der Partnerkonferenz in Paderborn.(Bild:  Westcon-Comstor)
Robert Jung (re.) und Jens Tamm mit Matthias Zacher (li.) während der Partnerkonferenz in Paderborn.
(Bild: Westcon-Comstor)

Breakout Sessions mit einzelnen Herstellern, die IT-Branche in Zahlen, Videos und Ansprachen zum Thema Nachhaltigkeit, Gewinnspiele, ein Livehacking – und das alles im größten Computermuseum der Welt. Westcon-Comstor veranstaltete die diesjährige Partnerkonferenz im Heinz Nixdorf Museumsforum in Paderborn. Hersteller sowie Partner hatten dabei nicht nur Gelegenheit zum Informationsaustausch, sondern konnten durch eine Museumsführung tiefer in die Geschichte der Technologie eintauchen.

IT-Security als Schwerpunkt

Das letzte Jahr sei für Westcon-Comstor gut gelaufen – eine gute Auftragslage und der Produktionsstau habe sich gelöst. Zudem beobachte man weiterhin Investitionen im Bereich Homeoffice, bei Netzwerken und es gäbe nach wie vor Bedarf, den IT Security Markt nachzurüsten. „NIS2 ist ein Stichwort im Security Bereich neben XDR und SASE. Das sind die großen Themen, um die wir uns verstärkt kümmern“, erklärt Jung in einem Gespräch. Fragen rund um dieses Thema wie die Cloud oder Lizenzbeschaffungen seien für Westcon-Comstor sowohl als Hersteller als auch als Distributor von Bedeutung. „Hersteller werden teilweise ihre Wege, wie sie ihre Software distribuieren, ändern. Hier müssen wir überlegen, wie wir uns aufstellen“, folgert Jens Tamm, General Manager DACH bei Comstor.

Subcription Modelle nehmen zu

Subcription-Modelle nehmen zu. Das bestätigt sowohl Matthias Zacher, Senior Consulting Manager bei IDC, der bei der Konferenz über aktuelle Zahlen in der Branche informierte, als auch Jung. „In Deutschland für meinen Teil des Westcon-Geschäfts machen sie etwas mehr als 40 Prozent des Umsatzes aus“, verrät er. Bei vielen Angeboten könne man flexibel down- oder upscalen. „Diese Flexibilität fordern Endkunden und Partner gleichermaßen“, so Tamm. Partner würden jedoch diesbezüglich Wünsche äußern. Der Distributor arbeitet mit vielen amerikanischen Herstellern zusammen und vertreibt in Dollar. „Die Partner wünschen sich gerade im Software-Bereich eher den Handel mit Euro, denn der Verkaufspreis an den Endkunden erfolgt in der Regel auch in Euro“, erklärt Tamm. Das Wechselrisiko sei ausschlaggebend. „Aber wir sind von amerikanischen Herstellern dominiert“, verdeutlicht er und fügt hinzu, dass das abhängig von der Weltlage auch positiv sein kann.

SD WAN manifestiert sich

Ein Thema, das sich stark manifestiere, sei Software Definied WAN (SD WAN). Zunehmend mehr Kunden, die noch historische MPLs VPN betreiben, würden sich in diese Richtung bewegen. „Das heißt IT und Facility Management, diese Welten wachsen zusammen“, beschreibt Tamm. Vieles könne damit über ein Dashboard überwacht und gesteuert werden. Eine Besonderheit biete hier Cisco Meraki mit dazugehörigen Indoor- und Outdoorkameras. „Wer das Komplettpaket anbieten kann, wird den Markt dominieren“, ist der Comstor-Manager überzeugt. Denn SD WAN biete nämlich nicht nur finanzielle, sondern auch Managementvorteile – insbesondere in Bezug auf den derzeitigen Fachkräftemangel.

Neue Themen angehen

In Zukunft möchte man bei Westcon-Comstor einige Themen stärker angehen, unter anderem Nachhaltigkeit. Unnötige Kunststoff Kits oder Verpackungsmüll? Man wolle das Feedback der Partner, die das Thema Nachhaltigkeit betrifft, einholen und an Hersteller weitergeben.

Ebenso werde auch Next-Generation-Technology wichtiger. Jung betont dessen Komplexität. „Deshalb erwarten wir einen stark erhöhten Beratungsbedarf und bieten die Tech Xpert Community“, erklärt der Westcon-Director. Mit diesem Angebot können Fachleute untereinander in Abwesenheit des Vertriebs sprechen. So werde Knowhow unterstützt und exklusive Inhalte an diese Community gegeben.

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