Channel Fokus: OT & IT Passende Netze für die Industrie 4.0

Von Margrit Lingner 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mit zunehmender Digitalisierung und Transformation von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft nimmt die Zahl vernetzter Geräte exponentiell zu. Damit wächst die Bedeutung der Netze, die für die Kommunikation zwischen den Geräten unerlässlich sind.

Durch die rasante Zunahme vernetzter Geräte steigen die Anforderungen vor allem auch an Unternehmensnetze.(Bild:  Jumpot Tharungsri - stock.adobe.com)
Durch die rasante Zunahme vernetzter Geräte steigen die Anforderungen vor allem auch an Unternehmensnetze.
(Bild: Jumpot Tharungsri - stock.adobe.com)

Unabhängig davon, ob beim Automatisieren von Geschäftsprozessen Geräte- oder Sensorendaten über Edge-Computer oder über die Cloud gesammelt, gesichert und ausgewertet werden, muss die Kommunikation stimmen. Das richtige Netzwerk muss vorhanden sein, damit vernetzte Geräte untereinander und mit verschiedenen Systemen Daten austauschen können. Dabei gibt es für die unterschiedlichen Abläufe in Unternehmen unterschiedliche Anforderungen an die Netze. Neben Sicherheit und Zuverlässigkeit spielen Latenzen und Geschwindigkeit eine immer wichtigere Rolle. Und während bisher fast ausschließlich kabelgebundene Netze die Kommunikation im Netz sicher stellten, rückt der Mobilfunkstandard 5G immer mehr in den Fokus.

Konnektivität gewinnt dabei nicht nur in intelligenten Fabriken an Bedeutung, wo 5G-fähige Sensoren für automatisierte Prozesse eingesetzt werden. Vielmehr spielen zuverlässige Netze eine Rolle bei Drohnen, die Bilder von Brücken oder Pumpstationen übertragen, um potenzielle Defekte zu identifizieren. Und bei Reparaturen oder Wartungsarbeiten, die via Virtual oder Augmented Reality stattfinden, läuft heute ohne ein leistungsfähiges Netz nichts. Die umfassende Einbindung von Produktionsmaschinen, Sensoren und Gateways in ein 5G-Netz ist aufwendig und erfordert zum Teil hohe Investitionen. Doch bieten Netzausstatter und Telekommunikationsunternehmen die unterschiedlichsten Konnektivitätslösungen auch in As-a-Service-Modellen (Network as a Service, NaaS) an.

5G-Campusnetze

Für Unternehmen, bei denen Maschinen, Sensoren und diverse IIoT-Geräte über Edge- und Cloud-Computer vernetzt werden müssen, kommen 5G-Campusnetze in Frage. Sicher sind sie, weil ein privates 5G-Netz physisch vom öffentlichen Mobilfunknetz abgegrenzt und nur lokal verfügbar ist. Im Unterschied zu WLAN müssen aber die entsprechenden 5G-Frequenzbänder für das Campusnetz erworben werden. So wird es teurer als herkömmliche Drahtlosnetze via WiFi. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit durch so genanntes Network Slicing, das Netz in mehrere Segmente zu unterteilen. Dabei müssen keine privaten Frequenzen erworben werden. Vielmehr wird die öffentliche Netzinfrastruktur in virtuelle Netzwerk-Slices aufgeteilt. Wenn aber sowohl Innenräume als auch mobile Geräte und das Außengelände vernetzt werden sollen, lässt sich 5G mit WiFi kombinieren. Im Angebot gibt es dies beispielsweise bei Nokia oder HPE. So hält etwa Nokia MX Boost für Campusnetze, WiFi 6, 6E für nicht geschäftskritische Anwendungen sowie 4.9G/LTE und 5G für Industrie-4.0-Anwendungen bereit, um beispielsweise in Echtzeit auf Betriebsdaten zuzugreifen, diese zu analysieren und schnell zu reagieren.

Die HPE-Lösung beruht auf dem HPE 5G Core Stack, einer offenen, Cloud-nativen, Container-basierten 5G-Netzlösung. Erweitert wurde sie um verschiedene Funktionen für private Netze. Erhältlich ist die HPE-Lösung für private 5G-Netze als vorintegrierte Hard- und Software-Plattform über HPE Greenlake. So sollen sich Netze mit geringen Vorabinvestitionen bereitstellen und nach Bedarf skalieren lassen.

Schneller und effizienter soll es mit 6G-Netzen werden. Schließlich werden Sensorikfunktionen vollständig in das Mobilfunknetz integriert sein und zusammen mit anderen Kommunikationsdiensten im Netz ausgeführt werden. Das Netz der Zukunft soll es laut Nokia erlauben, zum Beispiel Autos wahrzunehmen, bevor sie gesehen werden können.

(ID:49264163)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung