IT-Service mit Hochverfügbarkeit für Kreditwirtschaft

Notfallserver rettet Raiffeisenbank

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Zurück in den Produktivbetrieb

Zur Wiederherstellung auf der neuen Hardware war eine Grundinstallation mit einer dem Produktivsystem identischen Windows-Version erforderlich. Diese diente zur Bereitstellung der Hardwarekonfiguration und wurde im Zuge des Wiederherstellungsprozesses mit den Daten des Notfallservers überschrieben.

Die Wiederherstellung selbst entsprach der Replikation von dem als Mailsystem laufenden Notfallserver auf den neuen Rechner, jetzt in umgekehrter Richtung. Während der Notfallserver als Produktivsystem lief, führte der Administrator von diesem eine Spiegelung auf die neue Hardware durch. Die während der Replikation neu hinzugekommenen Daten wurden daraufhin auf das aktuelle Produktivsystem repliziert. Anschließend musste der Notfallserver nur noch in seinen »Standby-Betrieb« geschaltet und der neu betankte Rechner wieder als Primärsystem gestartet werden. »Diesen Prozess konnten wir einplanen und außerhalb des Produktionsbetriebes durchführen«, erläutert Hollweck.

Lohnende Investition

Während dieses bisher längsten IT-Ausfalls der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg ersetzte der Notfall-Server den Mailserver insgesamt vier Wochen lang ohne Performance-Verlust. »Bei einem gewöhnlichen Ausfall der IT rechnet man mit einem Schaden von etwa einem Euro pro Minute und Mitarbeiter. Da wir die Lösung schon öfter aktivieren mussten, hat sich die Investition inzwischen sehr gelohnt. Derzeit sind wir mit der Ausstattung gut versorgt, bei Mehrbedarf werden wir die Infrastruktur entsprechend ausbauen«, erklärt Hollweck abschließend.

Wachstumspotenziale für Reseller

Laut Tech Consult gibt es in Deutschland derzeit 1.673.900 Server, von denen rund 65 Prozent, also 1,1 Millionen, auf Windows basieren. »Derzeit sind rund 3.000 Primärsysteme mit unserer Lösung abgesichert. Wir sehen für den Notfallserver ein Endkundenpotenzial von rund 220.000 Unternehmen«, erklärt Roland Schaad, Geschäftsführer von Net S und Entwickler der Lösung. Weitere Anreize für Reseller sind mit 2.380 Euro pro Basislizenz das gute Preis-Leistungsverhältnis und die hohe Wiederverkaufsmarge, die sich auch bei Folgelizenzen auszahlt. Wünscht der Kunde eine Wartung, so ist diese nach kurzen Technikerschulungen durch den Software-Entwickler Net S leicht durchzuführen.

(ID:2017393)