Betrügern und Fälschern soll das Handwerk gelegt werden Microsoft verstärkt Maßnahmen gegen Raubkopien
Der Kampf gegen Produktpiraterie geht bei Microsoft weiter. Durch umfangreiche Testkäufe soll der Vertrieb illegaler Software-Kopien weiter eingedämmt werden.
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Dass Resellern der Verkauf gefälschter Software teuer zu stehen kommt, wurde spätestens Anfang 2007 klar. Damals mussten Ex-Fachhandelspartner des betrügerischen Software-Distributors Compusoft auch noch ein Jahr nach Schließung der Gerichtsakten Schadensersatz gegenüber Microsoft leisten.
Der Distributor hatte Resellern zwischen 1999 und 2002 manipulierte Microsoft-Produkte verkauft. Überwiegend gutgläubige Reseller fielen dem Betrüger zum Opfer und verkauften unwissentlich die gefälschten Software-Produkte weiter. Das Ergebnis war, dass die betrogenen Fachhändler für jede verkaufte Lizenz Schadensersatz bezahlen mussten.
Verkaufsstopp mit negativen Folgen
Der Verkaufsstopp des Betriebssystems Windows XP naht und Microsoft befürchtet dadurch eine steigende Zahl an illegalen Kopien der Software. Testkäufe der vergangenen Woche zeigten laut Microsoft bereits einen Anstieg der Fälschungen auf dem Markt. Die Testkäufe sollen daher ausgeweitet werden.
»Mit den Testkäufen decken wir den Vertrieb illegaler Kopien auf, um im Anschluss die Fälscher zur Verantwortung zu ziehen«, erklärt Robert Helgerth, Direktor Mittelstand & Partner bei Microsoft Deutschland. »Uns ist es wichtig, dass jemand, der Software kaufen möchte, nicht Betrügern und Fälschern zum Opfer fällt«, so Helgerth weiter.
Welche Schäden durch Raubkopien entstehen, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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