Betrügern und Fälschern soll das Handwerk gelegt werden

Microsoft verstärkt Maßnahmen gegen Raubkopien

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Wirtschaftliche Schäden durch Raubkopien

Eine aktuelle Studie von IDC, die von Business Software Alliance (BSA) in Auftrag gegeben wurde, zeigt auf, dass der Anteil raubkopierter Software in Deutschland momentan bei rund 27 Prozent liegt. Damit werde Microsoft zufolge die IT-Branche als einer der wichtigsten Wachstumsmotoren für Deutschland empfindlich getroffen.

Laut BSA haben Ermittlungen ergeben, dass etwa 12.300 neue Arbeitsplätze geschaffen, 6,4 Milliarden US-Dollar zusätzlicher Umsatz erwirtschaftet und 1,9 Milliarden US-Dollar Steuereinnahmen generiert werden könnten, wenn der Anteil an Software-Fälschungen in Deutschland um zehn Prozent gesenkt werde.

Piraterie melden

Microsoft will Kunden und Händler vor Softwarepiraterie schützen und ruft dazu auf, Softwarepiraterie umgehend zu melden. Angesprochen sind Endverbraucher oder Unternehmer, die Raubkopien angeboten bekommen haben oder feststellen, dass ihnen gefälschte oder manipulierte Software verkauft wurde. Auf Wunsch erfolgt dies anonym. Microsoft verspricht, jedem Hinweis nachzugehen und sorgfältig zu prüfen.

Sollte sich ein Verdacht bestätigen, so werden weitere Schritte in die Wege geleitet. Dazu zählen beispielsweise auch Testkäufe. Gegen betrügerische Händler geht das Unternehmen mit Abmahnungen, Klagen oder Strafanzeigen vor. Darüber hinaus arbeitet Microsoft eng mit dem Zoll, der Polizei und Ermittlungsbehörden zusammen um gegen die Software-Piraterie vorzugehen.

Wer an der Echtheit eines Microsoft-Produktes zweifelt, sollte dieses beim PID-Service prüfen lassen. Endkunden, die unwissentlich gefälschte Ware gekauft haben und dies über den PID-Service feststellten, bekommen in der Regel die Software kostenlos ersetzt.

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