Suchen

Abkehr von Unterschleißheim Microsoft verlegt Zentrale nach München

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Der Microsoft-Konzern verlegt seine Deutschland-Zentrale, bleibt aber im Großraum München. 2016 wandern viele Umzugskartons von Unterschleißheim in die bayerische Landeshauptstadt, in den Stadtteil Schwabing.

Firmen zum Thema

Microsoft in Unterschleißheim.
Microsoft in Unterschleißheim.
(Quelle: Microsoft)

Der Gewerbesteuersatzes ist in München-Schwabing zwar höher als im Randgebiet Unterschleißheim – Microsoft verlegt seine Deutschland-Zentrale für 1.800 Mitarbeiter dennoch in die bayerische Landeshauptstadt.

Die neue Zentrale wird sich auf 26.000 Quadratmeter ausdehnen. Die Investitionssumme ist noch unbekannt, allerdings tritt Microsoft als Mieter auf, erklärte Anja Krusel, die als Mitglied der Geschäftsleitung für Finanzen und Liegenschaften von Microsoft Deutschland zuständig ist.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Auf nach Schwabing

Konkret geht es in die „Parkstadt Schwabing“ – einem Geschäfts- und Wohngebiet, in dem auch Unternehmen wie Amazon, Fujitsu oder GE Healthcare angesiedelt sind.

Im Vorfeld wurden fünf Standorte geprüft, bevor man sich für den Umzug in das Gebiet Parkstadt Schwabing entschieden habe, so Krusel. Der Firmensitz un Unterschleißheim, bestehend aus 14 Gebäuden, sei letztlich zu fragmentiert gewesen und der Energieverbrauch zu hoch. Das Gebäude umzubauen, wäre zu teuer geworden. Der neue Firmensitz trage auch der Tatsache Rechnung, dass Büroanwesenheit tendenziell an Bedeutung verliere, kommentierte Dr. Christian Illek, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Microsoft Deutschland. Zwar werde man „alle Mitarbeiter mitnehmen“, allerdings sei der neue Gebäudekomplex anders strukturiert.

Neues Konzept

Krusel beschreibt, dass es Meeting-Zonen, Collaboration-Zonen, Ruhezonen, Telefonboxen und Sporteinrichtungen geben werde, allerdings auch weiterhin klassische „Schreibtische mit Rechner“. Wichtig sei die bessere Energie-Effizienz und die bessere Sichtbarkeit des Unternehmens, wie Krusel betont. Zudem hätten etwa zwei von drei Microsoft-Mitarbeitern eine kürzere Anreise. Sie seien stets in die Umzugspläne eingebunden gewesen. Der Mietvertrag, der bereits in trockenen Tüchern ist, wurde zunächst auf 15 Jahre angelegt. □

(ID:42400871)