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FIT-Kongress 2019

Mentoren-Programme stärken weibliche Nachwuchskräfte

| Autor: Sylvia Lösel

Evelyn Vogt leitet beim VAD Westcon-Comstor das Business Development in Deutschland.
Evelyn Vogt leitet beim VAD Westcon-Comstor das Business Development in Deutschland. (Bild: Westcon Comstor)

Der FIT-Kongress 2019 bringt am 28. November Unternehmerinnen, Managerinnen und Expertinnen zusammen, um sich zu vernetzen und über Chancen sowie Herausforderungen auszutauschen. Evelyn Vogt leitet beim VAD Westcon-Comstor das Business Development in Deutschland und sieht Mentoren-Programme als wichtigen Baustein bei der Förderung weiblicher Führungskräfte.

ITB: Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Wie sehen Sie diesen hinsichtlich des Frauenanteils in der IT-Branche?

Vogt: „Der Anteil von Frauen in Führungspositionen stagniert in der IT weltweit seit Jahren bei ärgerlich niedrigen 9 Prozent. Und auch in Deutschland ist die Informationstechnologie mit einem Frauenanteil von unter 20 Prozent nach wie vor eine Männerdomäne – zumal einige kritische Parameter wie der Anteil der weiblichen Studienanfängerinnen im Bereich Informatik sogar rückläufig sind. Das können wir uns weder als Branche noch als Gesellschaft leisten. Schon mit Blick auf den anhaltenden Fachkräftemangel müssen die Unternehmen das Potenzial hervorragend qualifizierter Frauen viel besser ausschöpfen.

ITB: Wie kann dies gelingen?

Vogt: Zunächst müssen wir sie für uns gewinnen, indem wir ein Klima schaffen, in dem neue Mitarbeiterinnen willkommen, wertgeschätzt und den männlichen Kollegen in jeder Hinsicht gleichgestellt sind. Und dann müssen wir sie halten, indem wir ihnen attraktive, auf die jeweilige Lebenssituation zugeschnittene Perspektiven für die Zukunft bieten. Beides – das Gewinnen und das Halten – lässt sich hervorragend mit Mentoring-Programmen flankieren, bei denen jungen Kolleginnen eine erfahrene Managerin zur Seite gestellt wird. In meinen 20 Jahren in der IT habe ich verschiedene Mentoring-Programme mit aufgebaut und bin aktuell im Rahmen der regionalen Initiative „CrossMentoring OWL“ als Mentorin aktiv – und ich kann diese Initiativen nicht nachdrücklich genug empfehlen. Für eine junge weibliche Führungskraft gibt es keine wertvollere Hilfestellung als die individuelle Begleitung durch eine etablierte Managerin, die ihr hilft, ihre Karriere zu planen, mit Hindernissen umzugehen und souverän im Unternehmen aufzutreten. Umgekehrt ist es natürlich auch für uns Mentorinnen äußerst lehrreich, zusammen mit einer smarten, unvoreingenommenen Kollegin die eigene Sichtweise kritisch zu hinterfragen und eingespielte Automatismen auf den Prüfstand zu stellen. Und in manchen Bereichen – Stichwort Social Media – können wir von den Digital Natives aus der Generation Y viel lernen.“

► Mehr Informationen zum FIT-Kongress 2019

 

 

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