Healthcare Managed Services als Tablette gegen IT-Frust

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Die Digitalisierung des Gesundheitswesens bereitet viele Kopfschmerzen. Managed Services bieten sich als Mittel zur Linderung an, gerade wenn die Personaldecke in Einrichtungen im Gesundheitswesen weiterhin dünn ist.

Alte Strukturen, knappe Kassen und der Fachkräftemangel bereiten Healthcare-IT-Abteilungen große Sorgen.(Bild:  Copilot/ KI-generiert)
Alte Strukturen, knappe Kassen und der Fachkräftemangel bereiten Healthcare-IT-Abteilungen große Sorgen.
(Bild: Copilot/ KI-generiert)

Stark regulierte Branchen wie der Healthcare-­Sektor verlangen von allen Beteiligten ein besonderes Augenmerk. Patientendaten benötigen einen sorgfältigen Schutz und in Zeiten, in denen Krankenhäuser ein beliebtes Ziel von Cyberangriffen sind, braucht die Branche eine verlässliche und resistente IT. Die wachsenden und komplexer werdenden IT-Infrastrukturen und der anhaltende Fachkräftemangel bringen die IT-Teams der Einrichtungen schnell an ihre Grenzen. Eine lukra­tive Aufgabe für Managed Service Provider (MSP), insbesondere diejenigen, die sich in ihrem Angebot auf die Branche und ihre speziellen Anforderungen spezialisiert haben: „Adesso bietet ­Organisationen aus regulierten Branchen wie dem Healthcare-Sektor einen großen Mehrwert, indem wir sie bei operativen Aufgaben, die nicht zu ihrem Kerngeschäft zählen, deutlich entlasten. Während wir die Betriebsverantwortung für ihre ausgelagerten IT-Services übernehmen, können sich die Unternehmen auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren“, fasst Vanessa Schönen, ­Associate Business Development Managerin der Geschäftseinheit Health bei Adesso, die Vorteile zusammen.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für diesen ­Service sei die Branchenexpertise des MSP, denn die Herausforderungen im Healthcare-Sektor sind sehr spezifisch und unterscheiden sich stark von denen anderer Branchen. Ein besonders wichtiges Element sei das Verständnis regulatorischer Anforderungen. Bei Adesso werden Projekte stets von Branchenexperten begleitet, um sicherzu­stellen, dass die angebotenen Lösungen optimal auf die aktuellen Problemstellungen der Kunden abgestimmt sind.

Chancen für IT-Dienstleister

Vanessa Schönen, Associate Business Development Managerin, Geschäftseinheit Health bei  Adesso(Bild:  adesso)
Vanessa Schönen, Associate Business Development Managerin, Geschäftseinheit Health bei Adesso
(Bild: adesso)

„Die IT-Infrastrukturen in den meisten Einrichtungen im Gesundheitswesen sind historisch gewachsen und veraltet. Dies führt dazu, dass die IT-Abteilungen komplexe Systeme warten müssen. Dazu kommt der nicht abflauende Fachkräftemangel, unter dem insbesondere viele IT-Abteilungen in Unternehmen und Organisationen leiden. Die chronisch schwierige finanzielle Ausstattung etwa von Krankenhäusern macht die Lage nicht einfacher. Allein alle Mitarbeitenden mit basalen Verhaltensregeln für die Cybersecurity-Hygiene zu schulen, wenn es beispielsweise um das Erkennen von Phishing-Mails geht, stellt viele Versorgungseinrichtungen vor große Herausforderungen. Hier können Dienstleister beratend und mit konkreten Lösungen unterstützen, um kosten­effizient einen wirksamen Schutz aufzubauen.“

Auswirkungen auf die Patientenversorgung

Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, dass Daten innerhalb der Organisationen leicht und trans­parent ausgetauscht werden können. Lösungen, die gut zusammenarbeiten, verbessern den Fluss von Patientendaten zwischen verschiedenen Gesundheitsdienstleistern und zu den Kostenträgern. Bliebe da noch das Thema KI. Für die MSP wird KI in Zukunft ein fester Bestandteil im Leistungsportfolio werden: zur Automatisierung, ­Monitoring, Backup, als Hilfe bei der Auswertung von Daten (z. B. durch eine vereinfachte Visualisierung mit Dashboards) oder als Präventionswerkzeug gegen Cyberangriffe. Die Möglichkeiten sind­ nahezu unbegrenzt, und MSP sollten frei mit der Technologie experimentieren. Adesso stellte vor kurzem eine KI-gestützte Erweiterung für den im Gesundheitswesen verbreiteten TI-Messenger vor, die den kommunikativen Austausch zwischen Organisationen verbessern soll. Auch Services für Telemedizin, um Videosprechstunden sicher und regelkonform zu integrieren, gehören zu den ­Services. Die Integration souveräner Cloud-Lösungen sorgt für eine rasche und sichere Datenverarbeitung und ist die Basis für die Implementierung von KI-Anwendungen. Sie beschleunigen Forschung, Diagnostik und Behandlung, federn den Fachkräftemangel ab und verbessern damit letztlich die Patientenversorgung.

Für die Zusammenarbeit zwischen IT und medizinischem Personal gilt: Kommunikation ist alles. „Der offene Kanal für Feedback und ein regelmäßiger Austausch der Abteilungen ist das A und O. Meetings beziehungsweise IT-Sprechstunden, in denen Probleme frühzeitig angesprochen werden, können beiden Seiten helfen, in den fachlich übergreifenden Austausch zu kommen und gemeinsame Lösungen zu finden“, berichtet Schönen. ­Regelmäßige Schulungen zu IT-Systemen seien ebenfalls von großer Bedeutung. IT-Workshops im praktischen Umfeld vermitteln dem medizinischen Personal tiefgehendes, anwendbares Wissen über neue Technologien und Anwendungen. Damit Managed Services als Mittel gegen ­IT-Frustration wirken, sei die Benutzerfreundlichkeit der IT-Systeme ein entscheidender Faktor: „IT-Verantwortliche sollten darauf achten, dass die eingesetzten Lösungen mit einer intuitiven Benutzererfahrung und einfachen Oberfläche ausgestattet sind. Und sobald die Einführung oder Ablösung einer IT-Lösung ansteht, empfiehlt es sich, das Personal möglichst von Anfang an mit einzubeziehen – von der strategischen Planung über Pilotprojekte bis hin zum Test und dem ­Go-live“, rät Schönen.

Managed Services können dem Gesundheits­wesen helfen, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Sie bieten Entlastung für die IT-Teams, Sicherheit für Patientendaten und verbessern letztlich die Patientenversorgung mit durchdachten IT-Lösungen.

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