Projekte mit bis zu fünf Rechnern Lenovo startet Direktvertrieb per Webshop
Der strikte indirekte Vertriebsweg über Reseller wird jetzt auch bei Lenovo aufgeweicht. Für Projekte die bis zu fünf Rechner umfassen, bietet der IT-Konzern nun einen Webshop mit Konfigurationsmöglichkeiten.
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„Lenovo verkauft nur über Reseller“. Dieser Satz ist ab sofort nicht mehr gültig. Denn Lenovo hat einen Webshop eröffnet, der kleinere Unternehmen gezielt dazu einlädt, ihre PCs selbst zu konfigurieren und direkt zu bestellen. Naturgemäß ist der Fachhandel bei diesen Orders aus dem Spiel.
Reseller etwas enttäuscht
Im Channel kommt das freilich nicht gut an. Zwar wird argumentiert, man könne so neue Kundensegmente erschließen und müsse die Vertriebsstruktur abschließen. Es soll also beispielsweise jenen Kunden eine Einkaufsmöglichkeit geboten werden, die grundsätzlich online konfigurieren sowie kaufen und womöglich bei Dell oder anderen Anbietern landen, bei denen das möglich ist. Auf der anderen Seite könnten auch Kunden den Webshop für sich entdecken, die sonst beim Lenovo-Fachhändler geordert hätten. Bettina Kern, Director Channel Sales, versucht zu beschwichtigen: „Die Eröffnung des Webshops bedeutet keineswegs, dass wir uns von unserem langjährigem und erfolgreichen, indirekten Vertriebskanal abkehren. Vielmehr bieten wir neuen Kundensegmenten mehr Wahlmöglichkeiten.“ Das Channel-Geschäft bleibe ein essentieller Baustein der Lenovo-Strategie und genieße höchste Priorität, so Kern weiter.
Deckelung bei fünf PCs
Offenbar ist die Priorität hoch genug, das folgende Regelung getroffen wurde, die Direktgeschäfte bei Projekten nach oben hin deckelt: „Kunden, die mehr als fünf PCs kaufen wollen, verweisen wir an Lenovo Business Partner“, heißt es aus dem Hause Lenovo.
Der Webshop
Gleich auf der landesspezifischen Lenovo-Startseite, also hierzulande www.lenovo.com/de/, wird auf den Direktshop verwiesen, gleichermaßen aber auch auf die Möglichkeit, sich bei Lenovo-Partnern in Deutschland persönlich beraten zu lassen. Die Geräte können in bewährter Built-to-Order-Manier zusammengestellt werden. Anschließend werden die Rechner gefertigt und sollen, so das erklärte Ziel, innerhalb von zehn Werktagen ausgeliefert werden. Zur Auswahl stehen Modelle der Sub-Brands ThinkPad, ThinkCentre, IdeaPad und IdeaCentre sowie entsprechende Zubehör-Produkte.
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