Möglichkeiten und Chancen erkennen Komsa setzt auf Optimismus trotz schwieriger Marktlage

Von Mihriban Dincel 4 min Lesedauer

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Der ITK-Distributor Komsa blickt trotz schwieriger Marktlage optimistisch in die Zukunft. Auf der diesjährigen Hausmesse wurde deutlich: die Führung setzt auf Stabilität, Value Add und lukrative Geschäftsfelder als Erfolgsstrategie.

(V. l.) Harald Ollinger, Ronny Tischer, Dennis Wendt, Steffen Ebner, Christof Legat und Toni Burger (alle Komsa) blicken positiv in die Zukunft. (Bild:  Vogel IT-Medien)
(V. l.) Harald Ollinger, Ronny Tischer, Dennis Wendt, Steffen Ebner, Christof Legat und Toni Burger (alle Komsa) blicken positiv in die Zukunft.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Der ITK-Distributor Komsa veranstaltete gemeinsam mit Aetka seine diesjährige Hausmesse in Fredenhagen Offenbach unter dem Motto „Komsa goes Mainhatten“. Vor rund 700 Teilnehmern eröffnete CSO Steffen Ebner die Veranstaltung mit einer echten Mutmacher-Rede – eine Einstellung, die das gesamte Führungsteam um den neuen CEO Toni Burger teilt.

Das Glas ist halb voll

Während viele Menschen auf Krisen, schwaches BIP-Wachstum und steigende Insolvenzen blicken, wählt Ebner bewusst eine andere Perspektive. „Unsicherheit führt zu Lähmung und das führt zu Stillstand“, warnt der CSO und rät, Ergebnisse in Relation zu setzen.

Seine Argumente für Optimismus:

  • Insolvenzen liegen deutlich unter dem Niveau von vor zehn Jahren
  • BIP verzeichnet wieder Wachstum von plus 0,4 Prozent
  • Investitionsbereitschaft in Deutschland stieg auf plus 7 Prozent

„Das Glas ist nicht halb leer. Es ist halb voll“, betont Ebner. Mit dem geplanten Investitions-Booster der Bundesregierung und dem neuen Digitalminister Karsten Wildberger – „Er ist einer von uns“ – sieht er weitere Chancen für die Branche. Die aktuellen Schwierigkeiten übersehe der CSO nicht, fokussiere sich jedoch stärker auf Möglichkeiten, Chancen und Investitionsbereitschaft. Und um diese zu ergreifen „müssen wir natürlich etwas tun, aber wir wissen auch, wo wir anpacken müssen“, erklärt Ebner.

Komsa goes Mainhattan
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Stabilität als Fundament für Wachstum und Sicherheit

CEO Toni Burger teilt diese optimistische Grundhaltung, obwohl er sich der Herausforderungen bewusst ist: dünne Margen, Konsolidierung und schwaches Wachstum prägen den Distributionsmarkt. Dennoch herrscht seiner Ansicht nach Aufbruchstimmung im Channel. Und entscheidende Schlüsselfaktoren hierfür sind der Optimismus und Stabilität.

„Komsa ist eine Familie mit einem starken Fundament, das wir über die letzten Jahre ausgebaut haben. Das steht für Stabilität“, erklärt Burger. Diese Stabilität entstehe durch die Mischung aus langjährigen Teammitgliedern und neuen Kompetenzen, beispielsweise durch personelle Neuzugänge wie Supply-Bereichsleiter Dennis Wendt.

Profitabilität ist entscheidend

Das Komsa-Geschäft bezeichnet Burger ebenso als stabil mit mehr Eigen- als Fremdkapital und gutem Cashflow. Mit weiterhin starkem Value Add und der Fokussierung auf lukrative Geschäftsfelder zielt der Distributor auf gesundes Wachstum ab. Auch soll ein EBITDA von mindestens zwei Prozent generiert werden.

Ein lukratives Segment erkennt der Value Added Distributor unter anderem in Software as a Service (SaaS). Das bestätigt auch Christoph Legat, Executive Vice President Solutions bei Komsa. Der SaaS-Markt wächst. Hier habe Komsa, aber auch in weiteren Geschäftsfeldern, durch seinen Value Add eine starke Positionierung gegenüber dem Wettbewerb geschaffen. Weiter steht der Ausbau der Reparaturservices in Hartmannsdorf im Fokus. Große Projekte hierzu mit Samsung und der Deutschen Telekom befinden sich bereits in der Pipeline.

„Wir investieren nur in lukratives Geschäft“, fasst es Ebner zusammen. So konzentriere sich Komsa insbesondere auf Marken und Segmente die gebraucht und angefragt werden.

Neue Führung, bewährte Strategie

Mit der bisher eingeschlagenen Unternehmensstrategie zeigt man sich bei Komsa zufrieden. Burger, der seit April neben seiner CFO-Tätigkeit auch als CEO agiert, plant keine radikalen Veränderungen. „Ich bin seit circa sieben Jahren bei Komsa und habe das Fundament unter Pierre-Pascal Urbon (ehemaliger Komsa-CEO) mit aufgebaut. So wie wir es aufgebaut haben, werde ich es weiterführen“, versichert Burger.

Verhältnis zu Westcoast

Unter Urbons Führung erfolgte die Fusion mit Westcoast, die noch vor seinem Ausscheiden bei Komsa abgeschlossen war. Zum Unternehmen mit Sitz in UK habe Komsa ein gutes Verhältnis, wie Burger erklärt. Operativ und taktisch handle der VAD von Westcoast aber sehr unabhängig.

Eine Herzensanliegen hat er dennoch: „Komsa soll sich mehr Regionalität leisten können.“ Dieser Punkt steht jedoch hinter Stabilität und Wachstum zurück.

Ein Punkt, den der VAD stark angegangen hat, ist die Prozessoptimierung. Komsa baute im vergangenen Jahr mehr Prozesswissen auf und setzte die in den letzten Jahren angegangene Digitalisierung konsequent fort. Denn die daraus folgenden standardisierten Prozesse seien laut Burger essentiell für das immer wichtiger werdende Plattform-Geschäft.

Distribution bleibt relevant

Supply-Leiter Dennis Wendt, der in diesem Jahr neu zu Komsa stieß, weiß um das veränderte Einkaufsverhalten der Kunden. Digitalisierung und Online-Plattformen gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Daher gilt es, auch darüber präsent zu sein. „Es kommt nicht nur darauf an, dort präsent zu sein, sondern die Prozesse dahinter genau zu verstehen“, betont Wendt gleichzeitig.

Weiter kennt der Supply-Leiter die Herstellerperspektive aus vorheriger Tätigkeit genau: „Produktentwicklung und Innovation ist deren Stärke. Beim Vertrieb hakt es dann oftmals etwas. Und hier kommt die Expertise von Komsa, die Relevanz der Distribution ins Spiel.“ Auch er teilt also die optimistische Grundhaltung und ist von den daraus folgenden Möglichkeiten für Komsa überzeugt.

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