Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung für die Kühlung in Datacentern Kälte aus Wärme: Effiziente Rechner-Kühlung mit Adsorptionskältemaschine

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / / Wilfried Platten

Die PKN Datenkommunikations GmbH aus Berlin nutzt die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung bei Klimatisierung und Energieversorgung seines Rechenzentrums.

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Rechenzentrums-Kühlung mit Blockheizkraftwerk und Adsorptionskältemaschine.
Rechenzentrums-Kühlung mit Blockheizkraftwerk und Adsorptionskältemaschine.
(Bild: Talk of Town, Wächter & Wächter)

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine etablierte, staatlich per Gesetz (novelliertes KWK-Gesetz vom 1.1.2009) geförderte Technologie. Bei der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) wird die vom Kraftwerk erzeugte Wärme zusätzlich dazu genutzt, eine Adsorptionskältemaschine zu betreiben und dadurch Kaltmedien für Kühlung und Klimatisierung zu gewinnen.

Der aus der Kälte kam...

Diese gegenüber KWK-Kraftwerken nochmals effizientere Technik setzt die PKN Datenkommunikations GmbH aus Berlin zur Kühlung ihres Rechenzentrums ein. Das System, das von der Berliner Firma Invensor entwickelt und vom Bundesumweltministerium ausgezeichnet wurde, nutzt die Abwärme eines Blockheizkraftwerks (BHKW) als Antriebsenergie, um daraus Kälte zu produzieren. Die Abwärme wird direkt zur Kältemaschine bei Invensor geleitet und dort zur Bereitstellung von Kälte genutzt, die bei der PKN für die Kühlung des Rechenzentrums eingesetzt wird. Als umweltfreundliches Kältemittel verwendet die Kältemaschine reines Wasser. Die neue Anlage der PKN nutzt nicht nur die Abwärme des installierten Blockheizkraftwerks, gleichzeitig produziert sie auch kostengünstig und umweltfreundlich den Strom für den Betrieb der Server. Der für die Serverkühlung benötigte Stromverbrauch sinkt dadurch um bis zu 70 Prozent, was die laufenden Kosten deutlich mindert. „Mit der Anlage verringern wir nicht nur massiv unseren Energieverbrauch sondern verbessern auch die Versorgungssicherheit unseres Rechenzentrums“, so Heiko Weidlich, Geschäftsführer der PKN.

Wachsender Bedarf

Rechenzentren verbrauchen viel Strom – mit deutlich steigender Tendenz. Laut OECD entfallen inzwischen etwa 15 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs der Informations- und Kommunikationstechnologie auf Server und Rechenzentren. Das ist etwa so viel wie der Anteil des weltweiten Flugverkehrs. Ein großer Teil davon muss für die Kühlung der empfindlichen IT-Infrastruktur aufgebracht werden. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und ständig steigender Energiekosten eine große Herausforderung für IT-Unternehmen und Anbieter von Klimatechnik.

„Gerade für Rechenzentren eignet sich unsere Adsorptionskältemaschine sehr gut – die Räume brauchen 365 Tage im Jahr Kühlung. In Kombination mit einem Blockheizkraftwerk sorgen wir mit unserem System für eine optimale Energieausnutzung“, erklärt Sören Paulußen, Geschäftsführer bei Invensor.

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