Eigenmarkengeschäft, Systemintegration und Export stark gewachsen Jet Computer baut Logistik aus
Hannover oder Laatzen, das ist noch die Frage. Doch dass Jet Computer rund 2,5 Millionen Euro in die Erweiterung der Lager- und Logistikkapazitäten investieren wird, steht fest. Insbesondere die Umsätze mit den Eigenmarken haben in den vergangenen beiden Jahren stark zugelegt, so dass die bestehenden Räumlichkeiten erneut aus allen Nähten platzen.
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Erst vor zwei Jahren hat Hersteller und Distributor Jet Computer Products seinen Firmensitz nach Laatzen verlegt, weil es am alten Standort zu eng wurde. Jetzt steht erneut der Ausbau an. Ob man die Option nutzen wird, auf dem angrenzenden Firmengelände in Laatzen anzubauen oder ob man die in Hannover genutzte Lagerfläche erweitert, darüber wird noch entschieden. Das Budget in Höhe von 2,5 Millionen Euro jedenfalls steht zum Abruf bereit und Anfang des zweiten Halbjahres sollen die Bagger anrollen, so der Plan.
»Unser Wachstum der letzten Jahre ist insbesondere auf den Erfolg unserer Eigenmarken zurückzuführen. Auch für die Zukunft erwarten wir hier dynamische Wachstumsraten«, sagt Jet-Geschäftsführer Andreas Jansen. Daher sei es nur folgerichtig, in den Ausbau der Logistik und der Eigenmarken zu investieren. Hinzu kommen zunehmende Systemintegrationsleistungen, die Jet Fachhandelspartnern und Assemblierern anbietet. »Systemintegration bedeutet, große Volumina zu bewegen bei maximaler logistischer Präzision und hoher Lagerreichweite. Mit dem Ausbau unserer Lagerkapazitäten werden beste Voraussetzungen für künftiges Wachstum geschaffen«, so Jansen.
Gelohnt hat sich offenbar auch die europaweite Expansion, die 2006 mit der Eröffnung von Vertriebsbüros in Großbritannien und Italien vehement vorangetrieben wurde. In Spanien ist das Unternehmen bereits seit vier Jahren aktiv.
Bei aller Flexibilität gibt es für das 1994 gegründete Unternehmen jedoch auch feste Konstanten – allen voran die Konzentration auf den rein indirekten Vertrieb. Rund 3.000 Fachhandelspartner sowie alle großen Verbundgruppen beliefert der Grossist europaweit mit IT-Komponenten und Peripheriegeräten. Den Erfolg schreibt Jansen denn auch der großen Nähe zum Fachhandel zu.
»Wir pflegen zu allen Kunden einen persönlichen Kontakt und wissen daher sehr genau, welche Produkte und welche Services sie für ihr spezielles Geschäft benötigen«, erklärt Marketingleiter Erdem Winnicki. Ein weiterer Schlüssel liege in den guten Verbindungen zu asiatischen Lieferanten. So unterhält das Unternehmen seit 1999 ein eigenes Einkaufsbüro in Taipeh und seit 2002 weitere Einkaufsabteilungen in Hong Kong und Shenzen.
Die Netzteile-, Kühler und Gehäuse-Eigenmarken »Xilence« und »Levicom« werden darüber hinaus auch über die Distribution vertrieben. Mit Levicom adressiert das Unternehmen insbesondere den Gamer-Markt und unter dem Label »Zignum« werden zahlreiche CE-Produkte, wie beispielsweise MPEG4 Portable Video Recorder vermarktet.
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