Enterprise Search Summit in New York

Informationsverarbeitung in bare Münze verwandeln

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Semantische Netzwerke

Enterprise Search betrifft alle Unternehmen. Trotzdem haben die wenigsten dafür eine Strategie und bis auf die Großen auch keine entsprechenden Strukturen. Denn in den letzten Jahrzehnten hat die Technologie die IT dominiert. Unternehmen haben heute zwar einen Technologie-, aber keinen Informations-Manager. Wie auch der Enterprise Search Summit zeigte, steht bei der Unternehmenssuche nicht primär die Technik, sondern der Nutzer im Mittelpunkt. Anwender wissen zwar, wonach sie suchen, finden aber oft nicht den richtigen Begriff dafür. Verantwortliche brauchen darum viel Know-how, um die Suchanfragen zu formulieren. Das kann beispielsweise über konkrete Vorschläge oder semantische Netzwerke geschehen.

Personalisierte Suche

„Der Trend geht dahin, die Suche zu personalisieren“, sagte Nitin Mangtani, Leiter Produktmanagement für Google Enterprise Search. Die Suchmaschine müsse erkennen, worauf Anwender hinaus wollen und sich ihre Vorlieben und Interessen merken, denn jeder verfolge eigene Interessen im Unternehmen. Suchmaschinen brauchen also Informationen über die Nutzer, um ihre Ergebnisse für diese optimieren zu können. Die entscheidende Frage lautet daher, wer im Unternehmen Suchmaschinen verantworten soll, damit Anwender die bestmöglichsten Ergebnisse bekommen. Dabei reicht es keineswegs Enterprise Search einmal zu implementieren und dann dem Schicksal zu überlassen. Verantwortliche müssen bei Anwendern dauerhaft um Akzeptanz werben.

Valentin Richter, Geschäftsführer Raytion GmbH, sieht diese Zuständigkeitslücke auch. Er steht mit Top-Managern von Dax-Unternehmen im Gespräch. Alle haben die Unternehmenssuche ganz oben auf ihrer Prioritätenliste, wissen aber nicht, wie sie das Thema genau anpacken sollen. Sein Fazit: Vor allem die direkt Verantwortlichen und die Implementierung entscheiden über den Erfolg, nicht so sehr die Auswahl der Suchmaschine.

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