Trend Micro und Schneider Electric schließen Partnerschaft Industrielle IoT-Projekte mit EdgeIPS-Lösungen absichern

Von Martin Droysen

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Trend Micro gab vor Kurzem eine neue Partnerschaft mit Pro-face by Schneider Electric bekannt. Der Anbieter von Cybersicherheitslösungen will damit seine Strategie fortsetzen, Industrie-4.0-Umgebungen und industrielle IoT-Projekte abzusichern.

Partnerschaft von Trend Micro und Schneider Electric sorgt für industrielle IoT-Sicherheit.(Bild:  Blue Planet Studio - stock.adobe.com)
Partnerschaft von Trend Micro und Schneider Electric sorgt für industrielle IoT-Sicherheit.
(Bild: Blue Planet Studio - stock.adobe.com)

Die größtmögliche Annäherung von IT und OT, wobei OT für Operational Technology steht, soll innerhalb von Produktionsunternehmen ein Höchstmaß an Effizienz erzielen, zugleich hohe Kosten einsparen. Landläufig ist dies inzwischen als Industrie 4.0 bekannt. Dabei kann aber auch das Risiko eines Dateneinbruchs und -missbrauchs für kritische Fertigungsunternehmen steigen. Trend Micro zufolge gehören zu einem hohen Cyberrisiko Software-Schwachstellen in Mensch-Maschine-Schnittstellen (Human Machine Interface - HMI). Den Fertigungssektor betreffend können knapp 89 Prozent der Common Vulnerabilities and Exposures aus dem Jahr 2021 für schädliche Aktivitäten ausgenutzt werden. Angriffe wie Denial-of-Service-Attacken, die Sabotage von Produktionsprozessen oder Datendiebstahl sind hier einige Beispiele. Laut einer aktuellen Studie von Trend Micro kostet es industriellen Unternehmen im Schnitt pro Cyberangriff etwa drei Millionen Euro.

Udo Schneider, IoT Security Evangelist Europe bei Trend Micro.(Bild:  Lilla · F by Kitty Fried)
Udo Schneider, IoT Security Evangelist Europe bei Trend Micro.
(Bild: Lilla · F by Kitty Fried)

Durch die Partnerschaft mit Schneider Electric können kritische industrielle Steuerungssysteme vor der Ausnutzung von Schwachstellen geschützt und ein sicherer Betrieb gewährleistet werden.

Udo Schneider, IoT Security Evangelist Europe bei Trend Micro

HMI-Schwachstellen beseitigen

Trend Micro hat daher mit EdgeIPS-Security eine OT-Security-Lösung im Programm, um Unternehmen bei der Bereitstellung notwendiger Patches und deren vorheriger Tests zu unterstützen. In der Regel können geschäftskritische, industrielle Systeme nicht einfach offline gehen ohne den Betriebsablauf zu gefährden. Entwickelt wurde das Intrusion-Prevention-System von der Tochtergesellschaft TXOne Networks, die auf OT spezialisiert ist, und kann via virtuellem Patching kritische Anlagen vor jeglichen Bedrohungen bewahren. Dabei bleibt die Netzwerktopologie unverändert. Dadurch können sowohl ältere Anlagen als auch moderne IoT-Industrieprojekte im Rahmen ihrer Digitalen Transformation geschützt werden.

„Die Digitale Transformation treibt eine neue industrielle Revolution voran. Dabei schafft sie aber auch neue Cyberrisiken“, sagt Udo Schneider, IoT Security Evangelist Europe bei Trend Micro. Die konkrete Partnerschaft mit Schneider Electric sieht nun vor, das deren Partner und Kunden die EdgeIPS-Lösung im Rahmen einer getesteten und zertifizierten Rahmenarchitektur (HMI Centric Architecture) bereitzustellen und zu betreiben. Anlagenbetreiber können so dabei unterstützt werden, ihre Digitale Transformation sicher voranzutreiben.

Das verhindert Schneider zufolge das Ausnutzen von Schwachstellen in HMI-Systemen und ermöglicht ein Patch-Management, das vorab virtuell getestet werden kann und so Zeit und Kosten spart. Tomoa Ishii, Vice President of HMI Activity bei Schneider Electric, ergänzt: „Die Partnerschaft bringt Transparenz, Kontrolle und Schutz dorthin, wo OT-Sicherheitsverantwortliche diese am meisten benötigen.“

Die OT-Security-Lösungen von Trend Micro können regulär für alle Partner über die jeweiligen Vertriebswege bezogen werden. In Deutschland schließt dies Arrow, Ingram Micro und Westcon als Distributoren mit ein.

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