Auswirkungen von Hybrid Work Hybride Arbeitsformen fördern das Wohlbefinden

Von Ann-Marie Struck

Länger schlafen, ein kürzerer Arbeitsweg und mehr Zeit für die Familie: Homeoffice hat viele Vorteile. Arbeitnehmer in hybriden Arbeitsformen fühlen sich glücklicher, sind produktiver und sparen sich darüber hinaus auch noch Geld, wie eine Studie von Cisco zeigt.

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Wer gerne arbeitet, ist nicht nur engagierter, sondern auch effektiver und hat insgesamt mehr Freude am Leben.
Wer gerne arbeitet, ist nicht nur engagierter, sondern auch effektiver und hat insgesamt mehr Freude am Leben.
(Bild: JenkoAtaman - stock.adobe.com)

Eine bessere Work-Life-Balance wünscht sich jeder. Durch Hybrid Work soll sich das Wohlbefinden der Arbeitnehmer verbessern, wie eine Studie von Cisco zeigt. 78 Prozent der befragten Arbeitnehmer in Deutschland bestätigen, dass sich ihre Work-Life-Balance durch Hybrid Work verbessert hat. An der Studie nahmen 28.000 Beschäftigte aus 27 Ländern teil. Davon kamen 1.012 Teilnehmer aus Deutschland.

Wieso sind Arbeitnehmer im Homeoffice zufriedener? Laut der Studie liegt es vor allem an den daraus resultierenden flexibleren Arbeitszeiten und erheblich verkürzten oder ganz wegfallenden Pendelzeiten. So sparen sich 23 Prozent der Befragten acht oder mehr Stunden pro Woche. Und die gewonnene Freizeit verbringen 43 Prozent am liebsten mit Freunden. Das steigert das soziale Wohlbefinden. Zum Vergleich: Weltweit geben fast drei Viertel der Befragten an, dass Remote-Arbeit die Beziehung zur Familie stärkt. In Deutschland sind es 63 Prozent.

„Es ist schön zu sehen, dass Hybrid Work den Menschen wieder mehr Zeit gibt für die Dinge, die ihnen wichtig sind. Die Rahmenbedingungen für flexibles Arbeiten zu schaffen, sollte daher im Interesse jedes Arbeitgebers liegen“, rät Uwe Peter, General Manager bei Cisco Deutschland.

Arbeitnehmer sind glücklicher, reicher und produktiver

Doch nicht nur die gewonnene Freizeit durch fehlendes Pendeln fördert das Wohlbefinden der Beschäftigten. Über zwei Drittel der befragten Arbeitnehmer in Deutschland konnten durch die Remote-Arbeit durchschnittlich rund 167 Euro pro Woche sparen.

Die größten Einsparungen lagen mit 89 Prozent bei geringeren Kosten für Treibstoff und/oder beim Pendeln, gefolgt von weniger Ausgaben für Lebensmittel und Unterhaltung (71 %). Zudem ist ein Großteil der Befragten der Ansicht, diese Einsparungen auch beibehalten zu können. Die Einsparungen sind für zwei Drittel der Umfrageteilnehmer so signifikant, dass sie diese bei der Entscheidung zu einem Arbeitsplatzwechsel berücksichtigen würden.

Darüber hinaus fühlen sich 56 Prozent der deutschen Befragten fitter im Homeoffice. Immerhin machen zwei Drittel durch das Arbeitsmodell mehr Sport und über die Hälfte ernährt sich gesünder.

Folglich sind 79 Prozent der Befragten durch die Möglichkeit, von überall aus zu arbeiten, glücklicher. Diese Flexibilität trägt dazu bei, das Stressniveau zu senken (59 %) und führt zu einem entspannteren und weniger belastenden Arbeitsumfeld (18 %).

Außerdem hat sich bei 57 Prozent der Befragten die Produktivität sowie die Qualität der Arbeit durch Hybrid Work gesteigert. Weltweit sind es sogar 60 Prozent. Vielmehr sind drei Viertel der Deutschen der Ansicht, sie können ihre Aufgaben genauso erfolgreich remote erledigen wie im Büro. Kein Wunder also, dass 92 Prozent in Zukunft in einem hybriden Arbeitsmodell oder vollständig remote arbeiten möchten.

Unternehmen brauchen Technik

Obwohl hybride Arbeitsformen künftig auf dem Vormarsch sind, ist nicht jedes Unternehmen gleich gut darauf vorbereitet. Laut der Studie hält nur jeder fünfte Befragte sein Unternehmen für „sehr gut“ auf die Zukunft des hybriden Arbeitens vorbereitet. Global glauben das nur 23 Prozent.

Dabei spielt die technische Ausstattung eine entscheidende Rolle. Weltweit sehen 62 Prozent der Befragten, dass regelmäßige Probleme mit der Konnektivität karrierehemmend für die Remote-Arbeit sind. In Deutschland sind es 45 Prozent. Weiter sind 80 Prozent der Deutschen der Meinung, dass eine Netzwerkinfrastruktur für eine nahtlose Arbeit von zu Hause unerlässlich ist. Neben dem Netzwerk ist die IT-Security ebenfalls relevant. 70 Prozent der Befragten halten Cybersicherheit bei hybriden Arbeitsmodellen für wichtig. Gleichzeitig bezweifeln 60 Prozent, dass ihr Unternehmen aktuell über die richtigen Fähigkeiten und Protokolle verfügt.

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass es vor allem auch praktische Herausforderungen gibt. So hält mehr als die Hälfte es für schwierig sich als Remote-Worker mit Kollegen und dem Unternehmen zu identifizieren. Das hat wiederum Misstrauen zur Folge. Ferner trauen 58 Prozent der Befragten den eigenen Kollegen nicht im Homeoffice und unterstellt ihnen, dort ihre Arbeit nicht gewissenhaft zu erledigen. Wiederum genießen 70 Prozent der Befragten das Vertrauen ihrer Vorgesetzten.

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