Doppelte Rechenleistung bei halbem Energieverbrauch HP präsentiert Proliant-G6-Server mit Intel Xeon 5500

Redakteur: Daniel Feldmaier

HP hat die Proliant-G6-Server-Generation auf Basis der neuen Intel-Xeon-5500-Prozessoren vorgestellt. Die Rechenleistung der Server-Systeme hat sich im Vergleich zu den Vorgängermodellen durchschnittlich verdoppelt, der Energieverbrauch halbiert.

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Die Investitionskosten für den HP-Proliant-G6-Server sollen sich alleine durch die Energiekosteneinsparung in acht Monaten amortisieren.
Die Investitionskosten für den HP-Proliant-G6-Server sollen sich alleine durch die Energiekosteneinsparung in acht Monaten amortisieren.
( Archiv: Vogel Business Media )

HP zeigt mit der Proliant-G6-Baureihe eine neue Server-Generation, die auf Intels Xeon-5500-Prozessor basiert. Dieser vereinigt eine hohe Kapazität, Energieeffizienz und hohe Geschwindigkeit. All diese ganz und gar gegensätzlichen Anforderungen will Intel im neuen Xeon-5500-Prozessor miteinander verbunden haben. Dieser bildet die Basis für die Proliant-Baureihe der sechsten Generation. Wichtigstes Entwicklungsziel der HP-Ingenieure war es, die Ausgaben für Strom deutlich zu senken. Damit bleibt den Kunden von HP mehr Geld in der Unternehmenskasse.

Doch nicht jeder neue Server spart bei jedem Kunden das gleiche Geld. Es kommt auf die Art der Nutzung und die Auslastung an. HPs G6-Server besitzen 32 Sensoren, welche die gesamte Wärmeentwicklung im Server überwachen. Auf dieser Datengrundlage wird die Kühlung, der Arbeitsspeicher sowie die Input-Output-Verarbeitung reguliert. Für eine weitere deutliche Energieeinsparung stehen dem Endkunden fünf verschiedene Netzteile zur Verfügung, von denen er je nach vorrausichtlichem Belastungszustand eines auswählt. Ändern sich die Betriebsbedingungen, ist ein Wechsel der Energiezufuhr möglich.

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Eine weitere Funktion schafft es, Stromspitzen zu kompensieren. Dabei fährt der Prozessor seine Leistung in Sekundenbruchteilen herunter und gewährleistet damit einen sicheren Betrieb des Rechenzentrums. Dieses so genannte Dynamic Power Capping versetzt Unternehmen in die Lage, mit dem tatsächlichen Stromverbrauch der Server zu kalkulieren und die frei werdenden Leistungen für andere Server zu nutzen. Auch eine Erweiterung der Rechenzentrumskapazität soll so exakt planbar sein. Dies gilt aber nicht nur für Rechenzentren. »Energieeffizienz ist keine Frage der Serveranzahl«, erläutert Volker Smid, Vorsitzender der Geschäftsführung bei HP. G6-Server sollen bei KMUs, die wenige Server im Einsatz im Einsatz haben, ebenso lohnend sein wie bei Forschungseinrichtungen, die Installationen mit über 50.000 Servern betreiben.

Intel-Turbo-Boost

Die G6-Baureihe besteht aus elf neuen Servern und soll so eine Plattform für jeden Bedarf bieten. Diese sind aufgeteilt in fünf verschiedene Rackserver mit der Bezeichnung DL, drei Bladeserver BL und drei Modelle in der Tower-Version mit dem Kürzel ML. Die Rechenleistung hat sich im Vergleich zu den Vorgängermodellen verdoppelt. »Einen so gewaltigen Leistungssprung gab es noch nie«, schwärmt Intels Geschäftsführer Hannes Schwaderer. Er bezeichnet den Xeon-5500 als den wichtigsten Server-Prozessor seit dem Pentium-Pro vor 14 Jahren.

Für Anwendungen, die nicht Multithreading-fähig sind, wird die maximale Leistung dadurch erreicht, dass ein einzelner Kern übertaktet werden kann (Intel-Turbo-Boost-Technik). Aber auch Energiesparmaßnahmen greifen im Inneren des Xeon-5500-Prozessors. Jeder einzelne Core kann je nach Auslastung in den Ruhezustand gefahren werden. Die Intel-Node-Technologie ermöglicht es, die Prozessor-Leistung beispielsweise an Tageszeiten (billigerer Strom) oder die thermischen Gegebenheiten im Rechenzentrum anzupassen.

Wie die Proliant-G6-Serie den Stromverbrauch um das 23-fache senkt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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