Einblick in einen facettenreichen Markt Hosting & Service Provider Summit: Die IT geht in die Wolke
Cloud Computing ist auf dem Vormarsch. Zugleich wurde auf dem HOSTING & SERVICE PROVIDER SUMMIT 2013 deutlich, dass nicht nur hochstandardisierte Dienste gefragt sind. Ebenso besteht Bedarf an Managed Services, die sich stärker an Kundenbedürfnissen orientieren. Der Event gab einen Einblick in den facettenreichen Markt.
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Unternehmen werden künftig nicht mehr in der Lage sein, ihre IT rentabel zu betreiben. Von der Prämisse ging Patrick Pulvermüller, Geschäftsführer von Host Europe, in seiner Eröffnungs-Keynote auf dem HOSTING & SERVICE PROVIDER SUMMIT 2013 aus. Grund dafür sei die niedrige, weiter dramatisch sinkende Auslastung der Infrastruktur.
„Wir müssen in die Wolke“, folgerte der Manager daraus. Schließlich seien auch die Kunden „bereit für Veränderungen“. Zudem gebe es inzwischen ausreichend Bandbreite. Wenn es Hostern und Service-Providern gelinge, überzeugende Infrastruktur-, Plattform- und Applikations-Dienste anzubieten, „dann gehört uns die Zukunft“, betonte Pulvermüller.
Impressionen von dem Event in der Villa Kennedy
Der HOSTING & SERVICE PROVIDER SUMMIT ist ein zweitägiges Event, das die Vogel IT-Akademie erstmals vor einem Jahr in Frankfurt/Main veranstaltete. Dort treffen die führenden Anbieter von Cloud-Technologien mit ihren Partnern aus dem Hosting- und Service-Provider-Markt zusammen, aber auch mit klassischen Systemhäusern, die ihre Perspektive im Geschäft mit Managed Services und Cloud-Diensten sehen. Diesmal kamen erneut rund 170 Teilnehmer in die Villa Kennedy.
Konsolidierung
Dass IT künftig zunehmend aus der Cloud bezogen wird, steht auch für Dr. Christian Böing, Geschäftsführer von Strato, außer Frage. Der Manager eröffnete mit seiner Keynote den zweiten Tag. Seines Erachtens ist das Public-Cloud-Business aber nur etwas für Big Player wie Amazon, Google oder Microsoft. Klassische Hoster könnten an diesem Markt kaum partizipieren. Und selbst ein Riese wie die Deutsche Telekom sei „im Vergleich zu Amazon und Google eher spät dran". Mit Blick auf den IT-Channel prognostizierte Böing, die Cloud werde in den kommenden Jahren zu einer massiven Konsolidierung führen: „Von rund 10.000 Systemhäusern bleiben nur noch 5.000, 4.000 oder 3.000 übrig“.
Eine andere Auffassung vertrat dagegen Philipp Stute, Geschäftsbereichsleiter IT Services bei Janz IT. Gemeinsam mit HP-Channel-Chef Ulrich Seibold zeigte er den Weg „vom Systemhaus zum Service-Provider“ auf. Zwischen On-Premise und hochstandardisierten Cloud-Services gebe es viele Zwischenstufen, wo Systemhäuser auch künftig einen Markt finden würden, versicherte Stute. Dazu müssten sie den Schritt zum Service-Provider vollziehen und „den Weg ihrer Kunden mitgehen“. Aus dem Publikum kam ebenfalls der Hinweis, man dürfe im Cloud-Business den Kunden, dessen IT meist historisch gewachsen sei, nicht aus den Augen verlieren.
Channel Panel
Seibold und Stute diskutierten auch mit beim Channel Panel, wo sie auf Jens Köhler, Director Sales Midmarket bei IBM, und vier Vertreter der Distribution trafen: Hermann Ramacher, Geschäftsführer ADN, Christian Sojtschuk, Cloud Leader bei Arrow ECS, Markus Adä, Vice President Sales bei Ingram Micro, und Joachim Braune, Geschäftsführer Tech Data Azlan.
Wie die Distribution ihre Rolle im Service-Provider-Markt definiert, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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