Kunden kommen ins Geschäft Händler berichtet über Erfahrung mit dem Aetka-Ebay-Marktplatz
Die Zentrale der Fachhandelskooperation Aetka hat sich eine Strategie überlegt, wie Internet-Käufer in die stationären Geschäfte zu bringen sind. Teil dieser Idee ist unter anderem ein Marken-Shop auf Ebay. Aetka-Händler Hans Jörg Degen spricht über seine Erfahrungen.
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IT-BUSINESS fragte bei Aetka-Händler Hans Jörg Degen, aus dem rheinländischen Niederzissen nach, ob das Konzept auch wirklich aufgeht. Degen ist seit Dezember 2013 als Pilotpartner beim Projekt „Aetka-Online Marktplatz“ auf Ebay dabei.
ITB: Was war ausschlaggebend für Sie, gleich in der Pilotphase beim Ebay-Marktplatz mitzumachen?
Degen: Als stationärer Händler darf man sich den neuen Märkten nicht verschließen. Mein Ziel ist nicht, riesigen Umsatz mit Kunden aus aller Welt zu generieren, sondern lokale Kunden an mich zu binden.
ITB: Funktioniert es wirklich, potenzielle Käufer aus dem Internet ins Ladengeschäft zu holen?
Degen: Ja. Ein besonderes Aha-Erlebnis hatte ich kurz nach dem Start des Shops in der Weihnachtszeit. Da kam ein Kunde, der einen Tag vor Heilig Abend ganz dringend ein Geschenk brauchte: Er hat beim Ebay-Marktplatz auf Abholung im Laden gedrückt, damit er das Geschenk rechtzeitig in der Hand hält – wir haben es natürlich schön für ihn verpackt. In einem anderen Fall bestellte ein älterer Kunde eine Übernachtlieferung. Er wollte das Gerät selber installieren, hatte allerdings ein paar Probleme und rief bei uns an. Wir konnten ihm helfen und seitdem bestellt er immer wieder bei uns.
ITB: Sie haben ja auch Geschäftskunden, die via Ebay bei Ihnen einkaufen. Warum entscheiden Unternehmen sich für diesen Weg?
Degen: Einer meiner Geschäftskunden gab mir folgendes Feedback: „Sie sind zwar nicht der billigste, aber hinter ihrem Marken-Shop steckt ein Fachhändler. Deshalb vertrauen wir darauf, im Problemfall von ihnen Hilfe zu bekommen.“ Wichtig für Firmenkunden ist zudem die örtliche Nähe zu ihrem Unternehmenssitz, aber auch unsere Produktgarantie.
ITB: Verlief die Einführung des Ebay-Shops so einfach, wie Aetka das sagt?
Degen: Am Anfang der Pilotphase war ich sehr skeptisch. Ich hatte bereits früher einmal einen Webshop, der sehr pflegeintensiv war. Natürlich gab es anfänglich auch bei diesem Projekt den einen oder anderen Stolperstein, aber die Anbindung des Warenwirtschaftssystems Filius an den Ebay-Markt funktioniert sehr gut. Zudem wird man von der Aetka-Zentrale hervorragend unterstützt. Mit der Schnittstelle zum Aetka-Lager kann ich mein Sortiment erweitern oder per Knopfdruck den Versand direkt aus dem Lager anstoßen. Ich kann nur sagen: Ich habe eine Chance genutzt und bin zufrieden.
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