Weniger Headquarter, mehr Kompetenz-Zentren Gerhard Schulz gibt Ingram eine völlig neue Struktur
Autarke Landesgesellschaften, die nicht voneinander lernen und bei europäischen Herstellerinitiativen nicht auf einer Linie sind? Ein Anachronismus, findet Gerhard Schulz, seit 1. August 2013 Europachef des Distributors. Er will noch in diesem Jahr ein paneuropäisches Geschäftsmodell einführen, das Vorteile für Hersteller wie Reseller schaffen und die Ertragskraft stärken soll.
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Die Distribution leidet unter den Veränderungen des Marktes: Der PC-Markt ist eingebrochen, im Server-Markt zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab, Netbooks sind quasi vom Markt verschwunden. Und gemeinsam mit dem PC-Markt geht es auch bei Peripherie und Komponenten bergab, denn Monitore, Drucker und Festplatten sind für die „Ersatzrechner“ – Smartphones und Tablets – kein Thema mehr.
Auf diese Entwicklungen müsse der Distributor mit einem Geschäftsmodell reagieren, das agil und flexibel sei, erklärte Gerhard Schulz, Senior Executive Vice President and President Ingram Micro Europe, vor der Presse. Dazu hat er zusammen mit den Chefs der Landesgesellschaften eine Reihe von Maßnahmen erarbeitet, die im Laufe dieses Jahres in Angriff genommen werden.
Konkrete Schritte...
Der Umbau der europäischen Ingram-Micro-Organisation lässt sich in fünf Hauptpunkte gliedern:
- 1. Gehaltsvorteile in Osteuropa nutzen;
- 2. Logistikstandorte reduzieren;
- 3. Backoffice-Funktionen zentralisieren;
- 4. Go-to-Market-Strategien standardisieren;
- 5. Overhead-Funktionen in die Landesgesellschaften verlagern und gleichzeitig internationalisieren.
Zu jedem dieser Punkte gab Schulz ausführliche Erläuterungen, die im Folgenden dargelegt werden.
...und klare Ziele
Ebenso deutlich benannte der Europachef die Ziele, die der Distributor mit dem geplanten Umbau verfolgt:
- In (auch für den Fachhandel) lukrative Bereiche diversifizieren;
- Dadurch hohe Attraktivität für neue Reseller-Segmente und weitere Hersteller schaffen;
- Herstellern europaweit eine einheitliche Zusammenarbeit beim Rollout von Initiativen und Programmen ermöglichen;
- Kosten senken und die eigene Ertragskraft stärken;
- Wettbewerbsfähige Preise bieten.
Lesen Sie mehr zu den einzelnen
Maßnahmen auf den folgenden Seiten.
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