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5. Overhead-Funktionen in die Landesgesellschaften verlagern und gleichzeitig internationalisieren
Wer nun glaubt, der Europa-Chef ziehe mit Macht Funktionen in die Europa-Zentrale nach Brüssel, der irrt. Im Gegenteil, auch das Headquarter in Belgien muss bei diesem Umbau Federn lassen – und so seinen Beitrag zur Kostensenkung leisten.
Sogenannte „Overhead-Funktionen“, die über Landesgesellschaften hinweg für das operative Geschäft von Bedeutung sind, sollen ebenfalls gebündelt und in einzelne Kompentenz-Zentren ausgelagert werden. Die sind nicht in der Europa-Zentrale, sondern in den Landesgesellschaften angesiedelt, die sich als besonders kompetent erwiesen haben. Von dort aus werden dann die Aufgaben paneuropäisch wahrgenommen.

Deutschland-Chef Marcus Adä begrüßte die Neustrukturierung als Stärkung der Länder und Chance, näher am Kunden und an den Herstellern zu agieren.
Millionen-Einsparungen
Wie viele Arbeitsplätze Ingram Micro in Europa oder in Deutschland abbaut, wollte der Europa-Chef bei der Vorstellung des Konzepts nicht sagen, auch nicht, um wie viel Prozent die Ausgaben des Distributors gedrückt werden können. Es handele sich um eine signifikante Kostensenkung, das Volumen liege europaweit bei einem hohen zweistelligen Millionenbetrag, so Schulz. Darin eingerechnet sind bereits Effekte aus der Reorganisation des deutschen Standorts im vergangenen Herbst, bei der bereits ein Teil der nun für ganz Europa beschlossenen Maßnahmen vorweggenommen worden sei.
Mit der Restrukturierung von Ingram stoße man „eine Revolution in der europäischen Distributionslandschaft“ an, betonte Gerhard Schulz. Die neue Struktur erlaube es, schnell neue Geschäftsfelder zu eröffnen, aber auch schrumpfende Bereiche schnell zu konsolidieren.
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