Good-Morning-Editorial vom 06.04.2017 Gefangen in der Small-Talk-Hölle

Autor: Dr. Stefan Riedl

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Beim Small Talk gilt es das Gegenüber nicht zu verschrecken.
Beim Small Talk gilt es das Gegenüber nicht zu verschrecken.
(Bild: © studiostoks - Fotolia.com)

Auf oberflächliche Unterhaltungen über Belanglosigkeiten mit Personen, die man nicht gut kennt, verzichtet im Prinzip jeder gerne, glaube ich. Bei mir ist es keine leichte Abneigung. Ich hasse Small Talk. Allerdings ist es Mittel zum Zweck und ein Vehikel um Leute erst einmal kennenzulernen, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, um später vielleicht sogar ein „echtes Gespräch“ führen zu können.

Angeblich ist kein Thema zu belanglos, es sollte nur „mit positiven Vorzeichen“ daherkommen und man sollte im Zweifel in Vorleistung gehen. Kein Wunder, dass sich auf Empfängen oder am Buffet Small-Talk-erprobte Teilnehmer mit Sätzen näherkommen wie:

  • „Essen sie auch so gerne Couscous?“
  • „Standen Sie bei der Anfahrt ebenfalls im Stau?“
  • „Die Wandfarbe erzeugt ein angenehmes Raumklima.“ (Die Farbe nicht zu mögen könnte bereits zu subversiv rüber kommen.)

Was soll ich sagen: Es funktioniert. Trotzdem hasse ich Small Talk. Mein Ventil: Ich plaudere in Small-Talk-Situationen gerne über Small-Talk-Regeln. Das hilft irgendwie.

Wie meistern Sie solche Situationen?

(ID:44619355)

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