Industriegremium Eicta will Logo-Wildwuchs zurückstutzen »Full-HD« bekommt erweitertes HD-ready-Logo

Redakteur: Harry Jacob

Da Hersteller und Handelspartner zunehmend inflationär mit selbst entwickelten »Full-HD«-Logos umgehen, schiebt der Industrieverband nun entsprechende Logos nach, die auf das bekannt »HD-ready«-Siegel aufsetzen. Sowohl für Displays als auch für Empfangs- und Speicher-Equipment, das mit Bildinhalten der vollen HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln im Vollbildmodus (1080p) umgehen kann, gibt es künftig eigene Logos.

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Mehr Klarheit im Handel mit TVs und Equipment, das sollen zwei neue Logos bringen. Der Industrieverband Eicta, der 2005 bereits das »HD ready«-Logo eingeführt hatte, stellte zur Abgrenzung von vollaufgelöstem HD-Fernsehen gegenüber reduzierten Darstellungen zum Start der IFA zwei weitere Logos vor, die ab sofort verwendet werden dürfen.

Offensichtlich wurde die Eicta vom eigenen Erfolg überrascht: innerhalb von zwei Jahren nach Vorstellung des »HD ready«-Logos gibt es kaum noch Geräte ohne diese »Verzierung«. Denn bei Kunden hat es sich sehr schnell etabliert, mit der Folge, dass Geräte, die nicht die mit dem Logo verbundenen Mindestanforderungen schafften, kaum abzusetzen waren. So verschwanden beispielsweise sehr schnell die NTSC-Fernseher vom deutschen Markt, die mit ihrer in den USA üblichen 480-Zeilen-Darstellung nicht einmal die aus Analog-Zeiten stammende europäische PAL-Auflösung mit ihren 575 Zeilen vollständig darstellen konnten.

Hersteller wollen sich differenzieren

Wenn aber alle Geräte das Logo tragen, dann ist es kein Unterscheidungsmerkmal mehr. Da es aber durchaus Unterschiede in Auflösungsvermögen und der zu verarbeitenden Bildfrequenz gibt, ersannen erste Hersteller bereits 2006 eigene »FullHD«-Logos, die in den vergangenen zwölf Monaten immer zahlreicher wurden. Für den Kunden bringen diese aber keine Sicherheit, denn nirgends war bislang festgelegt, welche Anforderungen ein Full-HD-Fernseher erfüllen muss.

Die Masse der bislang verkauften HD-TVs kann zwar nur 1366 x 720 Pixel darstellen, einige schaffen auch 1.920 x 1.080 Pixel, aber nur im Halbbildmodus – und doch finden sich auch solche Modelle mit der Bezeichnung »Full-HD« im Handel. Um dem Einhalt zu gebieten und sich von den bereits existierenden, aber nicht genormten Full-HD-Auszeichnungen abzugrenzen, setzt Eicta auf die Weiterentwicklung des eingeführten »HD ready«-Siegels.

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