Mietsoftware, IBM, der Staat und der Channel Für IBM-Chef Martin Jetter liegt die Zukunft im SaaS-Modell

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

IBM hat viel investiert, um vom wachsenden Markt rund um Software as a Service (SaaS) profitieren zu können. Der IT-Konzern stellt die Hosting-Infrastruktur in Form von Rechenzentren für Software-Hersteller zur Verfügung. Deutschlands IBM-Oberster, Martin Jetter, erläutert seine Sicht auf diesen Wachstumsmarkt und geht dabei insbesondere auf die Rolle des Channels ein.

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Der Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, Martin Jetter, erläuterte heute seinen Standpunkt zum SaaS-Modell: »Mehr als ein Fünftel des deutschen Mittelstandes ist global aktiv.« Wenn der Absatzmarkt die ganze Welt ist, sind rasche Reaktionsmöglichkeiten der Unternehmen gefordert, oder, wie es Jetter formuliert: »Die Volatilität der Märkte erfordert, dass kurzfristig skaliert werden kann.« In Koexistenz zum Lizenzmodell werde sich daher Software as a Service (SaaS) etablieren, auch wenn der Markt jetzt noch verhältnismäßig klein ist, so die Einschätzung des IBM-Managers.

Geteilt wird diese von den Marktauguren. Laut den Marktforschern der Experton Group betrug das Marktvolumen im SaaS-Bereich im Jahr 2007 in Deutschland bei ERP-Software nur 9,5 Millionen Euro, bei CRM-Software 42,7 Millionen Euro und insgesamt 270,5 Millionen Euro. Schon 2010 soll nach Meinung der Experton Group das Gesamte SaaS-Marktvolumen in Deutschland satte 577 Millionen Euro betragen, wovon 108,5 Millionen Euro auf ERP-Software und 106,7 Millionen Euro auf CRM-Software fallen werden. Sowohl in Deutschland, als auch weltweit wächst der SaaS-Markt laut Experton und IDC gegenwärtig um jährlich 30 Prozent.

IBM-Chef Jetter formuliert es wie folgt: »Im SaaS-Bereich haben wir gegenwärtig das zehnfache Marktwachstum im Vergleich zur IT-Branche insgesamt.« Hier liege das Marktwachstum bei moderaten drei Prozent, allerdings mit signifikanten Unterschieden zwischen einzelnen Bereichen. Neben dem Geschäft rund um serviceorientierte Architekturen (SOA), Utility Computing, IT-Security, High Performance Computing und eingebetteten Systemen ist einer der besonders stark wachsenden Trends eben SaaS.

Die Rolle IBMs im SaaS-Markt

Diese Marktaussichten waren es letztlich auch, die IBM dazu bewogen haben, Rechenzentren für SaaS und On-Demand-Lösungen aufzubauen. Jetter: »IBM will mit dabei sein, konzentriert sich aber auf die Bereitstellung der Infrastruktur.« Gemeint ist damit sowohl die Bereitstellung von On-Demand-Lösungen als auch von klassischer Software as a Service. Dabei werden On-Demand-Lösungen einzeln auf den Kunden durch Parametrisierung und Customizing zugeschnitten. SaaS hingegen wird zwar oft synonym zu On Demand verwendet, bezeichnet aber laut Definition eine einheitliche »One-to-Many-Version«, die nicht an die Unternehmensprozesse angepasst wird.

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