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Die Rolle des Staates im SaaS-Markt
Martin Jetter geht davon aus, dass die immer wieder auftretende Problematik rund um Datenklau und -missbrauch nicht, wie vielerorts vermutet wird, gegen den Saas-Trend wirkt, sondern vielmehr ihm in die Hände spielt. Einerseits ist da die Unsicherheit, die immer dann aufkommt, wenn Unternehmensdaten nach außen in ein externes Rechenzentrum verlagert werden. Andererseits wird der Gesetzgeber nach Meinung des IBM-Chefs aufgrund der Datenmissbrauchsproblematik demnächst weitaus strengere Richtlinien und Compliance-Vorgaben erlassen.
Diese – so Jetter – seien für viele Mittelständler selbst kaum zu stemmen. Auch eine Rolle spiele hierbei, dass das Kredo »zurück zu den Kernkompetenzen« dazu führt, dass IT-Abteilungen tendenziell eher ausgelagert und IT-Dienstleistungen eingekauft werden. Im Umfeld von strengeren Datenschutz-Richtlinien bei abgespeckten IT-Abteilungen gäbe es für viele Unternehmen keine Alternative zu SaaS- oder On-Demand-Lösungen, bei denen die Daten in einem externen Rechenzentrum verlagert werden. Wie praktisch, dass IBM in Frankfurt das bislang einzige Groß-Rechenzentrum mit der höchsten TÜV-Güteklasse 4 betreibt.
Die Rolle des Channels im SaaS-Geschäft
Für den Channel fallen durch das SaaS-Vertriebsmodell Einnahmen im Bereich der Implementierung weg. Wenn es sich aber um eine On-Demand-Variante handelt, besteht nach wie vor der Bedarf, dass durch Parametrisierung und Customizing die Software an die Unternehmensprozesse angepasst wird. Ein Mehrwert, den sich der Partner des Software-Herstellers vergüten lassen kann, nebst Einnahmen für Projektmanagement, Beratung und Schulung der Mitarbeiter. Aus Sicht der Einnahmen ist das SaaS-Modell aber besonders spannend durch das Provisionsmodell, das sich gegenwärtig durchsetzt. Meist besteht die Vergütung aus einer Abschlussprovision, sowie einer regelmäßigen, prozentualen Beteiligung an der Software-Miete, die der Abnehmer zahlt. Bei Microsoft beträgt diese beispielsweise sechs Prozent.
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