Aktueller Channel Fokus:

Gaming & eSports

NTT-Studie

Führungskräfte hemmen die Digitale Transformation

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Digitale Transformation gestaltet sich häufig schwierig.
Die Digitale Transformation gestaltet sich häufig schwierig. (Bild: KC - stock.adobe.com)

Dem „Digital Means Business Report 2019“ von NTT zufolge, haben fast drei Viertel der befragten Unternehmen mit der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen begonnen. Doch es gibt Probleme. Beispielsweise sind nur 11 Prozent sehr zufrieden mit den Verantwortlichen für die Digitale Transformation.

Unternehmen erzielen die ersten Erfolge mit der Digitalen Transformation, aber die Meinung, dass es radikaler und weitreichender Veränderungen bedarf, um diese erfolgreich umzusetzen, ist weit verbreitet. Diese Erkenntnis, kombiniert mit einem Mangel an starker transformatorischer Führung sowie der Notwendigkeit, dann auch die Denkweisen der Belegschaft verändern zu müssen, hemmt viele Unternehmen. So glauben nach wie vor 71 Prozent der von NTT befragten Unternehmen, die sich in einem frühen Stadium der Transformation befinden, dass eine vollständige Umstrukturierung des Geschäfts- und Betriebsmodells die primäre Definition der Digitalen Transformation ist. Lediglich 49 Prozent glauben, dass ihr Führungsteam über die richtigen Fähigkeiten verfügt, um die Durchführung der Digitalisierung zu managen. Fehlende Unterstützung durch die Leitung oder fehlende Eigenverantwortung der Führungskräfte gelten als die größten Hindernisse für den Erfolg.

Diese Defizite verdeutlichen, dass Führungskräfte sich selbst und das Arbeitsumfeld verändern sowie neue Verhaltensprioritäten und Leistungsindikatoren festlegen müssen, um einen aktiven, taktischen und schrittweisen Ansatz für die Transformation voranzutreiben, erklärt NTT.

Es hapert an der internen Kommunikation

Die Umfrage zeigt aber auch, dass es einen direkten Zusammenhang gibt zwischen der Fähigkeit von Unternehmen, aus der Digitalen Transformation regelmäßig relevante und ergebnisorientierte Wertschöpfung zu generieren und ihrer digitalen Reife. Dennoch besteht zurzeit immer noch ein erkennbarer Mangel an Abstimmung zwischen den IT-Teams und den anderen Unternehmensbereichen:

  • Nur 29 Prozent der Unternehmen sehen die Digitale Transformation als Gemeinschaftsprojekt der Geschäftsbereiche und der IT.
  • 42 Prozent der Befragten sagen, dass Geschäftsbereiche und IT zwar stärker zusammenarbeiten – teilweise auch durch einen Chief Digital Officer unterstützt – sehr zufrieden mit der Planung und Umsetzung der Digitalisierungsmaßnahmen sind jedoch nur 12 Prozent.
  • Fast die Hälfte (49 %) der Projekte zur Digitalen Transformation sind immer noch ausschließlich IT-geführt.

Wayne Speechly, Vice President of Advanced Competencies der NTT, sagt dazu: „Unternehmen kämpfen noch mit der Frage, wie sie ihre Prozesse gestalten können, um von der vernetzten Zukunft zu profitieren. Dabei kann durch die Digitalisierung laufend ein Mehrwert aus Transformationsinitiativen über alle Geschäftsbereiche hinweg generiert werden. Unternehmen sollten sich daher weniger auf die Perfektionierung eines großen digitalen Plans konzentrieren, sondern vielmehr auf einen überlegten und schrittweisen Prozess der Digitalen Transformation, um so Fortschritte und Klarheit über die einzelnen Schritte zu erzielen. Aus unterschiedlichen Gründen sind Unternehmen oftmals ihr eigener größter Feind, daher muss jede Veränderung von pragmatischen, selbstbewussten Führungskräften unterstützt werden, die auch sich selbst verändern.“

Über die Studie

Für die Studie wurden 1.150 Führungskräfte aus elf unterschiedlichen Industriesektoren und aus 15 Ländern in Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie dem asiatisch-pazifischen Raum befragt. Die Ergebnisse zeigen, wie Führungskräfte die Geschäftsmöglichkeiten der Digitalisierung wahrnehmen, welche Herausforderungen ihnen bei der Umsetzung der Digitalen Transformation begegnen und welche Mehrwerte daraus entstehen.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46079374 / Studien)