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Bitkom-Umfrage

Frauenmangel in der IT

| Autor: Heidemarie Schuster

Frauen in IT-Berufen sind eher selten. Zudem entscheiden sich weniger Frauen für ein Informatik-Studium.
Frauen in IT-Berufen sind eher selten. Zudem entscheiden sich weniger Frauen für ein Informatik-Studium. (Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)

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In IT-Jobs sind Frauen immer noch die Ausnahme. Nur jeder siebte Bewerber auf eine Stelle für IT-Spezialisten ist weiblich. Das hat eine Bitkom-Befragung unter mehr als 500 Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche ergeben.

Laut einer Bitkom-Studie möchten 55 Prozent der befragten Arbeitgeber der IT-Branche den Frauenanteil unter den eigenen IT-Fachkräften steigern. Mit der Größe des Unternehmens steigt auch die Bereitschaft, mehr Frauen in IT-Positionen zu beschäftigen. Unter den Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern hat sich jedes zweite (51 %) intern das Ziel gesteckt, den Anteil weiblicher IT-Fachkräfte zu erhöhen, bei den Unternehmen mit 50 bis 199 Mitarbeitern sind es gut zwei Drittel (68 %) und bei den Unternehmen ab 200 Mitarbeitern acht von zehn (80 %). In den kommenden fünf Jahren wollen sie die Frauenquote unter den IT-Spezialisten auf durchschnittlich 25 Prozent steigern. Derzeit liegt der Anteil bei 17 Prozent. Der Studie zufolge sind aber nur 15 Prozent der Bewerber weiblich.

„Die meisten Unternehmen stecken sich ambitionierte Ziele und suchen gezielt nach weiblicher Verstärkung für ihre Teams. Die Erfahrungen zeigen, dass gemischte Teams kreativer und kommunikativer arbeiten – und damit das Unternehmen auch wirtschaftlich erfolgreicher machen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Männer-Anteil steigt

Mehr Frauen für IT-Positionen zu gewinnen, wird auch in Zukunft eine Herausforderung bleiben. Der Anteil an Informatik-Studentinnen ist zurückgegangen. Im Jahr 2017 nahmen 8.792 Frauen ein Erststudium im Fach Informatik auf – ein Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (8.966). Dagegen stieg die Zahl männlicher Studienanfänger von 30.052 (2016) um 1,3 Prozent auf 30.430 (2017). Damit sank 2017 die Frauenquote im Informatik-Erststudium auf 28,9 Prozent. Noch geringer ist die Quote bei den Absolventen: 2017 schlossen 26.394 Studierende ein Informatikstudium ab, lediglich jeder fünfte davon (19 %) war weiblich.

„Solange Frauen im Informatikstudium unterrepräsentiert sind und noch seltener überhaupt ihr Studium auch abschließen, werden es die Unternehmen weiter schwer haben, mehr IT-Spezialistinnen einzustellen“, sagt Berg und wirbt für ein grundlegendes Umdenken in der Bildungskette: „Schon in jungen Jahren sollten Mädchen für digitale Technologien begeistert und an das Programmieren herangeführt werden. Die digitale Welt muss auch von Frauen gestaltet werden.“

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