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Fiducia begeistert Junge für den Mainframe

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Auch Großrechner brauchen ein Lifting

Die Fiducia ist 90 Jahre alt und Assembler sowie Cobol sind vergleichsweise alte Programmier-Sprachen, doch die Agree-Anwendungen selbst sind es durch laufende Weiterentwicklungen nicht. Beispielsweise hat die Fiducia IT AG schon lange vor dem Stichtag die Umstellungen vollzogen, die der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area, SEPA) erfordert. Auch die Banking-App „VR-Banking“ für Smartphones und Tablets, vormals „vr-de“, mit bisher fast zwei Millionen Downloads greift auf das Agree-Backend zu.

Damit steht fest, dass die Großrechner-Systeme nicht nur Pflege benötigen, sondern ständige Weiterentwicklung und Erneuerung. Tatsächlich hat das Unternehmen erst vor kurzem einen Kraftakt hinter sich. Innerhalb eines Jahres, vom Februar 2013 bis zum Februar 2014, hat das Unternehmen sieben Central Electronic Complexes, kurz CECs, ersetzt.

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Unter CECs versteht man die Gesamtheit der Hardware, aus der ein Großrechner besteht. Dies schließt CPUs, den Hauptspeicher, die Channels, die Controller und die Stromversorgung ein.

Die Technologie der neuen zEC12 Rechner

Dabei haben die Mitarbeiter in über 6.000 Arbeitsstunden und 4.000 Stunden Bereitschaft bereichsübergreifend die betroffenen Agree-Backend-z/OS Systeme verlagert. Konkret hat die Fiducia IT AG „IBM zEnterprise 196“ gegen „zEnterprise EC12“ (kurz: zEC12) getauscht. Unter anderem wurden dabei mehrere Tausend Ports an den Rechnern gesteckt sowie Lichtwellenleiter-Verbindungen verlegt. Die Kunden haben davon nichts gemerkt; denn das Umziehen erfolgte unterbrechungsfrei.

Die zEC12 Rechner lassen sich mit bis zu 101 Prozessorkernen ausstatten und weisen laut Hauser eine „eindrucksvolle Frequenz von 5,5 GHz“ auf. Die zEC12 CPU ist aktuell der schnellste Prozessor der Welt. So wird im Vergleich zum Vorgängermodell pro Kern eine bis zu 40 Prozent bessere Leistung und eine bis zu 60 Prozent höhere Gesamtkapazität bei Vollausbau geboten. Darüber hinaus hat IBM auch die Leistungsfähigkeit der I/O Komponenten um bis zu 100 Prozent gesteigert.

Der Aufwand für die Großrechner-Systeme rechnet sich, und das obwohl sich Hauser und Süss über die Abhängigkeit von ihrem System-Lieferanten IBM beklagen. Im Grunde genommen seien sie von IBM abhängig. Doch schließlich seien alle IBM-Wettbewerber vom Markt verschwunden – von Amdahl bis Unisys.

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