Geschwindigkeit entscheidet im Kampf gegen Cyberkriminelle. Deshalb setzt Crowdstrike auf KI-Agenten und Automatisierung. Auf der Fal.Con Europe 2025 in Barcelona wurde gezeigt, wie agentische Security Operation Center die Cybersecurity revolutionieren können.
Die Fal.Con Europe fand vom 4. bis 6. November 2025 in Barcelona statt. Das Fokusthema der dreitägigen Veranstaltung war KI. Crowdstrike strebt ein vollautomatisches SOC an, das vor allem mit der Geschwindigkeit der Angreifer mithalten soll.
(Bild: Crowdstrike)
Auf der Fal.Con Europe 2025 drehte sich alles um KI. Die Ära der KI wurde als neues Zeitalter definiert, fast wie eine vierte Industrielle Revolution. Der Sicherheitshersteller Crowdstrike möchte mit KI ein vollautomatisches Security Operation Center (SOC) ermöglichen, wobei eine Sache besonders im Fokus steht: Geschwindigkeit.
George Kurtz, Gründer und CEO von Crowdstrike
(Bild: Crowdstrike)
George Kurtz, CEO und Gründer von Crowdstrike, erklärte in seiner Eröffnungs-Keynote vor über 2.000 Teilnehmern, wie wichtig agentische Technologien bereits sind. KI hat einen enormen Einfluss auf unsere Gesellschaft, doch Kurtz betonte auch, dass wir uns momentan in einem Wettlauf befinden: die Verteidiger gegen die Angreifer. Und nicht nur auf der Seite der Verteidiger sieht man immer wieder neue Technologien, auch die Cyberkriminellen nutzen KI. Der Gründer merkte dazu an, wie beunruhigend es sei, in welcher Geschwindigkeit sich die Angreifer anpassen und lernen.
Workshops anhand echter Bedrohungen
Die Veranstaltung war bereits mehrere Wochen vor Start ausverkauft, sodass weitere Interessenten darauf ausweichen mussten, die Keynotes online nachzuverfolgen. Neben Keynotes und einem „Hub“, in dem Partner und Kunden vor Ort netzwerken, essen und feiern konnten, gab es auch mehrere Workshops. Die Teilnehmer lernten dort unter anderem, wie sie mithilfe von Charlotte AI auf Angriffe reagieren, ihr Unternehmen durch die Falcon-Plattform absichern oder mit Next-Gen SIEM am besten den Überblick behalten. Für die Workshops wurden echte Daten und Angreifergruppen genutzt. So konnten die Teilnehmer mit echten Angriffstaktiken von Gruppen wie Chatty Spider oder Scattered Spider arbeiten und direkt am eigenen PC lernen, wie sie sich mit der Falcon-Plattform gegen diese konkreten Angriffsmuster schützen.
Es sind nicht die Tools, die die Angreifer stoppen. Wir Menschen sind dafür verantwortlich.
Adam Meyer, Senior Vice President Counter Adversary Operations, Crowdstrike
Drei Säulen von einem agentischen SOC
Adam Meyers, SVP of Counter Adversary Operations, Crowdstrike
(Bild: Crowdstrike)
Doch die Teilnehmer erlebten nicht nur Technologie, die bereits auf dem Markt ist. Während der Keynotes kamen immer wieder neue Produkte und Technologien auf, die im nächsten halben Jahr veröffentlicht werden sollen. Darunter auch Realtime Cloud Detection and Response oder neue Agenten, die liebevoll als „Freunde von Charlotte“ betitelt wurden. Nahezu alle Produktneuheiten dieser drei Tage hatten eines im Sinn: ein vollautomatisches agentisches SOC.
Momentan spielen viele Sicherheitsteams eher Feuerwehr, als dass sie sich wirklich auf ihre Aufgaben konzentrieren und einen Schutz etablieren können. Crowdstrike will das zukünftig ändern und machte immer wieder deutlich, dass ein modernes SOC ausschließlich funktioniert, wenn Menschen und KI-Agenten zusammenarbeiten. „Es sind nicht die Tools, die die Angreifer stoppen. Wir Menschen sind dafür verantwortlich“, merkte Adam Meyer, Senior Vice President Counter Adversary Operations von Crowdstrike, an.
Die Aufgaben der Agenten teilt Crowdstrike in drei Säulen ein: Priorisierung, Entscheidung und kontinuierliches Lernen. Damit ein solches Projekt funktioniert, reichen neue KI-Tools nicht mehr aus. Kurtz' Ansicht nach sei es nötig, ganz neue Ansätze zu entwickeln wie beispielsweise das agentische SOC.
Praxisfall: Cybersicherheit in der Automobilbranche
Dass Cybersecurity im KI-Zeitalter auch im Motorsport eine wichtige Rolle spielt, zeigte eine Panel-Diskussion mit Mike Sentonas, President von Crowdstrike, Daniel Eitler, Chief Data & AI Officer und Group CISO (Chief Information Security Officer) bei Mercedes-Benz, und Patrick Gemein, CISO der Mercedes-Benz AG und Mercedes-Benz Mobility AG. Die Manager erläuterten, wie der Automobilhersteller Künstliche Intelligenz und Crowdstrike-Technologien für mehr Geschwindigkeit und Resilienz in der Cyberverteidigung nutzt.
Auch für OT war etwas geboten
Die Falcon-Plattform soll Unternehmen Sichtbarkeit über ihre Geräte und Identitäten ermöglichen. Das ist nicht nur im IT-Bereich wichtig. Zunehmend und mit beachtlicher Geschwindigkeit nimmt auch Operational Technology (OT) an Bedeutung zu. Für die XIoT-Sicherheit gab Crowdstrike bekannt, neue Technologien wie Zero-Touch in Falcon aufzunehmen. Auch die Sichtbarkeit und User Experience zwischen IT und OT soll durch die Integration in die Falcon-Plattform verbessert werden.
„The Power of the Crowd“
Die Fal.Con Europe 2025 zeigt: Ein vollautomatisches agentisches SOC ist noch Zukunftsmusik, aber Crowdstrike arbeitet sich systematisch heran. Das Unternehmen versucht am Puls der technologischen Entwicklungen zu bleiben, um sich rechtzeitig auf neue Bedrohungen einzustellen. Mit dem Motto „The Power of the Crowd“ stellt der Hersteller dabei nicht nur Bedrohungsakteure ins Rampenlicht, sondern betont auch die Bedeutung von Zusammenarbeit – zwischen Menschen und KI-Agenten, aber auch mit Partnern und Kunden. Bei warmen Temperaturen und Sonnenschein in Barcelona wurde deutlich: Für den Channel entstehen neue Services rund um Automatisierung, KI-gestützte Sicherheit und OT-Integration. Stillstand ist im Wettlauf gegen die Angreifer keine Option.
Stand: 08.12.2025
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