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Lebensverlängerndes Hardware-Update Fairphone 3+: austauschen statt neu kaufen

| Autor: Melanie Staudacher

Das Fairphone 3+ kann ab sofort für 469 Euro vorbestellt werden. Wer das Fairphone 3 behalten will, kann die neuen Kameramodule des 3+ darin verbauen. Dann profitiert das Smartphone von einem längeren Lebenszyklus und besserer Kameraqualität.

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Die Module des Fairphone 3+ können in den Vorgänger Fairphone 3 integriert werden und somit dessen Lebenszyklus verlängern.
Die Module des Fairphone 3+ können in den Vorgänger Fairphone 3 integriert werden und somit dessen Lebenszyklus verlängern.
(Bild: Fairphone)

Im Rahmen eines virtuellen Launchs, live von Berlin aus, stellte das niederländische Social Business Fairphone das Smartphone Fairphone 3+ vor. Das Modell basiert auf dem Fairphone 3 und zeichnet sich besonders durch einzeln erhältliche Module aus, die in den Vorgänger integriert werden können, um dessen Lebenszyklus zu verlängern.

Langlebigkeit in der Elektronikbranche

Laut dem Hersteller aus Amsterdam werden jährlich weltweit 1,4 Milliarden Mobiltelefone verkauft – Tendenz steigend. Altgeräte würden neuen Modellen weichen, jedoch nicht, weil sie nicht mehr funktionstüchtig seien, sondern weil die nächste Edition mit noch besseren Tech-Features in den Startlöchern stünde.

Ganz im Sinne des Unternehmensziels für mehr Nachhaltigkeit und Langlebigkeit in der Elektronikbranche, sind die neuen Module des 3+ auch einzeln erhältlich und mit dem Vorgängermodell 3 kompatibel. Somit lässt sich jedes Fairphone 3 auf ein 3+ upgraden. „Wir kommen einer Kreislaufwirtschaft einen ganzen Schritt näher, indem wir die Wiederverwendung und Reparatur unserer Telefone weiterhin verstärkt fördern und es den Benutzern erleichtern, ihre Geräte zu upgraden und somit länger zu nutzen. Die Einführung der neuen Module rund um das Fairphone 3+ ist ein konkretes Beispiel dafür, wie wir dies möglich machen“, sagt Eva Gouwens, Geschäftsführerin bei Fairphone.

Außerdem enthält das Fairphone 3+ insgesamt 40 Prozent recycelten Kunststoff im Gerät selbst und den Modulen. Das ist ein viermal so hoher Anteil wie beim Fairphone 3. Beim Launch erläuterte Monique Lempers, Director of Impact Innovation bei Fairphone, wie das Unternehmen verhindert, dass alte Module zu Elektroschrott werden: Kunden, die ihr aktuelles Fairphone 3 mit den neuen Modulen aktualisieren möchten, können mit kostenlosen Versandetiketten die alte Hardware zurück zum Hersteller schicken. Fairphone sammelt alle Module in einem Reparaturzentrum in Frankreich, wo sie überholt und für einen weiteren Gebrauch aufbereitet werden. Können einzelne Teile nicht wiederverwendet werden, werden sie dem Recyclingprozess zugeführt. Außerdem sei bereits ein Mietmodell für Fairphones in Planung.

Features und Verfügbarkeit

Ziel von Fairphone ist es, Nutzer des Fairphone 3 anzuregen, ein Hardware-Update des aktuellen Geräts einem Neukauf vorzuziehen. Deswegen kann das Fairphone 3+ nicht nur als vollständiges Smartphone gekauft werden, sondern auch die neuen Kameramodule sind einzeln erhältlich. Werden die Module des 3+ in das Modell 3 verbaut, was mit einem Schraubendreher ganz einfach selbst zu machen sein soll, erhöht sich die Auflösung der Hauptkamera von 12 auf 48 MP und die der Frontkamera von 8 auf 16 MP. Für Leistung sorgen ein 64-bit-Octa-Core-Prozessor mit 4GB RAM und ein 3.040 mAh großer Akku. Ausgestattet ist das neue Modell außerdem mit einem internen Speicher von 64 GB, der mit einer MicroSD-Karte erweitert werden kann. Das 18:9-Display mit 5,65 Zoll und Full HD+ wird durch das Gorilla Glass 5 geschützt. Das Smartphone kommt außerdem mit 5 GHz WiFi und Bluetooth 5.0 LE und Android 10. Für Nutzer des Fairphone 3, welches aktuell noch auf Android 9 läuft, wird ein Softwareupdate Anfang September folgen.

Für das in Schwarz verfügbare Fairphone 3+ wird ein Preis von 469 Euro (UVP) verlangt, für die neuen Kameramodule ein Preis ab 94,90 Euro (UVP). Vorbestellungen sind ab sofort über die Fairphone-Website sowie online bei den Launch-Partnern Mobilcom-Debitel und Galaxus in Deutschland, Digitec in der Schweiz und Magenta in Österreich möglich. Der Versand beginnt laut Hersteller ab dem 14. September, dann sind die Neuprodukte auch europaweit erhältlich.

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Über den Autor

 Melanie Staudacher

Melanie Staudacher

Volontärin, Vogel IT-Medien GmbH