Mit Extra Computer auf dem Weg zum Komplettanbieter Extra-Portion für Thomas Krenn

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Anfang des 2022 hat der Server-Hersteller Thomas Krenn den PC-Hersteller Extra Computer übernommen. Thomas-Krenn-CEO Christoph Maier will beide Firmen eigenständig arbeiten lassen, verfolgt aber die Vision eines Unternehmens, das „alles aus einer Hand“ liefert.

Der Standort von Extra Computer in Giengen an der Brenz soll unter der Regie von Thomas Krenn weiter ausgebaut werden. (Bild:  Extra Computer)
Der Standort von Extra Computer in Giengen an der Brenz soll unter der Regie von Thomas Krenn weiter ausgebaut werden.
(Bild: Extra Computer)

Bei vielen Fusionen verschwindet die übernommene Firma als eigenständiger Player vom Markt. Der Server-Hersteller Thomas Krenn hat zwar Extra Computer komplett übernommen, die beiden Firmen bleiben aber weiterhin als eigenständige Partnerunternehmen erhalten. Die Brüder Heinz und Wolfgang Fetzer, Gründer und bisherige Eigentümer des PC-Herstellers in Giengen an der Brenz, haben alle Anteile verkauft und das Unternehmen verlassen. „Wir werden beide Belegschaften und Standorte sogar weiter ausbauen. Mit der größeren Personaldecke im Rücken werden wir in das künftige Portfolio investieren, um am Markt expandieren zu können“, erklärt dazu Christoph Maier, Vorstand bei Thomas Krenn. „Wir erwarten uns dadurch eine ganze Reihe von Pluspunkten, explizit auch im Bereich unserer Firmenkulturen: Diese passen sehr gut zusammen, und gleichzeitig werden wir voneinander lernen können.“ Wie Maier betont, steigen bei Extra Computer durch die Übernahme sogar die Gehälter und die Zahl der Urlaubstage. Damit sollen auch die Fachkräfte in der ­Region gehalten werden. Der Ausbau des Thomas-Krenn-Stammsitzes in Freyung geht weiter und auch alle Niederlassungen beider Firmen bleiben erhalten.

Christoph Maier ist CEO von Thomas Krenn.(Bild:  Thomas Krenn)
Christoph Maier ist CEO von Thomas Krenn.
(Bild: Thomas Krenn)

Extra Computer bleibt beim indirekten Vertrieb

Für die Partner von Extra Computer ändert sich kaum etwas. Während Thomas Krenn primär auf den Direktvertrieb individualisierter Server- und Storage-Systeme setzt, verkauft Extra Computer weiterhin über die Partner. Laut Maier steht demnächst eine Überarbeitung des Partnerprogramms und auch eine Bereinigung des Produkt-Portfolios an, für die ein neuer Product-Manager verantwortlich ist, der zuvor bei Fujitsu tätig war. Ein Ziel für Extra Computer ist die schnellere Lieferung von BTO-Systemen. Hier sei Thomas Krenn der schnellste Anbieter auf dem Markt, so Maier, und das strebt er auch für den PC-Hersteller an. Synergien sollen nicht nur bei Einkauf, Verwaltung und in der Produktentwicklung entstehen, sondern auch im Verkauf. Hier setzt Maier vor allem auf Wachstum bei den Industrie-PCs, die Extra Computer unter den Marken Pokini und Calmo über die Systemhäuser an einen breiten Kundenstamm verkauft. Sie bilden eine gute Ergänzung zu den Edge-Lösungen, mit denen Thomas Krenn immer mehr Umsatz macht. Perspektivisch dürfte damit auch bei ­Thomas Krenn das Systemhaus-Geschäft zulegen, wenn entsprechende Projekte ­realisiert werden sollen.

Denn trotz der Eigenständigkeit, die Thomas Krenn und Extra Computer behalten, sollen sie doch gemeinsam einen der ­größten unabhängigen Hersteller für ­Server-, Storage- und Industrie-Systeme in Deutschland bilden. „Ich will aus unseren beiden Unternehmen etwas Großes machen“, betont Maier. Sein Ziel ist ein eu­ropaweit agierender Verbund, der „alles aus einer Hand anbietet: vom Laptop bis hin zur Cloud“. Die Kombination der Expertise beider Firmen soll dabei auch das Angebot komplexer, für die Kunden maßgeschneiderter Lösungen ermöglichen. Dabei steht weiterhin der Mittelstand als größter ­Abnehmer im Fokus.

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