Die digitale Transformation bleibt eine der größten Herausforderungen für Unternehmen. Sie verändert nicht nur die IT-Landschaft, sondern greift tief in die Organisationsstruktur ein. Welche Stolpersteine und Erfolgskriterien den Weg prägen, zeigt die aktuelle Transformationsstudie 2024.
IT-Transformationen sind für effektives Arbeiten wichtig.
Ressourcen, Datenqualität und Kommunikation als Schlüsselthemen
Die Transformationsstudie 2024 bezieht sich auf mittelständische und große Unternehmen, die sich mit umfassenden IT-Projekten beschäftigen. Bemerkenswert ist, dass 34 Prozent der Befragten die Qualität der Daten als zentrale Herausforderung sehen. Datenlücken und fehlerhafte Informationen erschweren nicht nur die Planung, sondern auch die Umsetzung von Transformationsprojekten erheblich. In vielen Fällen werden die Aufbereitung und Prüfung der Daten unterschätzt, was später zu zeit- und kostenintensiven Nachbesserungen führt.
Auch die Organisation der Kommunikation zwischen Abteilungen stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Mit 39 Prozent nannten die meisten Befragten diesen Punkt als Hauptproblem. Die fehlende Abstimmung sorgt oft für Verzögerungen und Missverständnisse, die den gesamten Transformationsprozess belasten können. Dies ist vor allem bei Unternehmen mit komplexen Strukturen zu beobachten, etwa in der Automobilbranche oder im Bereich Life-Sciences.
Ein weiteres Hindernis ist die Ressourcenknappheit. Nicht nur personelle, sondern auch finanzielle Mittel sind oft unzureichend eingeplant. Dieses Problem wird zusätzlich durch fehlendes Transformations-Know-how verstärkt. Rund ein Drittel der Befragten sieht dies als gravierenden Mangel, insbesondere bei der Planung und Steuerung größerer Projekte. Unternehmen, die rechtzeitig in die Weiterbildung ihrer Teams investieren, können diesen Herausforderungen jedoch erfolgreich begegnen.
Cloud-Storage: ein Treiber der Transformation
Die Studie zeigt, dass Cloud-Lösungen eine zentrale Rolle in der IT-Transformation spielen. Sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, ihre IT-Landschaften agiler und zukunftssicherer zu gestalten. Besonders im Hinblick auf Datenmanagement, Backup und Recovery sowie Storage-Security eröffnen Cloud-Lösungen neue Potenziale.
Ein Vorteil von Cloud-Storage ist die nahezu unbegrenzte Skalierbarkeit. Unternehmen können ihren Speicherbedarf flexibel anpassen, ohne in teure Hardware investieren zu müssen. Dies ist besonders für Organisationen mit stark schwankenden Datenmengen ein entscheidender Vorteil. Darüber hinaus ermöglicht die Cloud eine effizientere Nutzung von Ressourcen, da Speicherplatz und Rechenleistung bedarfsorientiert bereitgestellt werden.
Die Integration von Cloud-Lösungen ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Viele Unternehmen unterschätzen den Aufwand, der mit der Migration bestehender Daten und Systeme in die Cloud verbunden ist. Die Transformationsstudie 2024 zeigt, dass 34 Prozent der Befragten Probleme mit der Datenqualität hatten, was den Migrationsprozess erheblich erschwerte. Eine gezielte Vorbereitung, etwa durch die Bereinigung und Validierung von Daten, kann hier Abhilfe schaffen.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Storage-Security. Cloud-Umgebungen müssen nicht nur vor externen Angriffen geschützt werden, sondern auch den Anforderungen an Datenschutz und Compliance entsprechen. Die Studie belegt, dass Datenschutz für 26 Prozent der Befragten ein treibender Faktor für die Transformation war. Besonders in sensiblen Branchen wie dem Gesundheitswesen oder der Finanzindustrie ist dies ein entscheidendes Kriterium.
Die Bedeutung hybrider Cloud-Lösungen
Hybride Cloud-Modelle, die sowohl lokale als auch Cloud-basierte Ressourcen kombinieren, gelten in der IT-Strategie vieler Unternehmen als vielversprechender Ansatz. Sie bieten die Möglichkeit, sensible Daten vor Ort zu speichern, während weniger kritische Daten in die Cloud ausgelagert werden. Diese Kombination aus Flexibilität und Kontrolle wird oft als ideale Lösung für Unternehmen mit komplexen IT-Landschaften betrachtet.
Die Transformationsstudie 2024 hebt die zunehmende Bedeutung von Cloud-Lösungen hervor, insbesondere im Zusammenhang mit Datenschutz und Skalierbarkeit. Während spezifische Aussagen zu hybriden Ansätzen nicht im Fokus der Studie stehen, lassen sich allgemeine Trends ableiten: Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur modernisieren, setzen verstärkt auf Cloud-basierte Technologien. Dies schließt die Option ein, bestehende lokale Systeme zu integrieren, um Investitionen optimal zu nutzen und gleichzeitig von der Flexibilität der Cloud zu profitieren.
Ein weiterer Vorteil, der in vielen Diskussionen über hybride Modelle hervorgehoben wird, ist die Möglichkeit, häufig genutzte Daten lokal bereitzustellen. Dies kann die Performance verbessern und Latenzzeiten reduzieren. Zudem bietet die Cloud eine effiziente Lösung für Backup und Archivierung, was in Transformationsprojekten häufig als zentraler Baustein genannt wird.
Stand: 08.12.2025
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Selektive Migration: Strategien für den Datenumzug
Ein bemerkenswerter Teil der Transformationsstudie 2024 widmet sich der Migrationsstrategie. Während der Greenfield-Ansatz von 21 Prozent der Befragten gewählt wurde, favorisieren 45 Prozent eine hybride oder selektive Migration. Diese Ansätze ermöglichen es, gezielt nur relevante Daten zu migrieren und dabei gleichzeitig die Datenqualität zu verbessern.
Selektive Migration bietet mehrere Vorteile. Sie erlaubt eine detaillierte Analyse und Prüfung der Daten, bevor diese in das neue System übertragen werden. Dies reduziert nicht nur das Datenvolumen, sondern minimiert auch potenzielle Fehlerquellen. Im Vergleich zu Brownfield- oder Greenfield-Projekten berichten selektive Migrationsansätze von einer geringeren Notwendigkeit, die gewählte Strategie im Nachhinein zu ändern.
Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität, die diese Methode bietet. Unternehmen können ihre Systeme schrittweise umstellen und so die Risiken eines vollständigen Plattformwechsels minimieren. Dieser Ansatz wird insbesondere von Unternehmen bevorzugt, die komplexe IT-Landschaften mit zahlreichen Abhängigkeiten betreiben.
Ein interessantes Ergebnis der Studie ist, dass Unternehmen, die selektive Migration wählen, häufiger von positiven Effekten wie einer beschleunigten Transformation berichten. Dies zeigt, dass eine durchdachte Strategie nicht nur die Risiken minimiert, sondern auch die Effizienz des gesamten Projekts steigern kann.
Transparenz und Know-how: Erfolgsfaktoren der Transformation
Die Studie verdeutlicht, dass Transparenz über Daten und Prozesse einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist. Mehr als 40 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer betonten die Bedeutung von Transformations-Know-how als essenziell. Ohne ein tiefes Verständnis der eigenen Prozesse und klare Zielvorgaben kann der Transformationsprozess schnell ins Stocken geraten.
Besonders auffällig ist, dass viele Unternehmen den Startzeitpunkt unterschätzen. Rund 33 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mit der Transformation früher hätten beginnen sollen. Zeitdruck und fehlende Ressourcen führen oft zu unnötigen Problemen, die mit einer besseren Planung hätten vermieden werden können. Hier können erste Machbarkeitsstudien oder Pilotprojekte helfen, die größten Stolpersteine frühzeitig zu identifizieren und auszuräumen.
Eine solide Vorbereitung umfasst nicht nur technische Aspekte, sondern auch die Schulung der Mitarbeiter. Fehlendes Wissen und mangelnde Erfahrung im Umgang mit großen Projekten stellen häufig eine große Bremse dar. Hier zeigt die Transformationsstudie 2024 klar auf, dass Investitionen in die Weiterbildung ein entscheidender Erfolgsfaktor sein können. Teams, die auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet sind, können den Transformationsprozess nicht nur beschleunigen, sondern auch qualitativ verbessern.
Fazit: Lernen aus der Transformationsstudie 2024
Die Ergebnisse der Transformationsstudie 2024 liefern wertvolle Erkenntnisse für Unternehmen, die vor großen IT-Projekten stehen. Von der Datenqualität über die Migrationsstrategie bis hin zur Organisation der Kommunikation – Erfolg erfordert eine ganzheitliche Betrachtung. Frühzeitiges Handeln, ausreichend Ressourcen und eine klare Zielsetzung sind dabei unverzichtbar.
Die Studie zeigt auch, dass Transformation kein reines IT-Projekt ist. Vielmehr erfordert sie ein Zusammenspiel aus technischer Expertise, organisatorischer Planung und strategischer Weitsicht. Unternehmen, die diese Herausforderungen aktiv angehen, können nicht nur ihre IT-Infrastruktur modernisieren, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.